Sonderregelungen in der Nachweispflicht zur fachlichen Fortbildung nach § 95d SGB V

Corona-Verlängerung in der Fortbildung nach § 95d SGB V

Stand: 21.12.2021

Durch die Coronavirus-Pandemie ist es Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten noch immer nicht möglich, Präsenzfortbildungen zu besuchen und hierdurch Fortbildungsnachweise zu erhalten. Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wurde bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Das Bundesministerium für Gesundheit hat auch nach Aufhebung der epidemischen Lage einer weiteren Verlängerung der Frist bis zum 31. März 2022 zugestimmt.

Die Verlängerung gilt für alle Ärzte und Psychotherapeuten, die aktuell vertragsärztlich /-psychotherapeutisch tätig sind. Sie wird automatisch - ohne Antragstellung - durch die KV Sachsen umgesetzt.

Dies gilt auch für Ärzte und Psychotherapeuten, die bereits mit Auflagen zum Nachholen der Fortbildung belegt wurden (Nachholfrist). Die im Rahmen einer Sanktionierung festgelegte Nachholfrist verlängert sich aktuell bis Ende März 2022.

Darüber hinaus erfolgt analog eine Aussetzung von Honorarkürzungen ab dem Quartal II/2020.

Unabhängig von dieser weiteren Verlängerung bittet das Bundesministerium für Gesundheit, die Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeuten auch weiterhin zu einer möglichst umfassenden Nutzung von Online-Fortbildungsangeboten sowie digitalen Qualitätszirkeln.

Hinweis: Die Verlängerung betrifft den Nachweiszeitraum i. R. der vertragsärztlichen /-psychotherapeutischen Versorgung. Bei der OPK kann eine Zertifikatsprüfung unter Berücksichtigung der Verlängerung beantragt werden. Inwiefern die SLÄK die Verlängerung bei der Zertifikatsausstellung übernimmt, wird derzeit geklärt.