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DMP - Sonderregelung: Patientenschulungen

Abweichend von den vertraglichen Regelungen hat die KV Sachsen mit den LVSK eine bis 30. Juni 2020 befristete Sonderregelung bezüglich der DMP-Schulungen mit folgenden Voraussetzungen vereinbart:

  • Patientenschulungen per Videoübertragung sind als Alternativlösung möglich, wenn deren Durchführung zwingend medizinisch erforderlich  ist und nach medizinischer Einschätzung des Arztes keinen Aufschub duldet.
  • Patientenschulungen per Videoübertragung sind nur insoweit durchführbar, soweit diese entsprechend ihren Curricula dafür geeignet sind.
  • Von den vertraglich vereinbarten Gruppengrößen kann abgewichen werden. Einzelschulungen sind, wie bereits geregelt, weiterhin möglich.
  • Eine Patientenschulung als telefonische Beratung ist nicht möglich.
  • Der schulende Arzt erfüllt die technischen Anforderungen an die apparative Ausstattung der Praxis gemäß Anlage 31b zum BMV-Ä (Anlage 1).
  • Bei Patientenschulungen per Videoübertragung sind ausschließlich von der KBV zertifizierte Videodienstleister unter Beachtung des Datenschutzes zu nutzen.
  • Bei einer per Videoübertragung durchgeführten Patientenschulung ist die zeitgleiche Abrechnung einer Videosprechstunde (gemäß Anlage 31b BMV-Ä) oder die telefonische Beratung (GOP 01435 EBM) ausgeschlossen.
  • Mit den bereits vertraglich vereinbarten Vergütungen je Unterrichtseinheit sind alle Kosten abgegolten.
  • Der Schulungsnachweis ist auch bei einer durch Videoübertragung durchgeführten Patientenschulung Voraussetzung für die Abrechnung. Auf die Unterschrift des Versicherten wird in diesen Fällen verzichtet. Der schulende Arzt unterzeichnet den Schulungsnachweis an den Stellen, wo im Normalfall die Unterschrift der Versicherten vorgesehen ist und macht deutlich, dass die Unterzeichnung durch ihn aufgrund der Corona-Pandemie notwendig war.

Um DMP-Patientenschulungen per Videoübertragung durchzuführen, benötigen Sie eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Videosprechstunde. Bitte beachten Sie die derzeitige Sonderregelung aufgrund der Corona-Pandemie im Bereich der Videosprechstunde, wonach der Antrag auf Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der Videosprechstunde bis zum 30.06.2020 eingegangen sein muss, um Videosprechstunden über dieses Datum hinaus abrechnen zu können. Weitere Informationen, insbesondere zu den technischen Voraussetzungen der Anlage 31b zum BMV-Ä (Anlage 1), finden Sie unter

Sollte sich die Notwendigkeit einer Verlängerung dieser Regelung abzeichnen, werden wir Sie rechtzeitig informieren.

                                                                             

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