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Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung (AU)

Grundsätzlich gilt

AU-Bescheinigung nach telefonischer Anamnese für bis zu sieben Tage möglich.

Die Ausnahmeregelung gilt noch bis 31. Mai 2020.

Vorübergehend ist es in bestimmten Fällen möglich, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1) und die Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld (Muster 21) nach telefonischer Anamnese für bis zu 7 Tagen auszustellen und per Post zu versenden. Bei Bedarf kann diese um weitere sieben Tage verlängert werden.

Bitte beachten Sie weiterhin nachfolgende Hinweise:

Davon umfasst sind nur Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen; unabhängig davon, ob bei Ihnen der Verdacht besteht, dass sie mit dem Corona-Virus infiziert sein könnten.

Sollte bei einem Patienten ein begründeter Infektionsverdacht vorliegen und eine Labordiagnostik –nach RKI-Kriterien - erforderlich sein, informieren Sie bitte den Patienten darüber, wo er sich testen lassen kann. Melden Sie bitte den Fall dem Gesundheitsamt und verpflichten Sie den Patienten, die Verhaltensregeln einzuhalten und bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes sofort einen Arzt zu kontaktieren.

Ausstellung von AU-Bescheinigungen - Schließung von Schulen und Kindertagesstätten

Wenn ein Elternteil unvorhersehbar zur Betreuung seiner Kinder, deren Schule oder Kita geschlossen wurde, zuhause bleiben muss, besteht in dieser Zeit allein aus diesem Grund kein Anspruch auf eine AU-Bescheinigung. Das gilt auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld (Muster 21) für Kinder ohne erkennbare Krankheitssymptome. Die Arztpraxen können und dürfen in solchen Fällen keine AU-Bescheinigung ausstellen. ___________________________________________________________________________

Grundsätzlich gilt:

  • Ist der Patient krank, weil er zum Beispiel stark hustet oder Fieber hat, kann der Arzt eine AU-Bescheinigung ausstellen.
  • Zeigt der Patient hingegen keine Symptome, kann der Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen. Das gilt auch, wenn der Patient positiv getestet wurde. Der Patient reicht den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne beim Arbeitgeber ein.
  • Sobald ein Patient, der bisher symptomfrei war, während der Quarantäne erkrankt, besteht Arbeitsunfähigkeit. Bei Arbeitsunfähigkeit ist trotz Quarantäne eine AU-Bescheinigung erforderlich.
  • Alle Regelungen gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21).
  • Informationen zum Thema Anspruch auf Entschädigung können Sie den von der KBV bereitgestellten Hinweisen entnehmen.
  • Anspruch auf Entschädigung

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Abrechnung/Einlesen der EKG

Wie kann die Abrechnung des jeweiligen Arztes erfolgen?

Folgende 2 Varianten sind möglich:

  • Versicherten- bzw. Grundpauschale plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis oder hatte einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde

  • GOP 01435 plus GOP 40122 für das Porto (0,90 Euro): Der Patient war in dem Quartal weder in der Praxis noch in einer Videosprechstunde

Wie kann das Einlesen der eGK sichergestellt werden?

Das Verfahren zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sieht vor, dass Patienten, die für die Krankschreibung erstmals eine Praxis telefonisch konsultieren, ihre Versichertendaten nur mitteilen und ihre Mitgliedschaft in einer Krankenkasse mündlich bestätigen müssen. Damit wird verhindert, dass Patienten, die ihre AU-Bescheinigung oder bei Kindern die Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld per Post erhalten, später doch in die Praxis kommen müssen, nur um ihre eGK vorzulegen.

Bei bekannten Patienten mit einem ausschließlich telefonischen Kontakt sind die Versichertendaten aus der Patientenakte zu übernehmen.

Bei unbekannten Patienten mit ausschließlich telefonischem Kontakt sind folgende Daten zu erfragen und händisch einzupflegen:

  • Name und Vorname des Versicherten
  • Geburtsdatum des Versicherten
  • Wohnort des Versicherten (PLZ)
  • Krankenkasse
  • Nach Möglichkeit die eGK-Krankenversichertennummer
  • Versichertenart (Mitglied, Familienversichert, Rentner)

Für die Abrechnung ist das Ersatzverfahren anzuwenden.

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