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Abrechnung und Kennzeichnung

ICD-Verschlüsselung

Für die Kodierung der Corona-Virus-Krankheit gibt es den Diagnoseschlüssel U07.1! für Fälle bei denen das Corona-Virus labordiagnostisch nachgewiesen wurde und neu ab 1. April 2020 den Diagnoseschlüssel U07.2! für Verdachtsfälle, bei denen klinisch epidemiologisch eine Erkrankung mit dem Corona-Virus nach der Falldefinition des Robert-Koch-Institutes (RKI) diagnostiziert wurde, aber nicht mit einem Labortest nachgewiesen wurde.


Keine Kodierung des Ausrufezeichen (!)


Bei beiden Kodes handelt es sich nach der ICD-10-GM um Zusatzkodes, also sogenannte
Ausrufezeichenkodes (!). Damit ist geregelt, dass diese Kodes eine ergänzende Information enthalten und mit mindestens einem weiteren Kode kombiniert werden müssen.

Das Ausrufezeichen gehört zur Bezeichnung des Kodes, es wird aber bei der Kodierung nicht angegeben (also U07.1 statt U07.1! und U07.2 statt U07.2!)


Nur Zusatzkennzeichen „G“

Beide Kodes werden ab 1. April 2020
ausschließlich mit dem Zusatzkennzeichen „G“ (gesichert) für die Diagnosesicherheit versehen. Also Corona-Virus-Erkrankung liegt vor: Virus nachgewiesen U07.1 beziehungsweise Virus nicht nachgewiesen U07.2.

Die beiden Kodes sind nicht zu verwenden, wenn ein Verdacht („V“) besteht, ohne dass die RKI-Kriterien sicher erfüllt sind (z. B. ausschließlich vermuteter Kontakt mit einem Corona-Virus-Infizierten) oder um den Ausschluss („A“) oder den Zustand („Z“) nach einer Corona-Virus-Infektion zu verschlüsseln.


Beispiele für Kodierung ab 1.April 2020

Labornachweis*


Klinisches Bild *

Epidemiologische Bestätigung

ICD-Code


ICD-Codes mit Zusatz für Diag-nosesicherheit
positives Testergebnis liegt vornicht vorhandennicht relevantZ22.8 plus U07.1Z22.8 G
plus U07.1 G

positives Testergebnis liegt vor

vorhanden

nicht relevant

Kode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus U07.1


Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus U07.1 G

positives Testergebnis liegt nicht vor **vorhanden unspezifisch oder spezifischpositivKode für die Manifestation, z.B. J12.8,
plus Z20.8
plus U07.2
Kode für die Manifestation, z.B. J12.8 G,
plus Z20.8 G
plus U07.2 G

positives Testergebnis liegt nicht vor **

vorhanden

negativ

Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8, bei Vorliegen einer Viruspneumonie

Kode für die Symptomatik oder Erkrankung, z.B. J12.8 G, bei Vorliegen einer Viruspneumonie

 

* gemäß den Kriterien des RKI www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

** gilt auch bei nicht durchgeführtem Labortest


Praxisverwaltungssystem


Die Kodes können erst dann in der Praxissoftware kodiert werden, wenn dort die entsprechend angepasste Version der ICD-10-GM hinterlegt ist. Die KBV hat diese zur Verfügung gestellt. Sollte die Kodierung nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an Ihren PVS-Hersteller.


Weitere Informationen:


KBV

bzw. auf der Themenseite der KBV zum

Corona-Virus unter den Hinweisen zur Abrechnung

DIMDI
https://www.dimdi.de/dynamic/de/das-dimdi/aktuelles/meldung/icd-10-gm-2020-neue-kodierfrage-zu-covid-19-veroeffentlicht/

https://www.dimdi.de/dynamic/de/klassifikationen/kodierfrage/gm-1018/

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Kennzeichnung - Ziffer 88240


Für die ambulante medizinische Versorgung von Corona-Virus-Patienten wird nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusätzliches Geld bereitgestellt. Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlich sind, werden seit 1. Februar 2020 in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit COVID-19 (Corona-Virus SARS-CoV-2) nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Kennnummer 32006 angeben.

Ab dem 1. April 2020 gibt es ein neues Verfahren für die Kennzeichnung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Kennzeichnung erfolgt wie bisher mit der Ziffer 88240.

Die fallbezogene Kennzeichnung wird jedoch durch eine tageweise Kennzeichnung ersetzt.

Die Ziffer 88240 ist vom behandelnden Arzt an allen Tagen zu dokumentieren, an denen eine Behandlung aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Corona-Virus erfolgt.

