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Optische Kohärenztomographie – ab 01.10.2019 Kassenleistung

30.10.2019

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. Dezember 2018 beschlossen, die optische Kohärenztomographie (OCT) als Untersuchungs- und Behandlungsmethode in die vertragsärztliche Versorgung aufzunehmen. Der Beschluss ist am 23. März 2019 in Kraft getreten.

Seit dem 1. Oktober 2019 können Augenärzte nun die optische Kohärenztomographie (OCT) zur Diagnostik und Therapiesteuerung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration und des Makulaödems bei einer diabetischen Retinopathie als Kassenleistung abrechnen.

Hierzu hat der Bewertungsausschuss in seiner 451. Sitzung vom 17. September 2019 die Aufnahme von neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) in den Abschnitt 6.3 Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) beschlossen.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einen Überblick zu den Änderungen im Abschnitt 6.3 EBM geben.

Neuaufnahme GOP 06336 und 06337 zur Diagnostik gemäß Nr. 29 der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung des Gemeinsamen Bundeausschusses

GOP 06336    Optische Kohärenztomographie zur Diagnostik am rechten Auge
GOP 06337    Optische Kohärenztomographie zur Diagnostik am linken Auge

Abrechnungsbestimmungen zur GOP 06336 und 06337:

  • Jeweils persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich.
  • Jeweils einmal im Behandlungsfall.
  • Jeweils im Zeitraum von 26 Tagen einmal berechnungsfähig.
  • GOP 06336 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06334 und 06338.
  • GOP 06337 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06335 und 06339.


Neuaufnahme GOP 06338 und 06339 zur Therapiesteuerung gemäß Nr. 29 der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung des Gemeinsamen Bundesausschusses

GOP 06338    Optische Kohärenztomographie zur Therapiesteuerung am rechten Auge
GOP 06339    Optische Kohärenztomographie zur Therapiesteuerung am linken Auge


Abrechnungsbestimmungen zur GOP 06338 und 06339:

  • Jeweils persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich.
  • Jeweils einmal am Behandlungstag.
  • Im Zeitraum von 3 Wochen nach intravitrealer Medikamenteneingabe (IVM) in das rechte bzw. linke Auge nicht berechnungsfähig. Das Datum der letzten IVM in das rechte bzw. linke Auge ist in der FK 5034 (OP-Datum) anzugeben.
  • Jeweils im Zeitraum von 26 Tagen einmal berechnungsfähig.
  • Höchstens 6-mal innerhalb von 12 Monaten nach der letzten IVM in das rechte bzw. linke Auge berechnungsfähig.
  • GOP 06338 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06336.
  • GOP 06339 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06337.
  • Sofern bei der Durchführung der GOP 06338 bzw. 06339 bei einem Patienten mehrere Ärzte ggf. praxisübergreifend beteiligt sind, hat der eine GOP abrechnende Arzt sicherzustellen, dass die Untersuchung frühestens 3 Wochen nach IVM in das rechte bzw. linke Auge, höchstens einmal innerhalb von 26 Tagen und höchstens 6-mal innerhalb von 12 Monaten nach der IVM in das rechte bzw. linke Auge erfolgt.

Die genannten neuen Leistungen sind mit jeweils 399 Punkten (43,18 Euro) bewertet. Deren Vergütung erfolgt zunächst außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.


Änderungen zur GOP 06334 und 06335

Im Zusammenhang mit der Aufnahme der neuen GOPen für die OCT sind auch die Abrechnungsbestimmungen der bestehenden Zusatzpauschalen für die Betreuung eines Patienten nach IVM (GOP 06334 und 06335) angepasst wurden.

Für die GOPen 06334 und 06335 gelten ab 1. Oktober 2019 die folgenden Zeiträume:

Jeweils im Zeitraum von 3 Wochen [bislang: 6 Wochen] nach IVM in das rechte bzw. linke Auge nicht berechnungsfähig. Das Datum der letzten IVM in das rechte bzw. linke Auge ist in der FK 5034 (OP-Datum) anzugeben.

  • Jeweils im Zeitraum von 26 Tagen [bislang: 28 Tage] einmal berechnungsfähig.
  • Höchstens 6-mal innerhalb von 12 Monaten nach der letzten IVM in das rechte bzw. linke Auge berechnungsfähig.
  • Sofern bei der Durchführung der GOP 06334 bzw. 06335 bei einem Patienten mehrere Ärzte ggf. praxisübergreifend beteiligt sind, hat der eine GOP abrechnende Arzt sicherzustellen, dass die Untersuchung frühestens 3 Wochen [bislang: 6 Wochen] nach IVM in das rechte bzw. linke Auge, höchstens einmal innerhalb von 26 Tagen [bislang: 28 Tage] und höchstens 6-mal innerhalb von 12 Monaten nach der letzten IVM in das rechte bzw. linke Auge erfolgt.
  • GOP 06334 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06336.
  • GOP 06335 im Behandlungsfall nicht neben GOP 06337.

KBV-Informationen:
www.kbv.de (Aktuell > Praxisnachrichten > PraxisNachrichten vom 26.09.2019)


                                                                                                                - Abrechnung/eng-silb -