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Desinfektionsmittel - Praxen


Ab sofort dürfen die Apotheken in Deutschland bestimmte Desinfektionsmittel für die Hände herstellen. Damit  wird auf den Lieferengpass infolge der Ausbreitung des Corona-Virus reagiert. Dies hat die Bundesstelle für Chemikalien entschieden und eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Die Ausnahmeregelung gilt befristet bis zum 31. August 2020.

Sie kann jederzeit durch die Bundesstelle widerrufen werden. Biozidprodukte zur Händedesinfektion unterliegen nach der EU-Biozidverordnung einer Zulassungspflicht.

Entsprechende Produkte können daher nicht ohne weiteres in der Apotheke hergestellt werden. Es gibt allerdings die Möglichkeit einer Ausnahme, befristet für maximal 180 Tage, wenn eine Gefahr unter anderem für die öffentliche Gesundheit besteht. Einen solchen Ausnahmefall hat die Bundesstelle für Chemikalien durch das Corona-Virus jetzt festgestellt.

Die Allgemeinverfügung gilt für die Herstellung und das Inverkehrbringen durch Apotheken/pharmazeutische Industrien in Deutschland zur Verwendung durch die breite Öffentlichkeit der folgenden, von der WHO empfohlenen Formulierung eines Mittels zur Händedesinfektion:

  • 2-Propanol 99,8 Prozent (V/V) 75,15 Milliliter
  • Wasserstoffperoxid 3 Prozent (V/V) 4,17 Milliliter
  • Glycerol 98 Prozent (V/V) 1,45 Milliliter
  • Gereinigtes Wasser ad 100,00 Milliliter

Zudem gilt sie für:

  • 2-Propanol-Wasser-Gemisch 70 Prozent (V/V)

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