Sie befinden sich hier: Startseite » Aktuell » Aktuelle Nachrichten und Themen » Neue Qualitätssicherungsvereinbarung zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten zum 01. Oktober 2018
Arzneimittelinitiative
Datenschutzrecht
Abrechnung, Vorabpruefung

Ihre Ansprechpartner

Neue Qualitätssicherungsvereinbarung zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten zum 01. Oktober 2018

26.09.2018

Am 1. Oktober 2018 tritt die Qualitätssicherungsvereinbarung zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten in Kraft und ersetzt die bisherige Qualitätssicherungsvereinbarung zur Herzschrittmacher-Kontrolle vom 1. April 2006.

Eine Überarbeitung der Qualitätssicherungsvereinbarung zu Schrittmachersystemen wurde vor allem aufgrund der neu geregelten Abrechnungssystematik notwendig, welche bereits am 1. Oktober 2017 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) berücksichtigt wurde. Die neue Vereinbarung beschäftigt sich insbesondere mit den Leistungen zur Funktionsanalyse von Herzschrittmachern (GOP 04411/13571), implantierbaren Kardiovertern bzw. Defibrillatoren (GOP 04413/13753) sowie von implantierbaren Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (GOP 04415/13575). Die genannten Leistungen (außer Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers) können auch telemedizinisch erfolgen (GOP 04416/13576).

Zukünftig können nur noch Kardiologen und Kinderkardiologen eine Genehmigung erhalten. Sie müssen allerdings die in der Qualitätssicherungsvereinbarung geforderten Untersuchungszahlen nachweisen. Für Fachärzte für Innere Medizin mit anderer Schwerpunktbezeichnung  oder ohne Schwerpunktbezeichnung, die über eine Genehmigung zur Herzschrittmacherkontrolle vom 01.04.2006 verfügen, wurden Übergangsregelungen festgelegt. So erhalten diese eine Genehmigung für die Herzschrittmacher-Kontrolle ohne weitere Nachweise. Für Leistungen der ICD- beziehungsweise der CRT-Kontrolle sind entsprechende Sachkunden nachzuweisen. Kardiologen und Kinderkardiologen, die über eine Genehmigung zur Herzschrittmacherkontrolle vom 01.04.2006 verfügen, erhalten ohne weitere Nachweise eine Genehmigung für alle Leistungen.

Die neue Qualitätssicherungsvereinbarung zur Rhythmusimplantat-Kontrolle sieht außerdem zwei Auflagen zur Aufrechterhaltung der fachlichen Befähigung von Genehmigungsinhabern vor. So müssen Genehmigungsinhaber mindestens 20 Fortbildungspunkte in jeweils 24 Monaten nachweisen. Diese wird die KV Sachsen regelmäßig abfragen. Außerdem wird es eine stichprobenartige Überprüfung der ärztlichen Dokumentation geben. Dabei müssen jährlich 15 Prozent der Genehmigungsinhaber Dokumentationen von 20 abgerechneten Fällen einreichen. Die Überprüfung findet erstmals für das Jahr 2019 statt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter:
Mitglieder > Qualität > Genehmigungspflichtige Leistungen > Rhythmusimplantat-Kontrolle.

                                                                                               QS/gal