Registrierung zur Abrechnung von Leistungen nach der Coronavirus- Testverordnung für Nicht-Mitglieder der KV Sachsen


Mit der Coronavirus-Testverordnung (TestV) können nicht nur Vertragsärzte Leistungen und Sachkosten für die Testung nach der TestV über die Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen, sondern auch andere medizinische Einrichtungen oder vom Gesundheitsamt nach §6 Abs. 1 TestV beauftragte Dritte und Testzentren. Um die Leistungen mit der KV abrechnen zu können, ist für Nicht-KV-Mitglieder eine vorherige Registrierung erforderlich.

Bei einem positiven Antigen-Test besteht ein Anspruch auf eine bestätigende Testung mittels eines PCR-Tests nach der Testverordnung (TestV). Die Beauftragung des PCR-Tests im Labor kann durch Einrichtungen nach §6 Abs. 1 TestV (Testzentren, beauftragte Dritte, Apotheken) und durch Arztpraxen erfolgen, die den Schnelltest durchgeführt hat. Hierfür ist das Formular OEGD zu verwenden. Es ist über die Kassenärztlichen Vereinigungen Sachsen oder beim öffentlichen Gesundheitsdienst erhältlich.

Alle ambulanten Eingliederungshilfen, die vor dem 25.01.2021 bereits bei der KV Sachsen registriert wurden, sind automatisch berechtigt die Leistungen nach §12 Absatz 2 Satz 2 TestV abzurechnen. Stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe müssen bei der KV Sachsen einen Antrag auf Registrierung stellen. Für die Einrichtungen der Eingliederungshilfe ist die Satzart „EINGLIEDERUNG“ nach Anlage 9 der KBV-Vorgaben zu verwenden.

Mit der Allgemeinbeauftragung des Freistaates Sachsen sind alle sächsischen Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen berechtigt, Leistungen nach §6 Abs. 1 Nr. 2 TestV abzurechnen. Eine weitere Beauftragung des Gesundheitsamtes ist nicht notwendig.

Grundlage zur Durchführung von Corona- Testungen ist die Beauftragung des Gesundheitsamts. Die Vergabe der ID durch die die KV Sachsen beauftragt zur Abrechnung von Leistungen der Coronavirus- Testverordnung.

Einreichung der Abrechnung über Web-Formular

Zur Einreichung Ihrer Abrechnung nach der Coronavirus-Testverordnung und der Coronavirus- Surveillanceverordnung nutzen Sie bitte zukünftig unser Web-Formular unter folgendem Link.

Abrechnungsberechtigt sind folgende Einrichtungen und Unternehmen:
  • Krankenhäuser (Hinweis: Die Abrechnung nach § 26 KHG hat Vorrang)
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • Dialyseeinrichtungen
  • Tageskliniken
  • Ambulante Pflegedienste (kein Vertrag mit der Pflegekasse nach § 72 SGB XI)
  • voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen ( keine zugelassene Pflegeeinrichtung  nach § 72 SGB XI und kein anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag gemäß § 45a Absatz 3 SGB XI)
  • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
  • Rettungsdienste und Hilfsorganisationen
  • Rettungsdienste
  • Ambulante Hospizdienste/Palliativversorgung
  • Obdachlosenunterkünfte
  • Privat(zahn)ärzte
  • vom Gesundheitsamt beauftragte Dritte und Testzentren
  • Humanmedizinische Heilberufe (Physiotherapeuten, Logopäden, ...)

Hinweis:

  • Zahnärzte rechnen ihre Sachkosten für die Antigen-Schnelltests über die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen ab, nähere Informationen erhalten Sie dort.
  • Bei Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege mit Versorgungsvertrag oder  bei Angeboten zur Unterstützung im Alltag (nach § 72 SGB XI oder § 45a Absatz 3 SGB XI), erfolgt die Abrechnung mit der Pflegekasse.

Für alle Mitglieder der KV Sachsen und Einrichtungen mit bereits vorhandener Betriebsstättennummer (Arztpraxen, MVZ) ist keine Registrierung notwendig, um Leistungen nach der Corona-Testverordnung abzurechnen! Die Abrechnung erfolgt im Rahmen der üblichen Quartalsabrechnung.


Die Einrichtungen nach § 4 Absatz 2 Nr. 5 TestV (Zahnarztpraxis, Praxis anderer humanmedizinischer Heilberufe, Einrichtung des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden oder Rettungsdienst) benötigen kein Testkonzept.

