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Regelungen zur Absonderung, Arbeitsunfähigkeit und Meldepflicht von positiv- getesteten Personen für Arztpraxen und Testzentren

Allgemeine Informationen


Ab dem 24.01.2022 gelten neue Quarantäne- und Absonderungsregelungen für Personen die positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet wurden sowie engen Kontaktpersonen. Anbei erhalten Sie eine Übersicht zu den aktuellen Reglungen. Alle Regelungen zur Absonderung in Sachsen finden Sie nochmals zusammengefasst auf dem Infoblatt des Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt. (Stand: 24.01.2022)

Download Infoblatt zur Absonderung

  1. Verdachtsfall: Ein Verdachtsfall besteht aufgrund typischer COVID- Symptome oder eigener positiven Testung (Laientest). Bei symptomatischen Patienten kann der Arzt eine Krankschreibung ausstellen. Wenn der bestätigende PCR-Test negativ ist, endet die Absonderung sofort. Ist der PCR-Test positiv besteht weiterhin die Pflicht zu einer 10-tägigen Absonderung nach Syptombeginn.
     
  2. Positives Testergebnis: Es wird ein Antigen- Schnelltest (PoC-Test) durchgeführt. Unabhängig vom Ergebnis des Antigen-Schnelltests muss das Muster 2 ausgefüllt und dem Patienten übergeben werden. Der Patient kann die Dokumente zur Vorlage beim Arbeitgeber verwenden. Der positive Antigen-Test gilt als aktiver Fall und muss an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Für die Meldung an das jeweilige Gesundheitsamt steht dem Arzt das Muster 3 „Meldeformular“ zur Verfügung. Der Patient muss sich bei einem positiven Testergebnis 10 Tage in Quarantäne begeben. Personen, die aufgrund einer Infektion abgesondert sind, können sich am 7. Tag der Absonderung mittels Antigenschnelltest »freitesten« lassen, wenn sie für mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. Wenn der Test negativ ist, endet die Absonderung. Beschäftigte in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe, die infiziert wurden, können auch schon nach 7 Tagen wieder arbeiten gehen. Voraussetzung dafür ist, dass sie für 48 Stunden symptomfrei sind und ein negativer PCR-Test vorliegt.
     
  3. Bei engem Kontakt zu einer positiv getesteten Person (Kontaktperson): Enge Kontaktpersonen (Hausstandsangehörige) einer positiv getesteten Person, müssen sich für 10 Tage absondern. Ausnahmen gibt es für folgende Personen: 

    - "Geboosterte" (drei Impfungen),
    - Geimpfte Genesene (Kombination aus einer oder zwei Impfungen und einer Infektion),
    - Geimpfte mit zwei Impfungen bis zu 90 Tage danach,
    - Genesene ab dem 29. Tag und bis zu 90 Tage nach dem PCR-Test.

    Sofern die Person asymptomatisch bleibt, kann am 7.Tag ein Antigenschnelltest (PoC) durchgeführt werden. Fällt dieser Test negativ aus, kann die Absonderung vorzeitig beendet werden. Schülerinnen und Schüler können sich schon am 5. Tag freitesten lassen, im Ausnahmefall geht das auch mit dem Test in der Schule.


Damit ein valides Bild über das Infektionsgeschehen bestehen bleibt, ist es notwendig, dass nach einem positiven Antigen-Test die bestätigende Diagnostik mittels PCR-Test erfolgt. Der PCR-Test sollte unmittelbar nach dem positiven Antigentest durchgeführt werden. Die Meldung an das Gesundheitsamt bei positivem PCR-Ergebnis wird durch das Labor übernommen.

Das Gesundheitsamt kann abweichende Regelungen der Quarantäne bestimmen.

Musterdokumente zum Download:

Muster 1: Infoblatt zur Absonderung in Sachsen (Stand: 24.01.2022)

Muster 2: Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2 Virus

Muster 3: Meldeformular

Weitere Informationen zu den Quarantäne- Reglungen in Sachsen können Sie auf der Coronavirus-Seite des Freistaat Sachsens nachlesen: https://www.coronavirus.sachsen.de/quarantaene-sachsen.html

Weitere Regeln zur AU-Bescheinigung erhalten Sie unter

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Meldung an das Gesundheitsamt

Das Bundesgesundheitsministerium hat per Eilverordnung eine ab dem 1. Februar 2020 geltende Meldepflicht  zum Corona-Virus erlassen.

Die neue namentliche Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt umfasst den Verdacht, die Erkrankung sowie den Tod in Bezug auf eine Corona-Virus-Infektion. Sie gilt auch dann noch, wenn die Meldung bereits erfolgt war oder wenn ein Verdacht ausgeschlossen werden konnte.

Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie unter:

https://tools.rki.de/PLZTool/  

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Wichtige Angaben bei der Arztmeldung gemäß Infektionsschutzgesetz

Um die Arbeitsabläufe bei der Ermittlung SARS-CoV-2-positiver Fälle in den Gesundheitsämtern effizient zu gestalten, werden die behandelnden Ärzte bzw. Abstrichzentren dringend um folgende vollständige Angaben gebeten:

  • Bereits auf den Laboreinsendescheinen bzw. spätestens auf den Meldebögen sollen neben Name, Anschrift und Geburtsdatum der betroffenen Personen unter weiteren Kontaktdaten auch Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse der Patienten sowie das Abstrichdatum angegeben werden.

Die Gesundheitsämter müssen nach Bekanntwerden eines positiven SARS-CoV-2-Testergebnisses unverzüglich mit den Betreffenden Kontakt aufnehmen, um über die notwendigen Isolationsmaßnahmen zu informieren und die engeren Kontaktpersonen für weitere Maßnahmen (Quarantäne) zu erreichen. Dafür benötigen sie unbedingt diese Kontaktdaten wie Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse sowie das genaue Abstrichdatum.

Dies erleichtert und beschleunigt die Kontaktaufnahme und erübrigt obendrein Nachfragen beim meldenden Arzt. Die Herausgabe dieser Daten ist also durch das Infektionsschutzgesetz legitimiert und gewollt und unterliegt nicht dem Datenschutz.

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