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DMP: Dokumentation und Verträge

Anfertigung DMP-Dokumentationen und deren Abrechnung:

Die Datenstelle übermittelt der KV Sachsen in regelmäßigen Abständen Fehlermeldungen, die zur Zeit gehäuft dadurch zustande kommen, dass Ärzte mit ihrer lebenslangen Arztnummer (LANR) DMP-Dokumentationen erstellen, obwohl für sie bisher keine Genehmigung zur Erbringung und Abrechnung dieser Leistung vorliegt.

Mit Einführung der LANR sind seit 1. Juli 2008 alle Leistungen arztbezogen zu kennzeichnen. Angestellte Ärzte oder Ärzte aus Gemeinschaftspraxen sind daher angehalten, entsprechende Anträge/ Teilnahmeerklärungen für die DMP´s bei Ihrer Bezirksgeschäftsstelle einzureichen.

Hinweis zur DMP-Fallnummer

§ 23 Abs. 4 der DMP-Verträge: „… Der koordinierende Vertragsarzt … vergibt für jeden Versicherten eine nur einmal zu vergebende DMP-Fallnummer nach seiner Wahl, die aus maximal sieben Ziffern („0“ – „9“) bestehen darf. ... Eine Fallnummer darf jeweils nur für einen Patienten verwendet werden und ist über den gesamten Behandlungsverlauf beizubehalten …“

Beachten Sie bitte, dass diese Fallnummer Ihren Patienten charakterisiert. Sie ist also beizubehalten, solange der Patient von Ihnen betreut wird, auch wenn der Patient die Krankenkasse wechselt oder wenn der Patient auf Verlangen der Krankenkasse aus dem DMP aus- und anschließend wieder eingeschrieben wird.

Mit Einführung des VÄndG und der elektronischen DMP-Dokumentationen erhält die Datenstelle deutlich detailliertere Prüfdaten. Falls zukünftig für ein und denselben Patienten unterschiedliche DMP-Fallnummern verwendet werden, könnten für diese Patienten eventuelle Boni für eine kontinuierliche Betreuung nicht gewährt werden.

DMP-Verträge neu unterzeichnet – Laufzeit offen

Des Weiteren möchten wir darüber informieren, dass die DMP-Verträge zu den Indikationen Diabetes mellitus Typ I und Typ II sowie KHK neu unterzeichnet wurden.

Die 17. RSA-ÄndV sowie das VÄndG haben dazu geführt, dass die DMP-Verträge angepasst werden mussten. Neben diesen vorgegebenen Änderungen haben nun insbesondere die angestellten Ärzte die Möglichkeit eine Genehmigung zu erhalten, wenn sie entsprechende DMP-Leistungen erbringen möchten.

Gleichzeitig gibt es zu den drei oben genannten Verträgen sowie zum DMP Brustkrebs jeweils eine Protokollnotiz, in welcher die Kündigungsmodalitäten geregelt sind. Darin wird festgelegt, dass bei Wegfall oder Änderung der Anbindung an den Risikostrukturausgleich zum 1. Januar 2009 den Vertragspartnern ein sechswöchiges Sonderkündigungsrecht zum Quartalsende (31.12.2008) eingeräumt wird. Die Vertragspartner haben festgelegt, dass dieses Sonderkündigungsrecht bis einschließlich II. Quartal 2009 vertraglich verlängert wird.

– Qualitätssicherung/dae –