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Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)

Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ)

MVZ sind ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen Ärzte und Psychotherapeuten tätig sind (vgl. § 95 Abs. 1 Satz 2 und § 72 Abs. 1 Satz 2 SGB V), die im Arztregister einer Kassenärztlichen Vereinigung eingetragen sind. MVZ nehmen als zugelassene Einrichtungen gleichberechtigt an der vertragsärztlichen Versorgung teil.

Ein MVZ kann nach § 95 Abs. 1a SGB V nur von zugelassenen Ärzten, zugelassenen Krankenhäusern, Erbringern nichtärztlicher Dialyseleistungen nach § 126 Abs. 3 SGB V, gemeinnützigen Trägern, die auf Grund von Zulassung oder Ermächtigung an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen oder von Kommunen gegründet werden

Die Gründung des MVZ kann zudem nur in der Rechtsform einer Personengesellschaft, einer eingetragenen Genossenschaft, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in einer öffentlich-rechtlichen Rechtsform erfolgen. Andere als die genannten Rechtsformen sind seit dem 01.01.2012 unzulässig. Bis dahin gegründete MVZ können ihre davon ggf. abweichende Rechtsform allerdings beibehalten.

Weitere Voraussetzungen für die Zulassung eines MVZ sind:

  • Benennung und Nachweis der Arztregistereintragung der künftig im MVZ tätig werdenden Leistungserbringer (Fachärzte, Psychotherapeuten)
  • Vorlage des Gesellschaftsvertrages, der Genossenschaftssatzung oder bei kommunalen Eigenbetrieben der Betriebssatzung bzw. damit vergleichbarer Urkunden
  • Benennung eines ärztlichen Leiters, der außerdem im MVZ selbst auch vertragsärztlich tätig sein muss
  • bei MVZ als GmbH: Vorlage selbstschuldnerischer Bürgschaftserklärungen oder anderer Sicherheitsleistungen nach § 232 BGB (z. B. Hinterlegung von Geld, Verpfändung beweglicher Sachen oder von Forderungen, Bestellung von Hypotheken an inländischen Grundstücken) durch die Gesellschafter für Forderungen von Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gegen das MVZ aus dessen vertragsärztlicher Tätigkeit

Arbeiten im MVZ

Eine Tätigkeit im MVZ ist als Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeut mit vollem oder hälftigem Versorgungsauftrag oder aber als Angestellter in Voll- oder Teilzeitarbeitsverhältnissen möglich. In jedem Fall ist die vorherige Genehmigung durch den zuständigen Zulassungsausschuss erforderlich. Die Regelungen der vertragsärztlichen Bedarfsplanung gelten auch für MVZ und die hier tätigen zugelassenen oder angestellten Ärzte und Psychotherapeuten.

Ein im MVZ vorhandener Arzt- oder Psychotherapeutensitz eines angestellten Arztes kann auf Antrag und nach entsprechender Genehmigung durch den Zulassungsausschuss nachbesetzt werden. Eine Rückwandlung in eine Zulassung ist ebenfalls möglich.

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Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) unter http://www.kbv.de/html/mvz.php.