Sie befinden sich hier: Startseite » Aktuell » Corona-Virus » Absonderung und Meldepflicht

Regelungen zur Absonderung, Arbeitsunfähigkeit und Meldepflicht von positiv- getesteten Personen für Arztpraxen und Testzentren

Allgemeine Informationen


Das Sächsische Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt informierte, dass bei einem Verdacht auf Covid-19 oder nach einem positiven Antigen- Schnelltest (PoC-Test) zukünftig der behandelnde Arzt verpflichtet ist, die Patienten auf eine Absonderung (Quarantäne) hinzuweisen.

Der Hinweis durch den Arzt ist für nachfolgenden zwei Fälle vorgesehen:

  1. Verdachtsfall: Ein Verdachtsfall besteht aufgrund typischer Symptome oder eigener positiven Testung (Laientest). Bei symptomatischen Patienten kann der Arzt eine Krankschreibung ausstellen. Zudem ist das Muster 1 auszuhändigen.
  2. Positives Testergebnis: Es wird ein Antigen- Schnelltest (PoC-Test) durchgeführt. Unabhängig vom Ergebnis des Antigen-Schnelltests muss das Muster 2 ausgefüllt und dem Patienten übergeben werden. Bei positivem Antigen-Schnelltest muss zusätzlich das Muster 3 ausgegeben werden. Der Patient kann die Dokumente zur Vorlage beim Arbeitgeber verwenden. Der positive Antigen-Test gilt als aktiver Fall und muss an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Für die Meldung an das jeweilige Gesundheitsamt steht dem Arzt das Muster 4 „Meldeformular“ zur Verfügung.

Damit ein valides Bild über das Infektionsgeschehen bestehen bleibt, ist es notwendig, dass nach einem positiven Antigen-Test die bestätigende Diagnostik mittels PCR-Test erfolgt. Der PCR-Test sollte unmittelbar nach dem positiven Antigentest durchgeführt werden. Die Meldung an das Gesundheitsamt bei positivem PCR-Ergebnis wird durch das Labor übernommen.

Das PCR-Testergebnis hat folgende Auswirkungen auf die Absonderung (gilt für Variante 1 und 2):

  • PCR-Test negativ: Absonderung ist sofort aufgehoben (nach positivem PoC-Test ist eine Information an das Gesundheitsamt durch den Patienten zwingend notwendig)
  • PCR-Test positiv: Absonderung endet 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers (Test) bzw. Symptombeginn

Das Gesundheitsamt kann abweichende Regelungen der Quarantäne bestimmen.

Musterdokumente zum Download:

Muster 1: Hinweis zur Pflicht der Absonderung: Information für PERSONEN MIT VERDACHT AUF EINE INFEKTION mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2

Muster 2: Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2 Virus

Muster 3: Hinweis zur Pflicht der Absonderung: Information für PERSONEN MIT POSITIVEM TESTERGEBNIS (Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2)

Muster 4: Meldeformular

Information des SMS:

Information für testende Stellen zur Falldefinition SARS-CoV-2 und zu den Pflichten zur Absonderung

Informationen zur aktualisierten Allgemeinverfügung zur Absonderung für Stellen, die PCR- bzw. Antigenschnelltests durchführen

Nach oben

Absonderung vs. Arbeitsunfähigkeit bei bestehender Corona-Infektion


Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt bittet aus gegebenem Anlass um Beachtung des folgenden Hinweises:

Die Einschätzung, ob im Zusammenhang mit einer aktuellen Covid-19-Infektion eine Arbeitsunfähigkeit besteht und bescheinigt werden muss, ist durch den Vertragsarzt ausschließlich anhand vorliegender Krankheitssymptome und damit unabhängig von einer Absonderung zu treffen. Das Arbeiten im Home-Office ist trotz Covid-19-Inektion bei fehlenden oder nur leichten Krankheitssymptomen durchaus möglich.

Eine Covid-19-Infektion ist damit nicht gleichzusetzen mit bestehender Arbeitsunfähigkeit.

Nach oben

Meldung an das Gesundheitsamt

Das Bundesgesundheitsministerium hat per Eilverordnung eine ab dem 1. Februar 2020 geltende Meldepflicht  zum Corona-Virus erlassen.

Die neue namentliche Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt umfasst den Verdacht, die Erkrankung sowie den Tod in Bezug auf eine Corona-Virus-Infektion. Sie gilt auch dann noch, wenn die Meldung bereits erfolgt war oder wenn ein Verdacht ausgeschlossen werden konnte.

Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie unter:

https://tools.rki.de/PLZTool/  

Nach oben

Wichtige Angaben bei der Arztmeldung gemäß Infektionsschutzgesetz

Um die Arbeitsabläufe bei der Ermittlung SARS-CoV-2-positiver Fälle in den Gesundheitsämtern effizient zu gestalten, werden die behandelnden Ärzte bzw. Abstrichzentren dringend um folgende vollständige Angaben gebeten:

  • Bereits auf den Laboreinsendescheinen bzw. spätestens auf den Meldebögen sollen neben Name, Anschrift und Geburtsdatum der betroffenen Personen unter weiteren Kontaktdaten auch Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse der Patienten sowie das Abstrichdatum angegeben werden.

Die Gesundheitsämter müssen nach Bekanntwerden eines positiven SARS-CoV-2-Testergebnisses unverzüglich mit den Betreffenden Kontakt aufnehmen, um über die notwendigen Isolationsmaßnahmen zu informieren und die engeren Kontaktpersonen für weitere Maßnahmen (Quarantäne) zu erreichen. Dafür benötigen sie unbedingt diese Kontaktdaten wie Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse sowie das genaue Abstrichdatum.

Dies erleichtert und beschleunigt die Kontaktaufnahme und erübrigt obendrein Nachfragen beim meldenden Arzt. Die Herausgabe dieser Daten ist also durch das Infektionsschutzgesetz legitimiert und gewollt und unterliegt nicht dem Datenschutz.

Nach oben