Bedarfsplanung und sächsischer Bedarfsplan

Die Bedarfsplanung ist ein wesentliches Mittel zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung, um eine flächendeckende, wohnortnahe vertragsärztliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten sowie Fehlversorgung zu vermeiden.

Der Bedarfsplan ist das zentrale Instrument der Bedarfsplanung. Die Aufstellung des Bedarfsplans in Sachsen obliegt der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und richtet sich nach den Vorgaben der Bedarfsplanungs-Richtlinie (BPL-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses. (G-BA). Dabei wird die aktuelle Versorgungssituation auf die verschiedenen Arztgruppen bezogen erfasst, mit den jeweiligen Sollvorgaben abgeglichen und so das Versorgungsniveau ermittelt.

Zudem werden im Bedarfsplan regionale Besonderheiten (z.B. regionale Krankheitslast, sozioökonomische Faktoren, infrastrukturelle Besonderheiten) beschrieben, welche Abweichungen von den Vorgaben der bundeseinheitlichen Bedarfsplanungs-Richtlinie bedingen.

Auf Grundlage der Reformierung der Bedarfsplanungs-Richtlinie und ihrem Inkrafttreten am 30.06.2019 hat die KV Sachsen in Zusammenarbeit mit den Sächsischen Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen einen neuen Bedarfsplan 2020 aufgestellt, der die aktuelle Versorgungssituation in Sachsen beschreibt.

Gemäß § 4 Abs. 1 Satz 4 und Satz 6 BP-RL ist die regionale Versorgungssituation im Bedarfsplan in der Regel halbjährlich fortzuschreiben.

Sie finden den aktuellen Bedarfsplan 2020 sowie die Fortschreibungen des Bedarfsplans 2016 unter „Dokumente“.