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Videosprechstunde

Neu: Um ihren Mitgliedern die Behandlung von Patienten online über die Videosprechstunde kurzfristig zu erleichtern, hat die KV Sachsen beschlossen, dass alle teilnahmeberechtigten Ärzte und Psychotherapeuten die Leistungen der Videosprechstunde bis zum 30.06.2020 abrechnen können, wenn bis zu diesem Zeitpunkt ein Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Videosprechstunde bei der KV Sachsen eingegangen ist. Damit ermöglichen wir Ihnen einen längeren Zeitraum zur Antragstellung, in dem Sie bereits tätig werden können. Ab dem 01.07.2020 gilt wieder das normale Genehmigungsverfahren.

Aufgrund der aktuellen Pandemie mit dem Corona-Virus wird empfohlen, dass Patienten nach Möglichkeit nur in medizinisch dringenden Fällen die Praxen aufsuchen. Eine Alternative für den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ist die Konsultation per Video. Sie ist bei allen Indikationen möglich und auch dann, wenn der Patient zuvor noch nicht bei dem Arzt in Behandlung war.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben daher die Begrenzungsregelungen für die Abrechnung der Videosprechsunde aufgehoben.

Die Begrenzungsregelungen (20 Prozent) in den Allgemeinen Bestimmungen Nr. 4.3.1 Absatz 5 Nummer 6 und Absatz 6 EBM werden zeitlich befristet für das 2. Quartal 2020 aufgehoben.

Persönliche Patienten-Kontakte werden unter anderem durch Patienten-Kontakte im Rahmen einer Videosprechstunde ersetzt (gemäß Anlage 31b zum BMV-Ärzte).

Bei der Durchführung von Videosprechstunden und Videofallkonferenzen gelten weiterhin die Regelungen in Anlage 31b zu den BMV-Ärzten.

Spätestens zum 31. Mai 2020 werden Kassenärztliche Bundesvereinigung und Krankenkassen prüfen, ob eine Verlängerung erforderlich ist. Für das laufende 1 Quartal 2020 erfolgt keine Aussetzung, da beide Seiten davon ausgehen, dass die 20-Prozent-Marke nicht erreicht wird.

Ärztinnen und Ärzte können die Videosprechstunde flexibel in allen Fällen nutzen, in denen sie es für therapeutisch sinnvoll halten. Möglich ist das sowohl bei bekannten als auch unbekannten Patientinnen und Patienten. Die Videosprechstunde können alle Arztgruppen einsetzen - ausgenommen sind nur Laborärzte, Nuklearmediziner, Pathologen und Radiologen.

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten können die Videosprechstunde dagegen nur nutzen, wenn es bereits einen persönlichen Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung gab und es aus therapeutischer Sicht kein unmittelbarer persönlicher Kontakt erforderlich ist. Nicht jede psychotherapeutische Leistung darf per Video durchgeführt werden. Die Einzelpsychotherapie (nach §15 Psychotherapie-Richtlinie) und fachgruppenspezifische Einzelgesprächsleistungen sind möglich.

Neu für einen begrenzten Zeitraum bis 30.06.2020 sind Psychotherapeutische Sprechstunden oder probatorische Sitzungen per Video im Einzelfall möglich. Siehe Psychotherapie

Näheres zu den technischen Voraussetzungen und zur Vergütung der Videosprechstunden ist in den Praxisnachrichten der Kassenärztliche Bundesvereinigung vom 16.03.2020 zu finden.