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Sonderregelungen für den Bereich Verordnungen

Telefonische AU-Bescheinigung – Stand 19. Oktober 2020


Regelungen mit Gültigkeit bis 31. Dezember 2020:

Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und der Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld nach telefonischer Anamnese
Stand: 19. Oktober 2020

Seit dem 19. Oktober 2020 ist es wieder möglich, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) und die Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld (Muster 21) nach telefonischer Anamnese auszustellen und per Post zu versenden.

Umfasst sind Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen. Die Bescheinigung kann für bis zu 7 Kalendertage ausgestellt werden, eine Verlängerung für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen ist einmalig möglich.

Hinweise zur Abrechnung und zum Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte finden Sie unter dem Link:  

https://www.kvs-sachsen.de/aktuell/corona-virus/abrechnung/#c83371211

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Verordnung nach telefonischer Anamnese

Regelungen mit Gültigkeit bis 31. Januar 2021:

Verordnung nach telefonischer Anamnese

Folgeverordnungen dürfen nach telefonischer Anamnese ausgestellt und postalisch versendet werden, wenn bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den verordnenden Vertragsarzt erfolgt ist. Bei der Krankenbeförderung gilt die Sonderregelung auch für Vertragspsychotherapeuten. Voraussetzung ist, dass der Versicherte in der Praxis bekannt ist und der verordnende Arzt oder Psychotherapeut sich durch eingehende telefonische Befragung vom Zustand des Versicherten überzeugt hat.

Folgende Leistungen sind davon umfasst:

  • Häusliche Krankenpflege: alle Folgeverordnungen
  • Heilmittel: alle Folgeverordnungen und alle Verordnungen außerhalb des Regelfalls
  • Hilfsmittel: Folgeverordnungen von Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind sowie Zubehörteile oder Ersatzbeschaffungen - Seh- und Hörhilfen sind ausgenommen
  • Krankenbeförderung: alle Verordnungen von Krankenfahrten und Krankentransporten

Für den Versand der Verordnung kann das Porto mittels Pseudo-GOP 88122 (90 Cent) abgerechnet werden.

Hinweis: Arzneimittelrezepte durften auch bisher schon in Ausnahmesituationen per Post an Patienten gesendet werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.

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Vorlage bei der Krankenkasse: Frist auf 10 Tage erweitert


Versicherte haben statt 3 wieder 10 Arbeitstage Zeit, eine Verordnung zur Genehmigung bei ihrer Krankenkasse vorzulegen. So lange erstattet die Krankenkasse die Kosten, auch wenn die Leistung am Ende nicht genehmigt wird. Dies gilt für die Leistungen der

  • Häuslichen Krankenpflege
  • Soziotherapie
  • Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung

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Videobehandlung bei bestimmten veranlassten Leitungen möglich


Leistungen in nachfolgenden Bereichen können per Video durchgeführt werden, wenn der Patient dem zustimmt und eine persönliche Behandlung aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht erfolgen kann.

  • Psychiatrische häusliche Krankenpflege (pHKP)
  • Soziotherapie
  • Heilmittel

Die Behandlung per Video muss datenschutzkonform erfolgen.

Im Bereich der pHKP und der Soziotherapie kann die Videobehandlung insbesondere dann erfolgen, wenn sie der Bewältigung einer akuten Krisensituation dient oder vermieden werden soll, dass sich der Gesundheitszustand aufgrund einer Leistungsunterbrechung verschlechtert.

Ein gesonderter Hinweis auf der Verordnung ist nicht erforderlich. Die Entscheidung wird in Abstimmung zwischen dem Therapeuten und dem Patienten getroffen.

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Verordnung von häuslicher Krankenpflege


Für bis zu 14 Kalendertage dürfen Folgeverordnungen rückwirkend ausgestellt werden. Bisher waren rückwirkende Verordnungen grundsätzlich nicht zulässig und Ausnahmefälle besonders zu begründen. Dies gilt nur noch für Erstverordnungen.

Ausgesetzt werden Regelungen, wonach die Notwendigkeit für eine längere Dauer medizinisch begründet werden muss und die Folgeverordnung in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums auszustellen ist.

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Verordnung von Heilmitteln


Eine Heilmitteltherapie muss erst innerhalb von 28 Tagen nach Verordnungsdatum beginnen, regulär wären es 14 Tage. Damit soll einem in den Praxen möglicherweise bestehenden Terminstau bei Heilmittelbehandlungen, die bedingt durch die Corona-Pandemie nicht begonnen werden konnten, entgegengewirkt werden. Die Regelung ist ab 1. Januar 2021 obsolet, da an diesem Tag die neue Heilmittel-Richtlinie mit prinzipiellem Therapiebeginn innerhalb von 28 Tagen in Kraft tritt.

Zudem verlieren Verordnungen wären der epidemischen Lage nicht ihre Gültigkeit, wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird.

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Krankentransport zur ambulanten Behandlung genehmigungsfrei


Regelungen mit Gültigkeit bis 31. März 2021:

Krankentransporte zu einer ambulanten Behandlung von nachweislich an COVID-19-Erkrankten sind genehmigungsfrei. Dies gilt auch für Patienten, die nach behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen.

Ärzte und Psychotherapeuten, die einen solchen Krankentransport (nicht: Krankenfahrt im Taxi) veranlassen, müssen die Verordnung kennzeichnen. Dazu geben sie auf dem Formular für die Krankenbeförderung (Muster 4) an, dass es sich um einen nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder einen gesetzlich Versicherten in Quarantäne handelt.

Wichtig: Die ambulante Behandlung, zu der ein Krankentransport verordnet wird, muss zwingend medizinisch notwendig und nicht aufschiebbar sein.

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Entlassmanagement Verordnungen für bis zu 14 Tage


Krankenhäuser können für längstens 14 Tage (anstatt 7) nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zum Übergang in die ambulante Versorgung Leistungen veranlassen beziehungsweise Bescheinigungen ausstellen.

Davon umfasst sind: AU-Bescheinigung, häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel, Soziotherapie, Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung sowie Heilmittel.

Heilmittelrezepte: Es wurde die 12-Kalendertage-Frist, bis zu der die vom Krankenhaus verordnete Heilmittelbehandlung abgeschlossen sein muss, auf eine 21-Kalendertage-Frist erweitert.

Arzneimittelrezepte: Bei der Verordnung von Arzneimitteln im Entlassmanagement hat der G-BA die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen ausgesetzt. Für sonstige Produkte wie Blutzuckerstreifen oder Verbandmittel dürfen Rezepte für den Bedarf von bis zu 14 Tagen ausgestellt werden. Die Einlösefrist für Entlassrezepte wurde auf 6 Werktage verlängert.

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