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Corona-Virus – Abrechnung Leistungen symptomatischer Patienten


Im Nachfolgenden möchten wir kurz darüber informieren, wie die Abrechnung von Leistungen der Behandlung von Patienten mit Corona-spezifischen Symptomen erfolgen kann.

Symptomatische Patienten (Abrechnung nach EBM)

Bei symptomatischen Patienten ist für die Abklärung eines Corona-Virus-Verdachtsfalles entsprechend dem RKI-Flussschema zu handeln.

In diesem Fall ist eine kurative Abrechnung durchzuführen, d.h., neben der entsprechenden Versicherten- bzw. Grund- oder Konsiliarpauschale sind alle im Rahmen der Behandlung erbrachten Leistungen gemäß EBM berechnungsfähig.

Für den Abstrich ist zusätzlich die Gebührenordnungsposition (GOP) 02402 EBM je durchgeführten Abstrich berechnungsfähig. Die GOP ist höchstens viermal im Behandlungsfall berechnungsfähig. Sofern ausschließlich ein Abstrich durchgeführt wird und keine Versicherten- bzw. Grund- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wird, ist als Zuschlag zur GOP 02402 die GOP 02403 berechnungsfähig.

Bitte beachten sie, dass für Patienten, die aufgrund einer Corona-Infektion oder eines begründeten Verdachts auf eine Corona-Infektion behandelt werden, die entsprechenden Behandlungstage durch die Abrechnungsziffer 88240 zu kennzeichnen sind. Wird der Patient aufgrund einer Corona-Infektion oder eines begründeten Verdachts auf eine Corona-Infektion in fachübergreifenden Berufsausübungsgemeinschaften von Ärzten unterschiedlicher Fachgruppen behandelt, muss mindestens ein Arzt aus der betroffenen Fachgruppe den Behandlungstag mit der Ziffer 88240 kennzeichnen.

Beispiel: 40-jähriger Symptomatischer Patient mit begründetem Verdacht auf Corona-Infektion bei Hausarzt

Erster Arzt-Patienten-Kontakt

  • Versichertenpauschale (GOP 03003)
  • Abstrich (GOP 02402)
  • Kennzeichnung (GOP 88240)
  • Förderung für Abstrich wird durch KV Sachsen zusätzlich vergütet

Zweiter Arzt-Patienten-Kontakt (Patient mit positivem Testergebnis)

  • Abstrich (GOP 02402)
  • Kennzeichnung (GOP 88240)
  • Förderung für Abstrich wird durch KV Sachsen zusätzlich vergütet

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Förderung ausgewählter Leistungen bei Behandlung coronapositiver Patienten (HVM)


Die Regelungen im Rahmen des im Zuge der Corona-Pandemie erlassenen sogenannten Not-HVM treten bis auf Ausnahmen außer Kraft. Es entfällt insbesondere die Finanzierung von Ausgleichshonoraren.

Je nach Stand der pandemischen Lage kann der Vorstand der KV Sachsen die verbliebenen Förderungen monatsweise maximal bis zum 31. März 2022 verlängern.

Folgende Vorschriften in der Fassung des HVM vom 19. Mai 2021 gelten vom 1. Januar 2022 bis 31. Januar 2022 unter Beachtung der angegeben Maßgaben weiter:

  • § 11b - Förderung der Honorierung telefonischer Gesprächsleistungen für coronapositive Patienten,
  • § 11d - Förderung der Honorierung von Hausbesuchsleistungen bei coronapositiven Patienten,
  • § 11f - Förderung für Vertragsärzte von Probeentnahmen nach EBM für Covid-19-PCR-Tests.

Förderung von Telefonaten mit coronapositiven Patienten (Diagnose U07.1 G)

In Behandlungsfällen mit ausschließlich telefonischem Arzt-Patienten-Kontakt kann beim ersten Kontakt die GOP 01435 EBM angesetzt werden und ab dem zweiten Kontakt die Nr. 99435 unter Angabe des Datums des positiven Corona-Tests (Datum der Probenentnahme) im Begründungsfeld (FK 5025).

In Behandlungsfällen mit persönlichem Arzt-Patienten-Kontakt kann bei weiteren telefonischen Kontakten die Nr. 99435 angesetzt werden. Beim ersten Ansatz der Nr. 99435 ist im Begründungsfeld das Datum des positiven Corona-Tests (Datum der Probenentnahme) im Begründungsfeld (FK 5025) anzugeben.

Die Nr. 99435 ist bis zu zweimal am Tag berechnungsfähig, maximal bis 14 Tage nach dem Datum des positiven Tests. Sie hat einen Wert von 10,00 EURO.

Förderung von Hausbesuchen bei coronapositiven Patienten (Diagnose U07.1 G)

Hausbesuche bei coronapositiven Patienten werden durch Nr. 99437, für maximal fünf Hausbesuche, gefördert. Das Datum des positiven Corona-Tests ist im Begründungsfeld zur Nr. 99437 anzugeben (FK 5025).

