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Neue Formulare (Asthma, COPD, Brustkrebs) der Teilnahme-/Einwilligungserklärung ab 1. Juli 2013 verbindlich

Ab 1. Juli 2013 sind Sie verpflichtet, die neuen indikationsspezifischen Formulare Teilnahme-/ Einwilligungserklärung (TE/EWE) zu verwenden. Diese können Sie beim Vordruckleitverlag Freiberg beziehen und sofort nutzen.

Die alten Formulare für die Indikationen Asthma, COPD und Brustkrebs verlieren ab Juli 2013 ihre Gültigkeit. Die neuen Formulare erkennen Sie am neuen Verweis auf die Rechtsgrundlage der DMP, dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Weitere inhaltliche Änderungen wurden nicht vorgenommen.

Die weiteren Indikationen (KHK, Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2) folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Auch wenn die DMP-Dokumentationen nur in elektronischer Form erstellt werden dürfen, so muss weiterhin die TE/EWE des Versicherten in Papierform
 erstellt werden, welche dann die Unterschrift des Patienten erhält.

Nutzen Sie bitte auch weiterhin nur die Originalformulare und keine Blankoformularbedruckung. Computerausdrucke und Kopien der TE/EWE werden von der DMP-Datenstelle nicht angenommen und mit der Bitte zur Einreichung der Originalformulare wieder an den Arzt zurückgesandt.

– Vertragswesen/hof –

DMP Diabetes mellitus Typ 1 und 2 – jährliche Augenuntersuchung

Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2 können im Erkrankungsverlauf diabetesassoziierte Augenkomplikationen (z. B. diabetisch bedingte Retinopathie und Makulopathie) erleiden.

Zur Früherkennung dieser Erkrankungen sind DMP eingeschriebene Versicherte vom koordinierenden Arzt mindestens einmal im Jahr zu einer ophthalmologischen Netzhautuntersuchung in Mydriasis an den Augenarzt zu überweisen. Dies ist im Dokumentationsbogen unbedingt zu vermerken. Folgende Optionen stehen dafür zur Verfügung:

„veranlasst“ – „nicht durchgeführt“ – „durchgeführt“

Gemäß den DMP-Verträgen zum Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 ist vorgesehen, dass bei Erreichen einer Quote von 60% überwiesener Patienten aller koordinierenden Ärzte in Sachsen eine Zusatzvergütung in Höhe von 5 EUR erfolgt, welche sich bei Erreichung von 70 % nochmals um 3 EUR erhöht. Bitte kreuzen Sie daher die Kästchen „veranlasst“ und/oder „durchgeführt“ an, sofern der Patient die Überweisung erhalten hat bzw. bereits zur Augenuntersuchung war.


– Qualitätssicherung/dae –

Einreichung und Erstellung von DMP-Dokumentationen

Damit eine Erst- oder Folgedokumentation gültig werden kann, muss diese gemäß den gesetzlichen Vorgaben bis spätestens zum 52. Tag nach Quartalsende an die Datenstelle übermittelt worden sein, um den Status fristgerecht zu erhalten. Weitere Voraussetzungen sind:

– die Dokumentation muss inhaltlich vollständig und plausibel sein,
– die Teilnahmeerklärung/Einwilligungserklärung des Patienten wurde im Original eingereicht (hierfür gilt eine verlängerte Frist von Quartalsende + 1 Quartal +52 Tage),
– eine Erstdokumentation zu Beginn des DMP wurde eingereicht,
– die Erstellung weiterer Dokumentationen erfolgte im Quartal des Arzt-Patienten-Kontaktes (das Unterschriftsdatum der erstellten Dokumentation ist ausschlaggebend für die Zuordnung zum Quartal).

Beachten Sie bitte, dass die 52 Tage nach Quartalsende nur für zusätzliche Korrekturzeiten bzw. Versandzeiten vorgesehen sind und nicht für die Leistungserbringung.

Um einen kontinuierlichen Ablauf der Prozesse sicherzustellen, bitten wir Sie, der DMP-Datenstelle die Dokumentationen zeitnah zu übermitteln. Obwohl die DMP-Verträge noch zehn Tage nach Erstellung für den Versand vorsehen, so muss die Dokumentation möglichst am gleichen Tag, jedoch spätestens bis Ende des Quartals der Leistungserbringung erstellt werden.

Außerdem ist es erforderlich, notwendige Korrekturbelege so schnell wie möglich unterschrieben zurückzusenden. Als Übersicht zu Ihren eingereichten Dokumentationen erhalten Sie ca. am 12. Tag nach Monatsende eine „Arztinformation“ mit einer entsprechenden Aufstellung aller Patienten sowie den Status der Dokumentationen von der Datenstelle. Bitte lassen Sie sich telefonisch vereinbarte Absprachen mit der Datenstelle schriftlich bestätigen, andernfalls ist nur die monatliche Arztinformation verbindlich (z. B. im Rahmen sachlich-rechnerischer Richtigstellung).

Verfristungstermine 2. Halbjahr 2013:

21.08.2013
– für Erstdokumentationen aus dem 1. Quartal 2013
– für Folgedokumentationen aus dem 2. Quartal 2013

21.11.2013
– für Erstdokumentationen aus dem 2. Quartal 2013
– für Folgedokumentationen aus dem 3. Quartal 2013

Nur Dokumentationen, die bis zu den -genannten Terminen vollständig und plausibel in der Datenstelle vorliegen, werden an die Krankenkassen übermittelt. Die Krankenkasse prüft dann im Rahmen ihres Fallmanagements, ob der Patient eingeschrieben ist (d. h., ob Erstdokumentation und Teilnahmeerklärung/Einwilligungserklärung vorliegen).

Sofern Sie von der Kasse Aufforderungen zur Nachreichung bestimmter Dokumente (zumeist Erstdokumentation oder Teilnahmeerklärung) erhalten, kommen Sie dem bitte nach. Andernfalls können die weiterhin erbrachten Leistungen durch die Kassen sachlich-rechnerisch richtig gestellt werden und es kann unter Umständen zu Honorarkürzungen kommen.

Bitte bewahren Sie die DMP-Arztinformationen, welche Sie als Listen von der DMP-Datenstelle erhalten, mindestens sechs Jahre auf.

Aus diesen Listen geht eindeutig hervor, welchen Status (Vollständigkeit/Plausi-bilität/Frist) die jeweilige Dokumentation eines Patienten hat. Bitte nutzen Sie diese Listen ebenfalls für Ihren aktuellen Abgleich zwischen versendeten und in der Datenstelle verarbeiteten Dokumentationen.

– Qualitätssicherung/dae –