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Einmalige Registrierung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV Sachsen)


Um Leistungen und Sachkosten nach der TestV bei der KV Sachsen abzurechnen, ist eine Registrierung, bei der jeweiligen Geschäftsstelle der KV Sachsen notwendig. Folgend finden Sie den Bezirk der für Sie zuständig ist:

Karte mit Bezirken der KV Sachsen

Das nachfolgende Registrierungsformular füllen Sie bitte vollständig aus und senden es an Ihren zuständigen Bezirk. Den jeweiligen Ansprechpartner, sowie Adresse finden Sie in der rechten Spalte.

Registrierungsformular

Nachdem Ihr Antrag auf Registrierung in der KV Sachsen geprüft und bestätigt wurde, erhalten Sie einen Bescheid mit Ihrer persönlichen Registrierungsnummer. Bitte bewahren Sie diesen Bescheid auf, da die Registrierungsnummer zur Einreichung der Abrechnung benötigt wird.

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Dokumentation Testergebnis und Aufklärung zur Absonderung


Beim Verdacht auf eine Infektion bzw. nachgewiesener Infektion sind alle testenden Stellen in Sachsen verpflichtet, Verdachtspersonen und positiv getestete Personen auf die Pflicht der Absonderung hinzuweisen (MUSTER 1 und 3).

Ihre Aufgabe als testende Stelle sind:

  • Aushändigung der Informationsschreiben zur Pflicht der Absonderung für Verdachtspersonen bzw. für positiv getestete Personen
  • Bescheinigung des Testergebnisses (sofern bekannt) MUSTER 2
  • Meldung des positiven Testergebnisses an das Gesundheitsamt MUSTER 4

Alle Muster und Erklärungen finden Sie unter:

https://www.kvs-sachsen.de/aktuell/corona-virus/absonderung-und-meldepflicht/ 

 

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Vergütung von Leistungen nach der Coronavirus TestV


In der Testverordnung ist auch die Höhe der Vergütung der Schnelltests geregelt. Danach erhalten Haus- und Fachärzte sowie Zahnärzte für den Abstrich inklusive Beratung und Ausstellung einer Bescheinigung 15 Euro. Nichtärztlich oder nichtzahnärztlich geführte Einrichtungen, die mit der Testung beauftragt werden, beispielsweise Apotheken, können 12 Euro abrechnen.

Die Sachkosten für den Test werden bis 31.03.2021 mit bis zu 9 Euro erstattet. Ab April werden höchstens 6 Euro je Test gezahlt.

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Allgemeine Vorgaben zur Abrechnung


Die allgemeinen Vorgaben zur Abrechnung von Leistungen nach der Coronavirus-Testverordnung entnehmen Sie bitte dem Dokument „Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Leistungserbringer zur Coronavirus-Testverordnung“  in der jeweils gültigen Fassung, die auf der Homepage der KV Sachsen zu finden ist.

aktuelle KBV-Vorgaben

Hinweise zum Erstellen einer Abrechnungsdatei

Abrechnung Labordiagnostik:

Für die Abrechnung von Labordiagnostik sind die Informationen im Bereich Abrechnung - Labordiagnostik nach TestV zu beachten.

Sollten Sie als beauftragter Dritter nach § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 Erregernachweise auf das Coronavirus SARS-CoV-2 in einem Labor beauftragen wollen (Nukleinsäurenachweis/PCR oder Labor-Antigen-Nachweis), nutzen Sie hierfür bitte den dafür vorgesehenen Vordruck Muster OEGD! Das von Ihnen beauftragte Labor rechnet die Kosten für die Erregernachweise daraufhin mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen auf Grundlage der Coronavirus-TestV ab. Für weitere Informationen zur Beschaffung der Vordrucke wenden Sie sich bitte an die Ansprechpersonen (rechter Seitenrand) der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen.

Abrechnung von PoC-Antigen-Tests:

  • Es dürfen nur PoC-Test bestellt werden, die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der nachfolgenden Internetseite aufgeführt sind: www.bfarm.de/antigentests
  • Es dürfen nur Sachkosten für PoC-Tests in der für Ihre Einrichtung vom öffentlichen Gesundheitsdienst genehmigten Menge abgerechnet werden. Die genehmigten Mengen sind auf Verlangen der Kassenärztlichen Vereinigung nachzuweisen.
  • Sofern bei der Anwendung eines PoC-Antigen-Tests das Abstrichmaterial nicht Teil des Testkits ist, ist das Abstrichmaterial auf eigene Kosten zu beschaffen.
  • Die Ihnen monatlich entstandenen Sachkosten für PoC-Test-Kits können der KV Sachsen nach Erhalt Ihres Registrierungsschreibens unter Angabe der Registrierungsnummer eingereicht werden. Die darin enthaltenen Hinweise zu den Abrechnungsmodalitäten sowie die E-Mail-Adresse zur Abgabe der Abrechnung sind bitte zu beachten.

