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Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung ab 1. Juli 2019

12.07.2019

Aufgrund aktueller Rückfragen informieren wir Sie zum neuen Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 SGB V, welcher zwischen dem Deutschen Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband verhandelt wurde. Er trat am 1. Juli 2019 in Kraft.

Damit können Apotheken manche Unklarheiten, die bislang per persönlicher Gegenzeichnung des Arztes behoben wurden, künftig telefonisch klären. Weiterhin ist das Ausrufe­zeichen bei Mehrfachverordnungen der größten Packung nicht mehr nötig und es muss nicht mehr ein Vielfaches der größten Packungsgröße verordnet werden.

Wenn Sie ein Arzneimittel verordnen, können Sie sich sicher sein, dass in der Apotheke kein Arzneimittel abgegeben wird, was teurer ist, als das von Ihnen verordnete. Vorrangig ist jedoch die Abgabe eines Rabattarzneimittels. Wenn allerdings kein preiswerteres Produkt verfügbar ist, muss die Apotheke Sie telefonisch darüber informieren.

Ein Beispiel: mit dem gewünschten Wirkstoff sind folgende Arzneimittel verfügbar:

  • Arzneimittel a: 20,00 €
  • Arzneimittel b: 20,00 €
  • Arzneimittel c: 20,01 €
  • Arzneimittel d: 20,01 €
  • Arzneimittel e: 20,05 €
  • Arzneimittel f: 20,05 €
  • Arzneimittel g: 20,10 €
  • Arzneimittel h: 20,10 €

Sie verordnen Arzneimittel a: Wenn Arzneimittel a und b lieferbar sind, könnte eines der beiden abgegeben werden. Wenn Arzneimittel a und b nicht lieferbar sind, müsste die Apotheke Sie anrufen und nachfragen, ob das nächst teurere, lieferbare Arzneimittel abgegeben werden darf.

Sie verordnen Arzneimittel f: In diesem Fall kann die Apotheke ohne Anruf eines der Arzneimittel a – d abgeben (eines der vier preisgünstigsten). Die direkte Abgabe von Arzneimittel f ist nicht mehr möglich.

Tipp: Bei zahlreichen Fachgruppen spielen die tatsächlichen Verordnungskosten aufgrund der Umstellung von der Richtgrößen- auf die Zielwertprüfung eine untergeordnete Rolle. Dies betrifft Fachärzte für: Allgemeinmedizin / Praktische Ärzte, Augenheilkunde, Innere Medizin – hausärztlich tätig, Innere Medizin – Angiologie, Innere Medizin – Endokrinologie und Diabetologie, Innere Medizin – Hämatologie und Onkologie, Innere Medizin – Kardio­logie, Innere Medizin – Nephrologie, Innere Medizin – Pneumologie, Innere Medizin – Rheumatologie, Innere Medizin – fachärztlich tätig, ohne Schwerpunkt, Neurologie/Psychiatrie, Psychiatrie, Orthopädie, Urologie

Die beste Möglichkeit, Rückfragen zu vermeiden, ist die Wirkstoffverordnung, die beispielsweise im Modellvorhaben ­ARMIN möglich ist.

                                                                                – Verordnungs- und Prüfwesen / jac –