Sie befinden sich hier: Startseite » Aktuell » Corona-Virus » Handlungsempfehlungen

Handlungsempfehlungen für Arztpraxen, Bereitschaftsdienst und Corona-Hotline-Dienst

Nach direktem Kontakt mit infizierten Personen in der Praxis


Folgende Maßnahmen werden für Einrichtungen des Gesundheitswesens im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie für das Kontaktpersonenmanagement vom Robert Koch Institut (RKI) empfohlen:

Bei korrekter Einhaltung von Schutzmaßnahmen (tragen von FFP2-Maske, Brille, Handschuh, Kittel) besteht kein Anlass für eine Absonderung von Personal nach Kontakt mit einem COVID-19-Fall. Eine Regelmäßige Testung von Mitarbeitern wird jedoch empfohlen.

Bei vermuteter Exposition ohne adäquate Schutzausrüstung oder selbst wahrgenommener Beeinträchtigung der Schutzmaßnahmen sollte eine Risikoeinschätzung erfolgen mit  ggf. einer Information an das Gesundheitsamt und der Absonderung nach Hause.

Für Covid-19 Fälle unter den Beschäftigten in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe beträgt die Quarantänedauer mindestens 7 Tage nach Symptombeginn bzw. bei asymptomatischer Infektion mindestens 7 Tage nach Erstnachweis des Erregers. Die Quarantäne kann frühestens am 7. Tag beendet werden. Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Tätigkeit sind Symptomfreiheit von 48 Stunden sowie die Durchführung eines PCR-Tests am Tag 7.

Für Kontaktpersonen unter dem Personal gelten die gleich Quarantänezeiten (mind. 7 Tage). Voraussetzungen für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer PCR-Test oder negativer zertifizierten Antigentest frühestens an Tag 7. Bei vollständiger Quarantänezeit von 10 Tagen ist vor Wiederaufnahme der Tätigkeit mindestens ein hochwertiger negativer Antigen-Test empfohlen. Es soll wie immer eine stetige Eigenbeobachtung erfolgen und bei Auftreten von Symptomen sollte die berufliche Tätigkeit umgehend unterbrochen werden sowie eine Selbstisolierung bis zur diagnostischen Klärung mittels PCR-Testung erfolgen. Bei positivem Test wird die Kontaktperson wieder zu einem Fall.

Unabhängig dieser Empfehlungen sind stets die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamts zu befolgen.

Alle Maßnahmen und Regelungen sind beim RKI nachzulesen unter:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Getrennte_Patientenversorgung.html

Nach oben

Corona-Virusvarianten


Um einen besseren Überblick über die in Deutschland zirkulierenden Varianten des Coronavirus zu bekommen, sollen Labore verstärkt auf Virusvarianten untersuchen. Die variantenspezifische PCR- Untersuchung gemäß TestV, wird vom Veranlasser beauftragt und zeigt die Verbreitung bereits bekannter Mutationen.

Indikatoren für eine Veranlassung zur Untersuchung von Mutationen

Eine Untersuchung auf eine Coronavirus- Variante ist bei den folgenden Indikatoren möglich:

  • Besondere Reaktionsmuster in der Laboranalyse
  • Nach Aufenthalt in Ländern, in denen neue Virusvarianten auftreten bzw. Kontakt zu Personen, die aus diesen Ländern eingereist sind (zur Zeit vor allem Großbritannien und Indien)
  • Kontakt zu einem Fall mit einer SARS-CoV-2 Virusvariante
  • Bei unerwarteter Krankheitsschwere oder unerwartete klinische Verläufe
  • Verdacht auf Reinfektion
  • Ungewöhnliches Ausbuchsgeschehen (z.B. „super- spreading“ Ereignis, hohe sekundäre Erkrankungsrate bei Kindern)

Beauftragung der Labore

Eine Untersuchung auf eine Virusvariante kann mit dem „normalen“ PCR-Test beim Labor beauftragt werden oder im Nachgang, wenn ein positives Ergebnis vorliegt. Informationen über die Form der Beauftragung sind über das beauftragte Labor zu erhalten.

Im Zusammenhang mit den Testungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie pädagogischen Fachkräften möchten wir Ihnen folgenden Hinweis des Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mitteilen:

Nach Information des RKI gibt es Hinweise, dass Schüler und Schulen bei den besorgniserregenden Varianten (VOC) stärker betroffen sein könnten. Um die weitere Ausbreitung von VOC in Sachsen frühzeitig zu unterbrechen, soll im Nachgang eines positiven Antigentestergebnisses der genannten Personengruppe, der bestätigende PCR- Test mit dem Hinweis auf eine Untersuchung von Virusvarianten veranlasst werden.

