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Corona-Impfung - Abrechnung

Abrechnung

Die Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) regelt die Vergütung der ärztlichen Leistungen der Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2. Die KBV hat hierzu die entsprechenden Abrechnungsvorgaben geregelt.

Am rechtenSeitenrand befindet sich zum Download eine Übersicht der KV Sachsen „KV Sachsen – Abrechnungshinweise Corona-Impfung Arztpraxen“ zu den möglichen Abrechnungsnummern, den Abrechnungsregelungen, zur Kodierung sowie Informationen zur Impfdokumentation.

Bei der Abrechnung der Leistungen gemäß CoronaImpfV kann die elektronische Gesundheitskarte eingelesen werden. Die KV Sachsen wird die Leistungen der CoronaImpfV auf den Kostenträger 98999 umsetzen. Für Versicherte ohne elektronische Gesundheitskarte ist ein Abrechnungsschein unter dem Kostenträger 98999 anzulegen.

Eine Praxisinformation der KBV zur Abrechnung und Dokumentation der Coronaschutzimpfung befindet sich ebenfalls am rechten Seitenrand zum Download.

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Kodierung nach ICD-10-GM


Für die Kodierung von Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19 gibt es neue Diagnoseschlüssel (U11.9, U12.9!).

  • U11.9 - Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19

(für Fälle, bei denen das Gesundheitswesen zum Zweck einer Corona-Schutzimpfung in Anspruch genommen wird)

  • U12.9 - Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

(für Fälle, bei denen der Zusammenhang eines aktuellen, anderenorts kodierten Zustandes mit einer Nebenwirkung durch einen sachgerecht verabreichten CoronaImpfstoff kodiert werden soll)

Für die Ausstellung eines COVID-19-Impfzertifikates gibt es keinen spezifischen Diagnoseschlüssel. Sofern für die Abrechnung der alleinigen Ausstellung eines Impfzertifikates die Angabe eines ICD-10-GM-kodes erforderlich ist, kann folgender Kode verwendet werden.

  • Z02 – Untersuchung und Konsultation aus administrativen Gründen

Auch für die Ausstellung eines COVID-19-Genesenenzertifikates gibt es keinen spezifischen Diagnoseschlüssel. Hier kann ebenfalls der Kode

  • Z02 – Untersuchung und Konsultation aus administrativen Gründen

verwendet werden.


Hinweise zur Verschlüssung:

Der Kode U11.9 ist ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit zu versehen. Der Kode ist nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht („V“) besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem Corona-Virus-Infizierten) oder um den Ausschluss („A“) oder den Zustand („Z“) nach einer Corona-Virus-Infektion zu verschlüsseln.


Eine Praxisinformation der KBV „Empfehlungen zum Kodieren“ befindet sich am rechten Seitenrand zum Download.

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Dokumentation


Gemäß der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) sind dietäglich durchgeführten COVID-19-Schutzimpfungen zu dokumentieren. Hierfür hat die KBV eine Webapplikation im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) entwickelt.

In der Anwendung „Impf-DokuPortal“ kann täglich die Anzahl der durchgeführten Erst- und Zweitimpfungen je Impfstoff dokumentiert werden. Ab dem 7. Juni ist neben der Anzahl der über 60-Jährigen auch die Anzahl der täglich Geimpften der unter 18-Jährigen anzugeben, ebenfalls aufgeschlüsselt nach Erst- und Zweitimpfung. Die Angaben zu LANR/BSNR sowie Adresse und Postleitzahl sind nach dem ersten Login meist bereits hinterlegt und müssen nicht jeweils erneut eingegeben werden. Bei Berufsausübungsgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren ist es nicht notwendig, dass jeder Arzt die von ihm durchgeführten Impfungen meldet. Eine gemeinsame Meldung für alle Ärzte ist dabei ausreichend.

Jede COVID-19-Schutzimpfung ist unverzüglich in einem Impfausweis zu dokumentieren. Sofern der Impfausweis vom Patienten nicht vorgelegt wird, ist eine Impfbescheinigung auszustellen.

Der Download am rechten Seitenrand „KVS – Abrechnungshinweise Corona-Impfung Arztpraxen“ enthält weitere Informationen zur Impfdokumentation.

