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Corona: Erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld

Bitte beachten Sie: Der Beschluss von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 5. Januar 2021 kann aufgrund fehlender Rechtsgrundlage noch nicht umgesetzt werden!

In dem Beschluss von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 5. Januar 2021 ist angekündigt, dass der Bund gesetzliche Regelungen zum Anspruch auf „Kinderkrankengeld“ im Jahre 2021 treffen wird. Demnach soll das Kinderkrankengeld (auch) im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt werden. Zudem soll der Anspruch auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Bitte beachten Sie hierzu die Information der KBV:
Für diesen erweiterten Anspruch auf „Kinderkrankengeld“ bei z.B. einer pandemiebedingten Schließung einer Schule gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand bislang keine Rechtsgrundlage. Nach dem Beschluss des Bundes und der Länder vom 5. Januar 2021 muss zunächst seitens des Bundesgesetzgebers ein entsprechender gesetzlicher Rahmen geschaffen werden.

Derzeit stimmt die KBV mit dem GKV-Spitzenverband ab, ob dafür die Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (Formular 21) genutzt werden kann und welche Inhalte notwendig sind.

Sobald hier Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie erneut informieren. Bis dahin bleiben die bisherigen Regelungen gültig und das Formular 21 darf grundsätzlich nur im Erkrankungsfalle des Kindes ausgestellt werden.

Bei Bedarf finden Sie den Bund-Länder-Beschluss hier zum Download: Bund-Länder-Beschluss.

                                                     – Verordnungs- und Prüfwesen/mau –