Sonderregelungen in der Nachweispflicht zur fachlichen Fortbildung nach § 95d SGB V

Corona-Verlängerung in der Fortbildung nach § 95d SGB V

Stand: 07.09.2021

Durch die Coronavirus-Pandemie ist es Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten noch immer nicht möglich, Präsenzfortbildungen zu besuchen und hierdurch Fortbildungsnachweise zu erhalten. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einer Verlängerung der Nachweisfrist bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Bundestag zugestimmt (aktuell bis Ende September 2021). Der Bundestagsbeschluss vom 25. August 2021 ist die fünfte Verlängerung. Erstmals hatte der Bundestag am 25. März 2020 die epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt, verlängert wurde die Feststellung am 18. November 2020, am 4. März 2021 sowie am 11. Juni.

Die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite gilt als aufgehoben, sofern der Deutsche Bundestag nicht spätestens drei Monate nach deren Feststellung das Fortbestehen beschließt.

Die Verlängerung gilt für alle Ärzte und Psychotherapeuten, die aktuell vertragsärztlich /-psychotherapeutisch tätig sind. Sie wird automatisch - ohne Antragstellung - durch die KV Sachsen umgesetzt.

Dies gilt auch für Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits mit Auflagen zum Nachholen der Fortbildung belegt wurden (Nachholfrist). Die im Rahmen einer Sanktionierung festgelegte Nachholfrist verlängert sich aktuell bis Ende November 2021.

Darüber hinaus erfolgt analog eine Aussetzung von Honorarkürzungen ab dem Quartal II/2020.

Hinweis: Die Verlängerung betrifft den Nachweiszeitraum i. R. der vertragsärztlichen /-psychotherapeutischen Versorgung. Bei der OPK kann eine Zertifikatsprüfung unter Berücksichtigung der Verlängerung beantragt werden. Inwiefern die SLÄK die Verlängerung bei der Zertifikatsausstellung übernimmt, wird derzeit geklärt.