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Corona-Virus – Abrechnung Leistungen symptomatischer Patienten


Im Nachfolgenden möchten wir kurz darüber informieren, wie die Abrechnung von Leistungen der Behandlung von Patienten mit Corona-spezifischen Symptomen erfolgen kann.

Symptomatische Patienten (Abrechnung nach EBM)

Bei symptomatischen Patienten ist für die Abklärung eines Corona-Virus-Verdachtsfalles entsprechend dem RKI-Flussschema zu handeln.

In diesem Fall ist eine kurative Abrechnung durchzuführen, d.h., neben der entsprechenden Versicherten- bzw. Grund- oder Konsiliarpauschale sind alle im Rahmen der Behandlung erbrachten Leistungen gemäß EBM berechnungsfähig. Da der Bewertungsausschuss die Sonderregelung zur zusätzlichen Vergütung von Abstrich-Leistungen nicht über den 31. März 2022 verlängert hat, sind ab 1. April 2022 die Gebührenordnungspositionen 02402 und 02403 nicht mehr gesondert abrechnungsfähig.

Bitte beachten sie, dass für Patienten, die aufgrund einer Corona-Infektion oder eines begründeten Verdachts auf eine Corona-Infektion behandelt werden, die entsprechenden Behandlungstage durch die Abrechnungsziffer 88240 zu kennzeichnen sind. Wird der Patient aufgrund einer Corona-Infektion oder eines begründeten Verdachts auf eine Corona-Infektion in fachübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften von Ärzten unterschiedlicher Fachgruppen behandelt, muss mindestens ein Arzt aus der betroffenen Fachgruppe den Behandlungstag mit der Ziffer 88240 kennzeichnen.

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Förderung ausgewählter Leistungen bei Behandlung coronapositiver Patienten (HVM) – bis 15. März 2022

Die Regelungen im Rahmen des im Zuge der Corona-Pandemie erlassenen sogenannten Not-HVM treten bis auf Ausnahmen außer Kraft.

Folgende Vorschriften in der Fassung des HVM vom 19. Mai 2021 gelten vom 1. Januar 2022 bis 15. März 2022:

  • § 11b - Förderung der Honorierung telefonischer Gesprächsleistungen für coronapositive Patienten,
  • § 11d - Förderung der Honorierung von Hausbesuchsleistungen bei coronapositiven Patienten,
  • § 11f - Förderung für Vertragsärzte von Probeentnahmen nach EBM für Covid-19-PCR-Tests.

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Kodierung nach ICD-10-GM
  • Kode für klinische Manifestation z. B. J06.9 G
  • U99.0 G (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2) für die Veranlassung des Tests

zusätzlich in Abhängigkeit vom Testergebnis:

  • U07.1 G (Virus durch Labortest nachgewiesen)
  • U07.2 G (COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber durch Labortest nicht nachgewiesen)

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Veranlassung der Laboruntersuchung
  • Muster 10 C für die Veranlassung von SARS-CoV-2-Testungen mittels Nukleinsäurenachweis oder Labor-Antigen-Schnelltest
  • Auftrag "Diagnostische Abklärung" ankreuzen
  • Muster 10C darf aufgrund des individuellen QR-Codes nicht kopiert werden.
  • Zusätzlich sind besondere Risikomerkmale und die Telefonnummer, sofern vorhanden Handynummer, des Getesteten im Hinblick auf die Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz zur Nachverfolgung erforderlich.
  • Der Versicherte kann sein Einverständnis zur Übersendung des Testergebnisses durch das Labor an den Corona-App-Server erteilen, um das Testergebnis über die App abfragen zu können. Die Hinweise zum Datenschutz sind dem Versicherten durch Aushändigung des unteren Vordruckteils zu übergeben.

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