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Anpassung der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege

03.05.2018

Im Rahmen der häuslichen Krankenpflege können jetzt Unterstützungspflege  sowie das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen Klasse I verordnet werden. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist am 5. April 2018 in Kraft getreten.

Unterstützungspflege:

Wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit – insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung – können jetzt Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung verordnet werden. Gebunden an einen Krankenhausaufenthalt etc. ist die neue Leistung aber nicht. Vielmehr kann die Unterstützungspflege auch bei vergleichbaren Fallkonstellationen – zum Beispiel im Rahmen der ambulanten Behandlung – verordnet werden. Die generelle Voraussetzung für eine Verordnung der häuslichen Krankenpflege, dass Leistungen nicht durch in Haushalt lebende Personen übernommen werden können, gilt auch hier. Außerdem darf keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI vorliegen.

Der Leistungsanspruch der Unterstützungspflege bezieht sich nur auf körperliche Beeinträchtigungen der Patienten. Nach Vorgabe des Gesetzgebers werden kognitive Beeinträchtigungen der Versicherten nicht erfasst.

Die Unterstützungspflege kann für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen für den Patienten verordnet werden, in begründeten Ausnahmefällen kann eine Verlängerung durch die Krankenkassen erfolgen.

An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen Klasse I:

Die Leistung des An- und Ausziehens von Kompressionsstrümpfen beziehungsweise -strumpfhosen ist jetzt für die Kompressionsklasse I im Rahmen der Behandlungspflege verordnungsfähig. (Bisher konnte diese Leistung nur erbracht werden, wenn ein grundpflegerischer Versorgungs-bedarf bestand oder eine Kompressionstherapie höherer Klasse angezeigt war.)

Mit der Erweiterung werden Patienten berücksichtigt, die zum Beispiel in ihrer Motorik, Geschicklichkeit, Kraft und Beweglichkeit, häufig bedingt durch eine Kombination verschiedener zum Beispiel neurologischer oder orthopädischer Erkrankungen und Defizite, erheblich eingeschränkt sind. Zur Ermöglichung eines selbstständigen An- und Ausziehens ist jeweils vor der Verordnung der Einsatz von Anziehhilfen in Betracht zu ziehen.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abt. Verordnungs- und Prüfwesen Ihrer Bezirksgeschäftsstelle sowie der Abt. Service und Dienstleistungen gern zur Verfügung.

                                                                - Verordnungs- und Prüfwesen/mau-