Zudem befinden sich am rechten Seitenrand zum Download die KBV-Praxisinformationen „Anleitung Impf-DokuPortal“ sowie „FAQ zum Impf-DokuPortal“.

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COVID-19-Impfzertifikat


Wer gegen COVID-19 geimpft ist, hat zusätzlich zum Nachweis im gelben Impfausweis einen Anspruch auf ein Impfzertifikat mit einem QR-Code. Das Impfzertifikat kann in einer Arztpraxis, durch Betriebsärzte, in Impfzentren oder nachträglich in einer Apotheke ausgestellt werden. Die Vergütung für das Ausstellen von Impfzertifikaten regelt die Corona-ImpfV.

Wurde ein Patient in der eigenen Praxis geimpft, erhalten Vertragsärzte 6 Euro je Zertifikat. Wird das Zertifikat in Form eines QR-Codes direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt und somit ohne nochmalige Eingabe der Daten, beträgt die Vergütung jeweils 2 Euro (siehe Kostenfreie PVS-Anwendung). Diese Regelung gilt auch, wenn Impfzertifikate nachträglich ausgestellt werden oder wenn ein bereits erstellter Nachweis verloren geht.

Es ist auch möglich, Impfzertifikate für Personen auszustellen, die der Vertragsarzt nicht selbst in Praxis geimpft hat. Hierfür beträgt die Vergütung je Zertifikat 6 Euro*. Grund dafür ist der größere Prüfaufwand, um Missbrauch zu vermeiden. Erstellt die Praxis das Zertifikat für die Erst- und für die Zweitimpfung einer Person in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang, erhält sie für das zweite Zertifikat 6 Euro.

* Das Bundesgesundheitsministerium hat die Vergütung zum 8. Juli von 18 Euro auf 6 Euro herabgesetzt.

Nähere Informationen zu den möglichen Abrechnungsziffern sind dem am rechten Seitenrand zum Download bereitgestellten Dokument „KV Sachsen – Abrechnungshinweise Corona-Impfung Arztpraxen“ zu entnehmen.

Kostenfreie PVS-Anwendung:

Laut KBV soll das Ausstellen der Impfzertifikate direkt aus dem PVS möglich sein. Die dokumentierten Patientendaten im PVS können somit verwendet werden, um den Nachweis zu generieren. Ein entsprechendes Software-Update soll Ende Juni, spätestens jedoch zum 12. Juli vorliegen. So fordert es die Bundesregierung in einer Ausschreibung an die PVS-Hersteller.

Das Zertifikat-Modul wird für Arztpraxen kostenfrei in die Lizenz im Rahmen des PVS-Vertrages integriert. Die Finanzierung übernimmt der Bund. Die Software-Hersteller sind laut KBV dafür verantwortlich, die Praxen über die Anwendung zu informieren.

Neben dem geplanten PVS-Modul gibt es eine weitere Lösung zur Generierung eines Impfzertifikats, welche derzeit technisch vorbereitet wird. Nach aktuellem Stand soll diese ab 21. Juni 2021 zur Verfügung stehen. Konkrete Informationen folgen zur gegebenen Zeit.

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COVID-19-Genesenzertifikat

Neben Impfzertifikaten können alle Ärzte auch nachträglich Zertifikate für COVID-19-Genesene ausstellen. Die Vergütung wurde mit der neugefassten Coronavirus-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die zum 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist.

Anspruch auf ein COVID-19-Genesenenzertifikat haben alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Voraussetzung ist ein positiver PCR-Test, der maximal sechs Monate alt sein darf und mindestens 28 Tage zurückliegen muss.

Die Vergütung des COVID-19-Genesenenzertifikats erfolgt analog zum Impfzertifikat. Für das Ausstellen erhalten Ärztinnen und Ärzte ab Juli 2 Euro je Zertifikat, wenn es direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt wird. Nutzen Praxen die aufwendigere Webanwendung des Robert Koch-Instituts, zahlt der Bund 6 Euro je Zertifikat.

Nähere Informationen zu den möglichen Abrechnungsziffern sind dem am rechten Seitenrand zum Download bereitgestellten Dokument „KV Sachsen – Abrechnungshinweise Corona-Impfung Arztpraxen“ zu entnehmen.

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