Sofern ein Patient aus oben genannten Gründen an einem Tag von Ärzten aus unterschiedlichen Arztgruppen behandelt wird, muss mindestens ein Arzt aus den betroffenen Arztgruppen den Tag mit der Ziffer 88240 kennzeichnen.

Folgende Leistungen werden extrabudgetär vergütet:

  • alle Leistungen, die der Arzt und gegebenenfalls Kollegen seiner Arztgruppe, am Tag der Dokumentation der Ziffer 88240 abrechnen

sowie

  • die in diesem Quartal von dieser Arztgruppe abgerechneten
  • Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen
  • Zusatzpauschalen für Pneumologie (GOP 04530 und 13650)
  • Zusatzpauschalen fachinternistische Behandlung (GOP 13250).

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Labordiagnostischen Abklärung - GOP 32816


Der Bewertungsausschuss hat eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 zur Abklärung eines „begründeten Verdachtsfall“ oder „Fall unter differenzialdiagnostischer Abklärung“ auf eine Infektion mit Corona-Virus in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin sowie Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie aufgenommen.

GOP 32816: „Nukleinsäurenachweis des Corona-Virus SARS-CoV - bewertet mit 59,00 €

Obligater Leistungsinhalt:
Untersuchung von Material der oberen Atemwege (Oropharynx-Abstrich und/oder Nasopharynx-Abstrich (-Spülung oder -Aspirat)

Fakultativer Leistungsinhalt:
Untersuchung von Material der tiefen Atemwege (Bronchoalveoläre Lavage, Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert) und/oder Trachealsekret)

Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Die Befundmitteilung sollte im Regelfall innerhalb von 24 Stunden nach Materialeinsendung erfolgen.

Sie ist nur von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie berechnungsfähig.

Die Untersuchungsindikation sollte unter Berücksichtigung der Kriterien des RKI nach ärztlichem Ermessen gestellt werden.

Die Berechnung der Gebührenordnungsposition 32816 setzt die Teilnahme an Maßnahmen der externen Qualitätssicherung voraus

Beschlüsse des Bewertungsausschuss zum Corona-Virus

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Portokosten


Der Bewertungsausschuss hat die Abrechnung des postalischen Versands von Folge-Arzneimittelverordnungen, Überweisungsscheinen und anderen Verordnungen ermöglicht. Dies gilt vorerst zeitlich befristet bis zum 30. Juni 2020.

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes (Telefon, Videosprechstunde) Folge-Verordnungen von Arznei- und Verbandmitteln sowie Hilfsmitteln (mit Ausnahme von Sehhilfen und Hörhilfen), Verordnungen einer Krankenbeförderung nach Muster 4, Überweisungen nach Muster 6 und 10 und Folgeverordnungen nach den Mustern 12, 13, 14 und 18 ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass der Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen (01.10.2018 bis 31.03.2020) mindestens einmal in der Arztpraxis persönlich vorstellig war. Die Vorlage der eGK ist nicht erforderlich. Die Versichertendaten können aus der Patientenkartei übernommen werden.

Für den Versand kann die Kostenpauschale 40122 abgerechnet werden.

Die in den Allgemeinen Bestimmungen 7.1 EBM getroffene Regelung, dass Versand- und Transportkosten grundsätzlich in den Gebührenordnungspositionen enthalten sind, wird übergangsweise ausgesetzt.

Da die Regelungen in der ersten Anmerkung zur GOP 01430 (Verwaltungskomplex) und in der dritten Anmerkung zur GOP 01435 (Haus-/Fachärztliche Bereitschaftspauschale) eine Nebeneinanderberechnung anderer Gebührenordnungspositionen ausschließen, wird übergangsweise dieser Ausschluss bezüglich der GOP 40122 in Kombination mit der GOP 01430/01435 ausgesetzt.

Zudem hat der Bewertungsausschuss klargestellt, dass für die Ausstellung der oben genannten Verordnungen/Überweisungen nach einem telefonischen Arzt-Patienten-Kontakt – sofern im Arztfall keine Grund- oder Versichertenpauschale berechnet werden kann – die GOP 01435 des EBM berechnungsfähig ist.

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Telefonische Konsultation


Die Möglichkeiten zur ärztlichen und psychotherapeutischen Konsultation per Telefon während der Corona-Pandemie wurden für alle Fachgruppen ausgeweitet. Psychotherapeuten und Ärzte können ihre Patienten, die nicht in die Praxis kommen können, öfter und länger telefonisch betreuen. Die KBV hat dazu mit den Krankenkassen einen Beschluss gefasst, der vorerst befristet vom 1. April bis 30. Juni 2020 gilt.