Die Nr. 99437 hat einen Wert von 20,00 EURO.

Förderungen von Probenentnahmen für Covid-19-Tests (nach EBM)

Für die Probenentnahme durch Vertragsärzte zur Testung auf eine beta-Coronavirus SARS-CoV-2 Infektion erfolgt ab dem 01.04.2021 bei Abrechnung der GOP 02402 eine Förderung in Höhe von 15 EURO pro Abstrich. Die Förderung (Nr. 99438) muss nicht angesetzt werden, sie wird durch die KV Sachsen automatisch vergütet.

Am rechten Seitenrand sind die Förderungen nochmal in einer Download-Übersicht zusammengefasst.

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Kodierung nach ICD-10-GM
  • Kode für klinische Manifestation z. B. J06.9 G
  • U99.0 G (Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2) für die Veranlassung des Tests

zusätzlich in Abhängigkeit vom Testergebnis:

  • U07.1 G (Virus durch Labortest nachgewiesen)
  • U07.2 G (COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt, aber durch Labortest nicht nachgewiesen)

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Veranlassung der Laboruntersuchung
  • Muster 10 C für die Veranlassung von SARS-CoV-2-Testungen mittels Nukleinsäurenachweis oder Labor-Antigen-Schnelltest
  • Auftrag "Diagnostische Abklärung" ankreuzen
  • Muster 10C darf aufgrund des individuellen QR-Codes nicht kopiert werden.
  • Zusätzlich sind besondere Risikomerkmale und die Telefonnummer des Getesteten im Hinblick auf die Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz zur Nachverfolgung erforderlich.
  • Der Versicherte kann sein Einverständnis zur Übersendung des Testergebnisses durch das Labor an den Corona-App-Server erteilen, um das Testergebnis über die App abfragen zu können. Die Hinweise zum Datenschutz sind dem Versicherten durch Aushändigung des unteren Vordruckteils zu übergeben.

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Ambulante Therapie von Corona-Patienten in Pflegeheimen


Aufgrund der in Sachsen seit November 2021 anhaltend hohen Inzidenz von sachsenweit über 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind die stationären Kapazitäten zunehmend belastet. Aus diesen Gründen verständigten sich die KV Sachsen und die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen die Vereinbarung über die ambulante Therapie von akut an COVID-19 erkrankten Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen mit Wirkung ab dem 01.11.2021 zu reaktiveren und eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 50,00 Euro zu gewähren. Es ist vorgesehen, die zusätzliche Vergütung bis 31.03.2022 zu befristen.

Informationen zur Vereinbarung unter:

Corona-Virus > Handlungsempfehlungen > Handlungsanleitung zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Pflegeheimen

Daneben befindet sich die Vereinbarung sowie deren Anhang 1 am rechten Rand zum Download.

Im Nachfolgenden sind nochmal die wichtigsten Punkte der Vereinbarung aufgeführt.

  • Die Vereinbarung umfasst u. a. die Antikoagulation und Sauerstofftherapie von COVID-Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen nach den Empfehlungen gemäß Anhang 1 der Vereinbarung.
  • Eine Versorgung nach dieser Vereinbarung kann nur erfolgen, wenn durch betroffene Pflegeheime in Regionen mit hohen Inzidenzwerten (§ 1 Abs. 2 der Vereinbarung) eine Anforderung bei der KV Sachsen erfolgt und die KV Sachsen einen die Behandlung übernehmenden Hausarzt vermittelt, sofern das Pflegeheim nicht selbst mit einem ortsansässigen Hausarzt eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen hat.
  • Für Zusatzleistungen nach dieser Vereinbarung gewähren die sächsischen Krankenkassen eine Vergütung in Höhe von 50,00 Euro. Hierfür kann die Pseudo-Ziffer 99140 gemäß den nachfolgenden Regelungen abgerechnet werden.

GOP 99140  - Behandlung und Überwachung eines in einer stationären Pflegeeinrichtung untergebrachten akut an COVID19 erkrankten Patienten

  • als Zuschlag zur GOP 01410, 01413, 01415 berechnungsfähig
  • 1 mal pro Tag, maximal 10 mal pro Krankheitsfall berechnungsfähig

Obligater Leistungsinhalt

  • Antikoagulation
  • Überprüfung der Indikation bzw. Einleitung und Sicherstellung einer Sauerstofftherapie

Fakultativer Leistungsinhalt

Indikationsstellung und Durchführung bzw. Überwachung der folgenden Therapiemaßnahmen:

  • Dexamethason-Gabe
  • Fiebersenkung
  • Analgesie
  • Infusionstherapie
  • Antibiose
  • Atemtherapie
  • Lagerung

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