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Langfristiger Heilmittelbedarf und besonderer Verordnungsbedarf ab Januar 2023 um zusätzliche Diagnosen erweitert

Langfristiger Heilmittelbedarf (LHB)

Die Diagnoseliste für den langfristigen Heilmittelbedarf wird zum 1. Januar 2023 um mehrere Indikationen erweitert. Schwere neuromuskuläre Erkrankungen, Chromosomenanomalien sowie Mehrfachamputationen an Armen und Beinen sind hinzugefügt worden und gelten ab 2023 als langfristiger Heilmittelbedarf in der Versorgung der Patienten. Verordnungen im Rahmen des langfristigen Heilmittelbedarfs unterliegen nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung.

Besondere Verordnungsbedarfe (BVB)

Weiter ist zum 1. Januar 2023 eine überarbeitete Liste über die besonderen Verordnungsbedarfe wirksam. Neu aufgenommen worden sind Erkrankungen im Zusammenhang mit der außerklinischen Intensivpflege (Beatmungsentwöhnung).

Darüber hinaus wurde der Verlust von oberen und unteren Extremitäten näher spezifiziert. Die bisherige unspezifische ICD-10-Kodierung Z89.- wird ersetzt durch ausgewählte endstellige ICD-10-Kodierungen, wodurch der Extremitätenverlust eines oder mehrerer Finger (Z89.0), der Verlust des Fußes und des Knöchels (Z89.4) sowie der nicht näher bezeichnete Extremitätenverlust (Z89.9) nicht mehr unter die besonderen Verordnungsbedarfe fallen. Die Kosten für diese Verordnungen werden bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen aus dem Verordnungsvolumen des Vertragsarztes herausgerechnet.

Die KV Sachsen stellt als Service eine Liste mit allen Diagnosen bereit.
Die neu aufgenommenen Diagnosen sind in der Gesamtübersicht gelb gekennzeichnet.

Gesamtübersicht Praxisbesonderheiten Heilmittel ab 1. Januar 2023

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Abt. Verordnungs- und Prüfwesen Ihrer Bezirksgeschäftsstelle gern zur Verfügung.


                                             Verordnung- und Prüfwesen/mau