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Heilmittel- und Richtgrößenvereinbarung bis 31. März 2023 – Bewertung der Preisentwicklung noch offen

Die KV Sachsen hat im gegenseitigen Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen in Sachsen (LVSK) derzeit vereinbart, die Heilmittelvereinbarung sowie die Richtgrößenvereinbarung für den Bereich der Heilmittel für das Jahr 2022 bis zum 31. März 2023 fortzuführen. Grund für diese Vorgehensweise bildet der noch nicht ausgewiesene Anpassungsfaktor 2 (Preisentwicklung).

Mit der Einführung bundeseinheitlicher Heilmittelpreise wird seit dem vergangenen Jahr der Faktor „Preisentwicklung“, als Basis für die regionalen Heilmittelvereinbarungen ebenfalls auf der Bundebene vereinbart. Da die Vergütungsverhandlungen (nach § 125 SGB V) mit Wirkung für 2022 und 2023 zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Verbänden der Heilmittelerbringer im Bereich Physiotherapie erst kürzlich und im Bereich Ergotherapie noch nicht abgeschlossen wurden, war eine Einigung über diesen Anpassungsfaktor noch nicht möglich.

KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, dass die Preisentwicklung im Rahmen einer unterjährig zu schließenden Änderungsvereinbarung rückwirkend berücksichtigt werden soll, sobald diese Verträge vorliegen. Außerdem konnte analog zum Vorjahr vereinbart werden, dass im Falle von Wirtschaftlichkeitsprüfungen die Prüfgegenstände auf Grundlage der zum Zeitpunkt der Verordnung geltenden Preise bemessen werden. Die KV Sachsen und die LVSK werden unmittelbar nach den Entscheidungen auf Bundesebene die Verhandlungen aufnehmen und die Heilmittelvereinbarung für das Jahr 2023 schließen und dabei die endgültigen Richtgrößen für 2023 vereinbaren.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Abt. Verordnungs- und Prüfwesen Ihrer Bezirksgeschäftsstelle gern zur Verfügung.


                                                                                           Verordnung- und Prüfwesen/mau