Sonderregelungen für den Bereich Verordnungen

    Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und der Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld nach telefonischer Anamnese ab 19. Oktober 2020 wieder möglich


    Aufgrund des erneuten bundesweiten Anstieges der COVID-19-Infektionszahlen und der gleichzeitig bevorstehenden Erkältungs- und Grippesaison ist es ab Montag, den 19. Oktober 2020 wieder möglich, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) und die Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld (Muster 21) nach telefonischer Anamnese auszustellen und per Post zu versenden.

    Umfasst sind Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen. Die Bescheinigung kann für bis zu 7 Kalendertage ausgestellt werden, eine Verlängerung für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen ist einmalig möglich.

    Die Regelung ist befristet bis 31. Dezember 2020.

    Abrechnung der telefonischen AU-Bescheinigung

    Für die Abrechnung sind folgende zwei Varianten möglich:

    • Der Patient war in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis oder hatte einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde
      Versicherten- bzw. Grundpauschale plus Pseudo-GOP 88122 für das Porto (0,90 Euro)
    • Der Patient war in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde
      GOP 01435 plus Pseudo-GOP 88122 für das Porto (0,90 Euro)

    Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilungen Verordnungs- und Prüfwesen der Bezirksgeschäftsstellen gern zur Verfügung.

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    Sonderregelungen für veranlasste Leistungen enden zum 30. Juni 2020

    Hinweise zu den Ausnahmen


    Die vom G-BA beschlossenen Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Verordnung und Erbringung veranlasster Leistungen zur Bewältigung der Corona-Krise enden bis auf wenige Ausnahmen. Somit gelten ab 1. Juli 2020 wieder reguläre Fristen und Vorgaben.

    Bis zum 31. Dezember 2020 gelten weiterhin folgende Sonderregelungen:

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    Heilmittelverordnungen


    Heilmittelverordnungen können weiterhin innerhalb von 28 Tagen begonnen werden.

    Regulär liegt der Behandlungsbeginn bei 14 Tagen. Ist ein früherer Behandlungsbeginn notwendig, kann dies auf dem Verordnungsvordruck im Feld „spätester Behandlungsbeginn“ kenntlich gemacht werden.

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    Krankentransporte


    Krankentransporte zur ambulanten Behandlung bedürfen weiterhin keiner Genehmigung der Krankenkasse, sofern es sich um Krankentransporte zu nicht aufschiebbaren und zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen

    •  von nachweislich an COVID-19-Erkrankten handelt oder
    •  von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen.

    Wird für solche Patienten ein Krankentransport veranlasst, müssen die Verordnungen entsprechend gekennzeichnet werden. Dazu geben Sie bitte auf dem Formular 4 an, dass es sich um einen nachweislich Corona-Virus-Erkrankten oder einen Versicherten in Quarantäne handelt.

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    Entlassmanagement Verordnungen für bis zu 14 Tage


    Solange die epidemische Lage besteht, ist es den Krankenhäusern möglich, für bis zu 14 Tage Leistungen zu veranlassen beziehungsweise Bescheinigungen auszustellen. Davon umfasst sind Verordnungen von Arbeitsunfähigkeit, häuslicher Krankenpflege, Hilfsmitteln, Soziotherapie, SAPV sowie Heilmitteln.

    Bei der Verordnung von Arzneimitteln im Entlassmanagement bleibt die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen (gemäß Packungsgrößenverordnung) weiterhin ausgesetzt. Ausgehend vom Versorgungsbedarf des Versicherten darf bei der Entlassung aus dem Krankenhaus auch eine größere Packung verordnet werden. Die Einlösefrist für Entlassrezepte beträgt weiterhin 6 Werktage.
     

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