Mit dem Beschluss können Ärzte und Psychotherapeuten Telefonkonsultationen von bis zu drei Stunden und 20 Minuten pro Patient abrechnen – zusätzlich zu der Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 für die telefonische Beratung.

Je nach Fachgruppe steht dabei ein unterschiedlich hohes Gesprächskontingent pro Patient per Telefon zur Verfügung.

Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, FÄ für Neurologie, FÄ für Nervenheilkunde, FÄ für Neurologie und Psychiatrie, FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, FÄ für Neurochirurgie, FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, FÄ für Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie können einen Patienten bis zu 200 Minuten im Quartal per Telefon - zusätzlich zur telefonischen Beratung nach der GOP 01435 oder zusätzlich zur Betreuung in der Praxis bzw. Videosprechstunde - betreuen.

Hausärzte, Kinder-und Jugendärzte, Schmerztherapeuten können einen Patienten bis zu 30 Minuten im Quartal per Telefon - zusätzlich zur telefonischen Betreuung nach der GOP 01435 oder zusätzlich zur Betreuung des Patienten in der Praxis bzw. Videosprechstunde – betreuen.

Die entsprechende neue Gebührenordnungsposition fällt unter die Budgetregelung für die Gesprächsleistungen im haus- bzw. kinderärztlichen Bereich. Dies gilt nicht bei einer ausschließlich telefonischen Betreuung des Patienten.

Gynäkologen, HNO-Ärzte, Dermatologen, fachärztliche Internisten, Orthopäden, FÄ für Sprach-, Stimm-, und kindliche Hörstörungen, Urologen können einen Patienten bis zu 25 Minuten im Quartal per Telefon - zusätzlich zur telefonischen Beratung nach der GOP 01435 (wenn kein persönlicher Art-Patienten-Kontakt in dem Quartal stattfindet) – betreuen.

Anästhesisten, Augenärzte, Chirurgen, Humangenetiker, Laborärzte, FÄ für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Nuklearmediziner, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, FÄ für Physikalische und Rehabilitative Medizin können einen Patienten bis zu zehn Minuten im Quartal per Telefon - zusätzlich zur telefonischen Beratung nach der GOP 01435 (wenn kein persönlicher Art-Patienten-Kontakt in dem Quartal stattfindet) – betreuen.

Neue Gebührenordnungspositionen
Die Abrechnung erfolgt, je nach Fachgruppe mit den neuen GOPen 01433 oder 01434.

  • GOP 01433 - Zuschlag im Zusammenhang mit der Gebührenordnungsposition 01435 oder der Grundpauschale für die telefonische Beratung durch einen Arzt gemäß Nr. 1 der Präambel 14.1, 16.1, 21.1, 22.1 und 23.1
  • GOP 01434 - Zuschlag im Zusammenhang mit der Gebührenordnungsposition 01435 oder der Versichertenpauschale nach den Gebührenordnungspositionen 03000 und 04000 oder der Grundpauschale nach der Gebührenordnungsposition 30700 für die telefonische Beratung durch einen Arzt

Die Einzelheiten zur Abrechnung der Konsultation per Telefon sind in den nachfolgend zum Download bereitgestellten Praxisinformationen der KBV zusammengefasst.

Nur bei bekannten Patienten:
Die neue Telefonkonsultation ist nur bei bekannten Patienten möglich. Als „bekannt“ gilt ein Patient, wenn er in den zurückliegenden sechs Quartalen wenigstens einmal in der Praxis war.

Kein Einlesen der Versichertenkarte:
Finden in dem Quartal ausschließlich telefonische Konsultationen statt, muss die elektroni-sche Gesundheitskarte nicht eingelesen werden. In diesem Fall übernimmt die Praxis die Versichertendaten für die Abrechnung aus der Akte des Patienten.

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Elektronische Gesundheitskarte


Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. Dabei steht auch die Frage nach dem Einlesen der Versichertenkarte. Hierzu haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband auf bis zum 30. Juni 2020 befristete Regelungen verständigt.

Gemäß der Vereinbarung muss für die telefonische Konsultation sowie für Folgerezepte nach telefonischer Anamnese, Überweisungen und Folgeverordnungen keine elektronische Gesundheitskarte (eGK) vorgelegt werden, wenn der Patient in den zurückliegenden sechs Quartalen (1. Oktober 2018 bis 31. März 2020) mindestens einmal in der Praxis war. In diesen Fällen übernimmt die Praxis die Versichertendaten aus der Patientenakte.