Abrechnungablauf:

Die abzurechnenden Leistungen nach Coronavirus-TestV können wahlweise monatlich oder quartalsweise bei der KV Sachsen eingereicht werden. Abrechnungen, die nach Ablauf von drei Monaten nach Ende eines Quartals eingehen, können nicht mehr vergütet werden.

Sollten Sie sich für eine monatliche Abrechnung entscheiden, so sind Ihre Abrechnungsdateien bitte bis zum 5. Tag nach Ablauf des abzurechnenden Leistungsmonats einzureichen. Die Auszahlung für bis dahin korrekt vorliegende Abrechnungen erfolgt anschließend zum Ende desselben Monats.

Sollte Ihre eingereichte Abrechnungsdatei fehlerhaft sein oder muss korrigiert werden, behält es sich die KV Sachsen vor, die Auszahlung der Vergütung einen Monat später an Sie vorzunehmen. Sehen Sie bitte von Nachfragen zum Status Ihrer Abrechnung bis auf weiteres ab. Sollte Ihre Abrechnung nicht weiterverarbeitet werden können, setzen sich die Mitarbeiter der KV Sachsen mit Ihnen in Verbindung. Korrekturen an bereits eingereichten Abrechnungen sind vorab den Mitarbeitern in der KV Sachsen anzuzeigen.

Hinweise für beauftragte Testzentren:

Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb von Testzentren werden nach den Maßgaben von § 13 der TestV erstattet. Die Zentren sind wirtschaftlich zu betreiben, insbesondere hinsichtlich der Ausstattung mit Personal, der genutzten Räumlichkeiten sowie der Dauer des Betriebs. Beachten Sie außerdem die Vorgaben der KBV-LE zur TestV Punkt 1.4.

Nach § 13 Abs. 2 TestV sind die gesamten Einnahmen aus der Vergütung von Leistungen nach dieser Verordnung, nach regionalen Vereinbarungen mit den Ländern und den zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und nach den Vereinbarungen aufgrund der Regelungen des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sowie die sonstige Vergütung für Testungen in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2, die durch das Testzentrum während des Betriebs im Sinne dieser Verordnung erwirtschaftet werden, in der Rechnungslegung des jeweiligen Betreibers gesondert auszuweisen und mit den Gesamtkosten des Testzentrums aufzurechnen.

Testzentren nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 TestV können nur Kosten abrechnen, die nach der Beauftragung durch die zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes als Testzentrum für die Errichtung oder den laufenden Betrieb entstanden sind. Die Abrechnung der Testzentren bezieht sich auf die im Abrechnungszeitraum erfolgten Zahlungsflüsse. Die Aufrechnung der erhaltenen gesamten Einnahmen mit den Gesamtkosten erfolgt durch Abzug der erzielten gesamten Einnahmen von den getätigten Ausgaben im Abrechnungszeitraum. Betreiber von Testzentren erstellen je Testzentrum und Kalendermonat oder je Kalendervierteljahr bis zum Ende des jeweiligen Folgemonats spätestens bis zum dritten auf den Abrechnungszeitraum folgenden Monat eine entsprechende Rechnungslegung.

Die in Ihrem Testzentrum erbrachten Leistungen nach TestV sind daher zunächst über die entsprechenden Satzarten (ärztlich geführte Testzentren Anlagen 4, 5 sowie 6 oder 7; nichtärztlich geführte Testzentren Anlagen 8 sowie 6 oder 7) der KBV-Vorgaben LE abzurechnen. Diese Einnahmen aus der Vergütung von Leistungen nach TestV sind anschließend in die Aufrechnung nach § 13 Abs. 2 TestV einzubeziehen. Sollten nach dieser Aufrechnung erstattungsfähige Kosten nach § 13 Abs. 1 TestV in Ihrem Testzentrum verbleiben, so sind diese gemäß § 13 Abs. 5 TestV der KV Sachsen in den Satzarten nach Anlage 6 bzw. 7 der Vorgaben KBV-LE zu übermitteln. Die abrechnungsbegründete Dokumentation der Leistungserbringer, sowie die der Rechnungslegung zugrundeliegenden Unterlagen sind bis zum 31. Dezember 2024 unverändert zu speichern und beim Abrechnenden aufzubewahren.

Die Kassenärztliche Vereinigung behält für ihren zusätzlichen Aufwand für den Fall, dass die Abrechnung für Testzentren nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 nicht über eine oberste Landesbehörde erfolgt, einen Verwaltungskostensatz in Höhe von 1 Prozent pro Abrechnungsgesamtbetrag ein.

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