Weitere Informationen zu Coronavirus- Mutationen sind auf den Seiten des Robert Koch Institut, sowie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu finden:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Virusvariante.htmlhttps://www.kbv.de/html/1150_50494.php

Änderung der RKI-Testkriterien bei Patienten mit Symptomen


Bei der Abklärung eines Corona-Virus Verdachtsfalles ist entsprechend des RKI-Flussschemas zu handeln, unabhängig davon, ob der Patient die Arztpraxis, den Bereitschaftsdienst oder den Corona-Hotline-Dienst kontaktiert.

Download: RKI-Flussschema

Das Robert Koch-Institut hat die Testkriterien für symptomatische Patienten modifiziert. Danach sollen nicht mehr alle Patienten mit einer akuten respiratorischen Symptomatik auf das SARS-CoV-2 getestet werden, um eine Überlastung der Arztpraxen und Laborkapazitäten in den Herbst- und Wintermonaten zu verhindern.

Der Fokus liegt auf Patienten mit schwerer oder sich verschlechternder respiratorischer Symptomatik. Sie sollen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) getestet werden – ebenso Patienten mit Geruchs- und Geschmacksstörungen sowie Infekt-Patienten mit Kontakt zu einem bestätigten Fall.

Patienten mit leichterer Symptomatik wie Schnupfen oder Halsschmerzen sollen dagegen nur getestet werden, wenn zusätzliche Kriterien erfüllt sind. Dazu zählen Personen, die zu einer Risikogruppe gehören oder in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig sind. Ein zusätzliches Kriterium kann auch der Kontakt zu vielen Personen, insbesondere zu Risikogruppen, sein.

Leichte Erkrankung zu Hause auskurieren

Patienten mit leichter Erkrankung, die nicht getestet werden, sollten möglichst fünf Tage zu Hause bleiben, ihre Kontakte reduzieren und mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie die häusliche Isolation verlassen, rät das RKI. Diese Empfehlung gilt vor allem ab einer 7-Tages-Inzidenz im Landkreis von 35/100.000 Einwohnern. Bei sekundärer klinischer Verschlechterung wird eine sofortige Testung auf SARS-CoV-2 empfohlen.

Weitere Hinweise:

Patienten mit Symptomen sollten stets im ersten Schritt die Arztpraxis anrufen und sich dann nach Rücksprache in der Sprechstunde vorstellen. Der niedergelassene Arzt kann anschließend den Test selbst durchführen. Eine Überweisung in eine seitens der KV Sachsen betriebene Abstrich-Ambulanz ist nicht mehr möglich, da diese zum 30.06.2020 aufgrund der geringen Fallzahlen geschlossen wurden.

Sollte ein Test bei Ihrem Hausarzt oder einem anderen Facharzt nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 116 117.

Zur Testung von Reiserückkehrer aus (Nicht-)Risikogebieten stehen Testcenter an den beiden sächsischen Flughäfen zur Verfügung. Primär sollen die Testcentren für Reiserückkehrer genutzt werden und nur in Ausnahmefällen der Hausarzt zur Testung hinzugezogen werden.

Nach oben

Handlungsanleitung zur Behandlung von Covid-19- Patienten in Pflegeheimen


Dieses Dokument listest Therapieoptionen bei Covid-19 Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen auf, die basierend auf Erfahrungen und dem aktuellen Wissenstand sich als sinnvoll erweisen haben. (Stand Dezember 2020)

Handlungsanleitung zur Behandlung von Covid-19- Patienten in Pflegeheimen

Aufgrund der in Sachsen seit November 2021 anhaltend hohen Inzidenz von sachsenweit über 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind die stationären Kapazitäten zunehmend belastet. Aus diesen Gründen verständigten sich die KVS und die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen die Vereinbarung über die ambulante Therapie von akut an COVID-19 erkrankten Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen mit Wirkung ab dem 01.11.2021 befristet bis 31.03.2022 zu reaktiveren.

Für die Umsetzung einer Antikoagulation bzw. Sauerstofftherapie eines in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebrachten akut an COVID-19 erkrankten Patienten wird dem Arzt eine Vergütung in Höhe von 50,00 Euro gewährt. Die zusätzliche Vergütung kann nur bis zum 31.03.2022 abgerechnet werden.

Vereinbarung über die ambulante Therapie von akut an COVID-19 er-krankten Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen

Nach oben