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Ersatzverfahren bei Kindern ohne eigene elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Ab dem 1. Oktober 2020 ist bei Kindern, bei denen bis zum vollendetem dritten Lebensmonat noch keine eigene elektronische Gesundheitskarte (eGK) vorliegt, das Ersatzverfahren anzuwenden.

Der Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) wurde im § 19 „Elektronische Gesundheitskarte“ um einen neuen Absatz 1a und der § 22 „Inanspruchnahme der Früherkennungsmaßnahmen“ um einen neuen Absatz 2 erweitert.

Damit wird geregelt, dass die Abrechnung über das Ersatzverfahren durchzuführen ist, wenn für einen Patienten bis zum vollendeten 3. Lebensmonat zum Zeitpunkt des Arzt-Patienten-Kontaktes beziehungsweise der Untersuchungen nach den Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern noch keine eGK vorliegt.

Aufgrund der neuen Regelung im § 22 Absatz 2 BMV-Ä wird die bisherige Regelung in der ersten Bestimmung zum Abschnitt 1.7.1 EBM gestrichen.

Bei Kindern bis zum vollendeten 3. Lebensmonat, für die noch keine eGK vorliegt, sind im Ersatzverfahren folgende Daten zu erheben:

  • Bezeichnung der Krankenkasse, bei dem das Kind versichert ist
  • Name und Geburtsdatum des versicherten Kindes,
  • Versichertenart,
  • Postleitzahl des Wohnortes, und
  • nach Möglichkeit die Krankenversichertennummer.

Durch eine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Muster 5) ist von einem Elternteil zu bestätigen, dass das Kind gesetzlich krankenversichert ist Dies gilt nicht im Rahmen der Notfallbehandlung.

Den Beschluss der 513. Sitzung des Bewertungsausschuss (Kinder ohne eGK) finden Sie hier als Download oder auf der Homepage der KBV unter > Service > Rechtsquellen > EBM > Beschlüsse zum EBM. Den aktuellen Bundesmantelvertrag-Ärzte finden Sie ebenfalls auf der Homepage der KBV unter > Service > Rechtsquellen > EBM > Verträge > Bundesmantelvertrag.

                                                                                                   - Abrechnung/eng-silb -