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Heilmitteltherapie

Heilmitteltherapien können aufgrund der Corona-Virus-Pandemie vorerst für einen längeren Zeitraum unterbrochen werden. Die Sonderregelung betrifft alle Heilmittelbereiche (Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Podologie sowie Ernährungstherapie) und gilt zunächst für alle Behandlungen bis einschließlich 31. Mai 2020.

Medizinisch notwendige Heilmittelbehandlungen sind weiterhin zu verordnen. Über die Heilmittelrichtlinie hinausgehende An- oder Bemerkungen auf den Verordnungsformularen sind nicht notwendig. Dringende, medizinisch notwendige Therapien sollen unter Berücksichtigung der aktuellen Maßgaben nach Möglichkeit weiter durchgeführt und weder unterbrochen noch ausgesetzt werden.

Zur Kontaktvermeidung in den Arztpraxen können die Verordnungen nach telefonischer Anamnese auch per Post dem Patienten zur Verfügung gestellt werden. Hinweise zum VErsand von Rezepten: 

Folgende Fristen wurden ausgesetzt:

  • 14 Kalendertage zwischen Therapiebeginn und Verordnungsdatum
    (28 Kalendertage bei Podologie und Ernährungstherapie)
  • Therapiepause von maximal 14 Kalendertagen
    (28 Kalendertage bei Podologie und Ernährungstherapie)

Die Ausstellung einer neuen Verordnung ist in Fällen oben genannter Fristüberschreitungen nicht notwendig.
Für die Fristaussetzung sind zwei Einschränkungen zu berücksichtigen:

  • Die letzte Heilmittelbehandlung vor Beginn der Unterbrechung muss nach dem 17. Februar 2020 erfolgt sein.
  • Die Verordnung, die noch nicht begonnen wurde, muss nach dem 18. Februar 2020 ausgestellt worden sein.

Korrekturen ohne Arztunterschrift

Für Änderungen zu den Angaben zum Heilmittel und zur Verordnungsmenge ist weiterhin eine Arztunterschrift mit Datumsangabe notwendig.

Für alle übrigen Änderungen oder Ergänzungen auf den ausgestellten Heilmittelverordnungen muss keine Arztunterschrift eingeholt werden. Diese können durch den Heilmitteltherapeuten selbst vorgenommen werden.

Behandlung und Beratung per Video oder Telefon


Sofern die Behandlungen aus Sicht der Heilmitteltherapeuten auch im Rahmen telemedizinischer Leistungen (Videobehandlung oder telefonische Beratungen) stattfinden können, ist dies mit vorheriger Einwilligung der Versicherten für bestimmte Heilmittel möglich. Dazu gehören unter anderem Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, aber auch die Atemtherapie.

Die Krankenkassenverbände auf Bundesebene haben eine entsprechende Empfehlung für den Heilmittelbereich veröffentlicht.


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