Die Regelung gilt auch für Videosprechstunden und die telefonische Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU nur noch bis 31. Mai 2020). Hier gibt es außerdem die Möglichkeit auch der Praxis unbekannte Patientinnen und Patienten zu behandeln. Patienten übermitteln ihre Versichertendaten in diesem Fall per Telefon oder Video an die Praxis.

In welchen Fällen das Einlesen der eGK nicht erforderlich ist und wie die Praxis die Daten alternativ erfassen kann, hat die KBV in der nachfolgend zum Download bereitgestellten Praxisinformation zusammengefasst.

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Antikörpertest


Nach jetzigem Kenntnisstand gibt es keinen Corona-Antikörpertest, welcher als solcher über die GKV abgerechnet werden kann. Ein entsprechender Beschluss zur Antikörpertestung konnte noch nicht gefasst werden.

Nach Auffassung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung können allerdings serologische Untersuchungen zum indirekten Erregernachweis mittels Antikörpertestung bis auf weiteres mit der GOP 32641 als zutreffende „Ähnliche Untersuchung“ in Verbindung mit der Kennziffer 88240 abgerechnet werden.

Diese können ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt für einen indirekten Erregernachweis mittels Serokonversion oder Titeranstieg indiziert sein. Insbesondere bei milden Verläufen kann ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt der direkte Erregernachweis mittels Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren wie der RT-PCR negativ sein. In dieser Konstellation ist der indirekte Erregernachweis eine Alternative.

Hierfür ist die Feststellung einer Serokonversion/eines Titeranstiegs in zwei Blutproben im Abstand von 7 bis 14 Tagen erforderlich. Die zweite Probe sollte nicht vor der dritten Woche nach Symptomeintritt entnommen werden, da späte Serokonversionen beschrieben sind. Unabhängig davon spielen Antikörpernachweise für die Diagnostik in der ersten Woche keine Rolle, da zwischen Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit spezifischer Antikörper 7 oder mehr Tage vergehen. IgA- und IgM-Antikörper Bestimmungen weisen eine deutlich niedrigere Spezifität auf und sollten deswegen nicht durchgeführt werden.

Eine Antikörpertestung ohne direkten zeitnahen Bezug zu einer klinischen COVID-19 Symptomatik sollte nicht durchgeführt werden. Deren Spezifität ist bei der niedrigen Prävalenz von COVID-19 nicht ausreichend. Aussagen, ob Immunität besteht, sind deswegen nicht möglich. Eine diesbezügliche Fragestellung ist derzeit nach Einschätzung der KBV keine vertragsärztliche Leistung und darf deswegen nicht veranlasst werden. Dies ist bei der Indikationsstellung durch den Veranlasser zu beachten.

Abrechnung

Der veranlassende Arzt und der Laborarzt müssen die Leistungen am Behandlungstag mit der Ziffer 88240 kennzeichnen. Der Antikörpertest selbst ist als ähnliche Untersuchung mit der GOP 32641 unter Angabe der Antikörperspezifität und der medizinischen Notwendigkeit berechnungsfähig. Die Ärzte, die Antikörperbestimmungen durchführen, sollten freiwillig an Maßnahmen zur externen Qualitätssicherung teilnehmen. Schnellteste sind nicht berechnungsfähig.

Meldung an das Gesundheitsamt

Der positive Befund der serologischen Testung gilt als indirekter Erregernachweis und muss namentlich vom veranlassenden Arzt und auch vom Laborarzt dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

GKV-/Privat-Abrechnung bei Covid-19-Tests


Der COVID-19 Test kann entsprechend der RKI-Vorgaben über die Krankenkasse abgerechnet werden, bei:

  1. Erkältungssymptomen und einem Kontakt mit einer COVID-19-infizierten Person 14 Tage vor Erkrankungsbeginn,
  2. Hinweisen auf eine virale Pneumonie und einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtungen,
  3. Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose auch ohne Kontakt mit einer mit COVID-19 infizierten Person,
  4. Erkältungssymptomen auch ohne Kontakt mit einer mit COVID-19 infizierten Person, vorrangig wenn der Patient einer Risikogruppe angehört, er in einer Arztpraxis, einer Klinik oder einer Pflegeeinrichtung arbeitet, aber auch ohne bekannte Risikofaktoren.

Sollten die genannten Szenarien nicht zutreffen, dann muss der Test privat abgerechnet werden.

Hinweise zur Testung von Patienten auf Corona ohne Indikation gemäß RKI

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