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Aktuell gültige Verwaltungskostenumlagen


Allgemeine Rechnungsgrundlage für die Erhebung von Verwaltungskostenumlagen ist die Abrechnungsordnung. Demnach erhebt die KV Sachsen zur Durchführung ihrer gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben von ihren Mitgliedern bzw. von den bei ihr Abrechnenden Kostenanteile von dem nach sachlich-rechnerischer Richtigstellung oder anderen Prüfungen festgesetzten Honorar (Umlagen). Nachträgliche Honorarkürzungen eines beschiedenen Quartals aus
Verfahren der Prüfung der Plausibilität der Abrechnung oder anderen Prüfungen bleiben insoweit unberücksichtigt.

Allgemeine Verwaltungskostenumlagen

Die Höhe der Verwaltungskostenumlagen richtet sich entsprechend  § 7 Abs. 4 a)  Satz 1 der Abrechnungsordnung nach einem gesonderten Beschluss der Vertreterversammlung.

Entsprechend dem Beschluss der 70. Vertreterversammlung vom 15. November 2017 haben die Verwaltungskostenumlagen seit dem Haushaltsjahr 2018 folgende Höhe:

Für online abrechnende Ärzte und Psychotherapeuten beträgt die Verwaltungskostenumlage gegenwärtig 2,70 Prozent. Für Praxen die an Online-Proaktiv teilnehmen, beträgt die Verwaltungskostenumlage 2,50 Prozent (ab II. Quartal 2018). Mit der Teilnahme an Online-Proaktiv stimmt die Praxis einer weitgehend maschinellen Abrechnungsprüfung zu. Die Verwaltungskostenumlage für Datenträger-Abrechner beträgt derzeit 3,0 Prozent. Für manuell abrechnende Ärzte werden 5,0 Prozent erhoben.

Für die Abrechnung der Dialyse-Sachkosten bei der Patienten-Heimversorgung wird entsprechend vertraglichen Regelungen eine Verwaltungskostenpauschale in Höhe von 0,2 Prozent erhoben.

Verwaltungskostenumlagen für den Bereitschaftsdienst

Entsprechend § 7 Abs. 4 c) der Abrechnungsordnung wird eine allgemeine Bereitschaftsdienstumlage bestehend aus einem Fixbetrag je Quartal und Arzt und einer prozentualen Umlage auf das Honorar nach Absatz 1 (der Abrechnungsordnung) ausgenommen bei zugelassenen Psychologischen Psychotherapeuten sowie nichtärztlichen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erhoben.
Die Höhe der Umlage und des Fixbetrages richtet sich nach einem gesonderten Beschluss der Vertreterversammlung.

Von zugelassenen Ärzten mit halbem Versorgungsauftrag wird neben der prozentualen Umlage 50 % des von der Vertreterversammlung beschlossenen Fixbetrages erhoben. In Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren wird die Höhe des Fixbetrages je angestellten Arzt mit dem Faktor des Beschäftigungsumfangs multipliziert. Der Beschäftigungsumfang richtet sich nach der Entscheidung der Zulassungsgremien.

Für zugelassene Psychologische Psychotherapeuten sowie nichtärztliche Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wird eine prozentuale Umlage, berechnet auf Basis des zur Finanzierung der Kosten des Bereitschaftsdienstes notwendigen allgemeinen (durchschnittlichen) Umlagesatzes, erhoben. Die Höhe der Umlage richtet sich nach
einem gesonderten Beschluss der Vertreterversammlung.

Bisher wurde für die Höhe der Bereitschaftsdienstumlage und des Fixbetrages kein Beschluss der Vertreterversammlung gefasst. Die Höhe der allgemeinen Bereitschaftsdienstumlage beträgt daher seit dem Haushaltsjahr 2018 0 Prozent. Die Höhe des Fixbetrages beträgt derzeit 0 €.

Entsprechend § 6b Abs. 3 der Abrechnungsordnung wird für die Inanspruchnahme der von der KVS betriebenen Bereitschaftspraxen nach neuem Recht (nach Bereitschaftsdienstreform) ab Beginn der Pilotphase und ab dem Roll-Out in den betreffenden Bereichen ein Einbehalt für Betriebskosten vorgenommen. Die Höhe des Einbehaltes beträgt seit dem Haushaltsjahr 2018 40 % des Honoraranteils der über das in § 3 Abs. 2 Satz 1 HVM bezeichnete Garantiehonorar hinausgeht.

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