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DMP: Genehmigung und elektronische Dokumentation

Die von der Datenstelle an die KV Sachsen übermittelten Fehlermeldungen hinsichtlich nicht zuordenbarer Dokumentationen sind weiterhin von erheblichem Umfang. Deshalb möchten wir über folgendes zum DMP informieren:

Der dokumentierende Arzt muss persönlich die Genehmigung für das zu erbringende DMP besitzen. Es darf kein Gemeinschaftspraxis-Partner oder angestellter Arzt die Dokumentation erbringen, wenn er keine Genehmigung dafür hat. Die notwendigen Genehmigungen sind vor Erstellung der ersten Dokumentation im Vorfeld bei Ihrer zuständigen KV-Bezirksgeschäftsstelle zu beantragen und von dieser genehmigen zu lassen.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass bei mehreren dokumentierenden Ärzten in einer Praxis der Arzt mit seiner korrekten Lebenslangen Arztnummer (LANR) und Betriebs-

stättennummer (BSNR) bzw. Nebenbetriebsstättennummer (NBSNR) dokumentieren muss.

Bitte kontrollieren Sie auch hierzu Ihre Erfassungssoftware. Vereinzelt war festzustellen, dass der Vertragsarzt zwar seine richtige LANR und BSNR in der Maske sieht bzw. einträgt, aber bei der Speicherung kommt es dazu, dass die Software automatisch die Dokumenta-tion einem anderen Arzt der Praxis zuordnet.

Diese Abweichung können Sie auf der von der Datenstelle zugesandten Versandliste für Erstdokumentationen bzw. der Arztinformation für Folgedokumentationen feststellen. In diesem Fall fehlen die Patienten auf der entsprechenden Liste. Hier kann nur der Systembetreuer der Praxis diese Automatisierung durch eine Umprogrammierung deaktivieren.

Ebenfalls ist eine eigene Fallnummer für jeden Versicherten gemäß § 23 Abs. 4 der DMP-Verträge zu vergeben: „… Der koordinierende Vertragsarzt … vergibt für jeden Versicherten eine nur einmal zu vergebende DMP-Fallnummer nach seiner Wahl, die aus maximal sieben Ziffern („0“–„9“) bestehen darf. ... Eine Fallnummer darf jeweils nur für einen Patienten verwendet werden und ist über den gesamten Behandlungsverlauf beizubehalten …“.

Beachten Sie bitte, dass diese Fallnummer Ihren Patienten identifiziert. Sie ist also beizubehalten, solange der Patient von Ihnen betreut wird, auch wenn der Patient die Krankenkasse wechselt oder wenn der Patient auf Verlangen der Krankenkasse aus dem DMP aus- und anschließend wieder eingeschrieben wird.

Ebenso ist bei Arztwechsel und späterer Rückkehr zum gleichen Arzt, die gleiche alte Fallnummer zu verwenden.

Weitere Fehler sind das Vertauschen von LANR und BSNR sowie unkorrekte LANR/BSNR durch Zahlendreher. Sie erleichtern uns die Korrektur Ihrer Daten, wenn Sie in den Namensfeldern auch den Namen und Vornamen des Arztes angeben, welcher dokumentiert und nicht „MVZ xy“ oder ähnliches die gesamte Praxis betreffend.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass solche fehlerhaften Daten Auswirkungen auf die Vergütung haben können, was wir gern vermeiden möchten.

Hinweis bei Abrechnung der Schulung sowie Prädiagnostikpauschale im DMP Asthma und DMP COPD:

Die Feldkennung 5009 erfordert die Eingabe eines freien Textes hinsichtlich der Manifestation der Erkrankung.

Hier kann sowohl eine numerische als auch alphanumerische Angabe erfolgen. Wir bitten bei Angabe der Abrechnungsziffern um Ergänzung des freien Textes, damit Komplikationen bei Abrechnung dieser Pauschalen vermieden werden.

– Qualitätssicherung/dae –

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