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BMG stellt klar: Grippeimpfung bei Älteren nicht nur mit Hochdosis-Impfstoff

Auf die entstandenen Unsicherheiten mit dem Hochdosis-Grippeimpfstoff für die Saison 2021/2022 hat das Bundesgesundheitsministerium jetzt mit einer Rechtsverordnung reagiert. Darin wird klargestellt, dass Versicherte ab 60 Jahren einen hochdosierten oder einen herkömmlichen inaktivierten, quadrivalenten Influenza‐Impfstoff erhalten können. Damit steht fest, dass Ärzte ab Herbst beide Vakzine verimpfen können. Aufgrund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und deren Umsetzung in der Schutzimpfungs-Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Ende Januar schien das zunächst nicht möglich. Danach hätten gesetzlich Krankenversicherte ab dem Alter von 60 Jahren nur Anspruch auf den Hochdosis-Grippeimpfstoff und nicht auf einen quadrivalenten Influenza‐Impfstoff gehabt.

Mit der Rechtsverordnung wurde nicht nur klargestellt, dass über 60-Jährige Anspruch auf eine Schutzimpfung mit einem der beiden Impfstoffe haben. Es wurde auch geregelt, dass der Hochdosis-Impfstoff Efluelda® – trotz der deutlich höheren Kosten – als wirtschaftlich gilt.

Damit besteht für die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte durch die Klarstellung eine höhere Verordnungssicherheit und für die Bürgerinnen und Bürger eine höhere Versorgungssicherheit. Ärztinnen und Ärzte, die noch keine Grippe-Impfstoffe für die Saison 2021/2022 bestellt haben, sollten dies möglichst umgehend zu tun, da die Bestellungen über die Apotheken bis zum 31. März bei den Herstellern vorliegen müssen.

                                                                  – Verordnungs- und Prüfwesen /cz –