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Informationen zum Coronavirus

Nach Einschätzung der Experten des Robert-Koch-Instituts besteht nur ein geringes Risiko für die Bevölkerung in Deutschland am Coronavirus zu erkranken.

13.02.2020

Erst wenn bestimmte Kriterien vorliegen, hier also von Symptomen einer Atemwegsinfektion (z.B. Husten) UND ein Aufenthalt in einem Risikogebiet in China in den letzten 14 Tagen, dann erfolgt zunächst unter Einhaltung hygienischer Maßnahmen (u.a. Mund-Nase-Schutz) eine körperliche Untersuchung (Quelle: RKI). Erst in den oben beschriebenen Fällen ist eine Laboruntersuchung erforderlich. Hierzu wird zum Beispiel ein Abstrich aus dem Rachenraum genommen. Dabei wird auch auf weitere gängige Atemwegsinfektionen getestet, z.B. auf eine Infektion mit dem Influenzavirus. Derzeit sind wir in Gesprächen mit dem GKV-Spitzenverband, um die Versorgung bei einem begründeten Verdacht auf Coronavirus-Erkrankungen sicherzustellen.

Meldepflicht

Das Bundesgesundheitsministerium hat per Eilverordnung eine ab dem 1. Februar 2020 geltende Meldepflicht über das neue Coronavirus 2019-nCoV erlassen. Die neue namentliche Meldepflicht an das zuständige Gesundheitsamt umfasst den Verdacht, die Erkrankung sowie den Tod in Bezug auf eine 2019-nCoV-Infektion. Sie gilt auch dann noch, wenn die Meldung bereits erfolgt war oder wenn ein Verdacht ausgeschlossen werden konnte. Gemeldet werden müssen und sollen jedoch nur Fälle, die der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts (RKI) entsprechen.

Identifikation von Personen zur weiteren diagnostischen Abklärung

Eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV muss durchgeführt werden bei:

  • Personen mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere und Kontakt mit einem bestätigten Fall mit 2019-nCoV innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • Personen mit erfülltem klinischen Bild und Reise oder Wohnort in einem betroffenen Gebiet (Risikogebiet) innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

Bei diesen Personen muss labordiagnostisch abgeklärt werden, ob eine Infektion vorliegt. Der Befund ist einer der vier Falldefinitionskategorien zuzuordnen: „Bestätigter Fall“, „Wahrscheinli-cher Fall“, „Ungeklärter Fall“ oder „Ausgeschlossener Fall“.

Umgang mit begründeten Verdachtsfällen

  1. Schutzkleidung anlegen: Mund-Nasen-Schutz (mind. FFP2), Schutzkittel, Handschuhe, bei Bedarf Schutzbrille/dem Patienten ist eine FFP2. oder mind. chirurgische Maske anzulegen, wenn dies toleriert wird.
  2. Patienten isolieren: Der Patient muss in einem separaten Raum isoliert werden.
  3. Verdachtsfall namentlich melden: Das örtliche Gesundheitsamt muss unverzüglich über den Verdachtsfall informiert werden.
  4. Diagnostik durchführen: Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt muss im begründeten Verdachtsfall umgehend die Diagnostik zum Ausschluss oder Bestätigung einer Infektion veranlasst werden.

Coronavirus – Neue GOP zur labordiagnostischen Abklärung

Der Bewertungsausschuss hat in der 468. Sitzung mit Wirkung zum 1. Februar 2020 eine neue Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 zur Abklärung eines begründeten Verdachts auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin sowie Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie aufgenommen.

GOPLeistungsbeschreibung    Bewertung
32816Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) mittels RTPCR einschließlich eines Bestätigungstestes bei Reaktivität im Suchtest (Befundmitteilung innerhalb von 24 Stunden nach Mate-rialeinsendung)59 Euro


Obligater Leistungsinhalt

  • Untersuchung von Material der oberen Atemwege (Nasopharynx-Abstrich (-Spülung oder –Aspirat) und/oder Oropharynx-Abstrich)
    oder
  • Untersuchung von Material der tiefen Atemwege (Bronchoalveoläre Lavage, Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert) und/oder Trachealsekret)

Je Material, bis zu zweimal am Behandlungstag

Die Gebührenordnungsposition 32816 ist nur von Fachärzten für Laboratoriumsmedizin oder für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie berechnungsfähig.

Die Gebührenordnungsposition 32816 kann nur für die vom RKI definierten Risikogruppen erbracht und berechnet werden. Die Falldefinition des RKI ist zu beachten.

Kennzeichnung der Fälle

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem 2019-nCoV nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Kennnummer 32006 angeben. Der EBM wurde im Abschnitt 32.1 entsprechend geändert.

Informationen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf seiner Internetpräsentation www.rki.de Informationen für Gesundheitsbehörden und Ärzte zur Verfügung gestellt, die kontinuierlich aktualisiert werden.

                                                                                   - KV Sachsen/Abrechnung/si -