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Verordnung von Krankentransport

Grundlagen für die Verordnungsfähigkeit von Krankentransporten zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung:
  • Paragraphen 60, 92, 115a f. Sozialgesetzbuch V (SGB V)
  • Paragraph 115a SGB V (Vor- und nachstationäre Behandlung im Krankenhaus)
  • Paragraph 115b SGB V (ambulantes Operieren am Krankenhaus)
  • Krankentransport-Richtlinien gemäß § 92 SGB V

Die KBV stellt in Ihrer aktuellen Praxisinformation Hinweise für die Verordnung von Krankentransporten und Krankenfahrten zur Verfügung. Die Praxisinformation enthält auch Hinweise zu „stationsersetzenden Fahrten“ zu ambulanten Operationen nach §115b. Unter „Dokumente und Links“ können Sie die Praxisinformation der KBV einsehen (rechter Rand).

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Grundsätzliche Genehmigungspflicht


Krankentransporte (Krankentransportfahrzeug) und Krankenfahrten (Taxi, Mietwagen) zur ambulanten Behandlung bedürfen grundsätzlich der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Die Genehmigung ist vom Patienten vor der Fahrt bei seiner Krankenkasse einzuholen. Dauer und Umfang (z. B. Transportmittel, Hin- und Rückfahrt) der Genehmigung werden dabei von der Krankenkasse festgelegt (§9 Richtlinie).

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Grundsätze (Auswahl) mit Hinweisen zur Übernahme von Fahrtkosten in Ausnahmefällen


Die Verordnung erfolgt auf Muster 4. Hinweise zum Ausfüllen des Musters 4 finden Sie unter Dokumente und Links (rechter Rand).

Die Festlegung des Beförderungsmittels muss dem Grundsatz einer wirtschaftlichen Verordnungsweise entsprechen. Eine eindeutige Kennzeichnung auf dem Vordruck ist vorzunehmen.

Fahrkosten werden übernommen, wenn sie im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse notwendig sind bei:

  • Rettungsfahrten zum Krankenhaus
  • Fahrten zu Leistungen, die stationär erbracht werden,
  • Fahrten zu einer vor- oder nachstationären Behandlung im Krankenhaus (§ 115 a SGB V), wenn dadurch eine aus medizinischer Sicht gebotene vollstationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung verkürzt oder vermieden werden kann,
  • Fahrten zu einer ambulanten Operation (§ 115 b SGB V) – die gemäß Katalog für ambulantes Operieren und sonstige stationsersetzende Eingriffe im Krankenhaus (AOP-Katalog) stationsersetzend sein müssen -  im Krankenhaus oder in der Arztpraxis und im Zusammenhang mit dieser Operation erfolgende Vor- oder Nachbehandlungen.

Hinweise hinsichtlich der stationsersetzenden Zuordnung von Krankenfahrten finden Sie in der von der KBV bereitgestellten Praxisinformation unter Dokumente und Links (rechter Rand).

In Ausnahmefällen übernimmt die Krankenkasse nach vorheriger Genehmigung bei zwingender medizinischer Notwendigkeit Fahrten zur ambulanten Behandlung. Als Ausnahmefälle gemäß § 8 Krankentransport-Richtlinie gelten:

  • Dialysebehandlung
  • onkologische Strahlentherapie
  • parenterale antineoplastische Arzneimitteltherapie/parenterale onkologische Chemotherapie

Diese Liste ist nicht abschließend.

Weiterhin kann eine Fahrt zur ambulanten Behandlung bei medizinischer Notwendigkeit verordnet und durch die Krankenkassen genehmigt werden, wenn die Versicherten:

  • einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen
    „aG“ = außergewöhnlich gehbehindert,
    „BI“ = blind oder
    „H“ = besonders hilfsbedürftig besitzen,
  • einen Einstufungsbescheid in die Pflegegrade 3, 4 oder 5 vorlegen > weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel vom 28.12.2016 unter „Aktuelles“ oder der KBV-Information im rechten Seitenrand
  • von vergleichbarer Beeinträchtigung der Mobilität betroffen sind und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum bedürfen.

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Weitere Informationen


Hinweis zu erforderlichen Angaben

Zwingend erforderlich für einen Transport sind die Angaben zur medizinisch-technischen Ausstattung und der medizinisch-fachlichen Betreuung. Halten Sie eine medizinisch-fachliche Betreuung für notwendig, ist dies im vorgesehenen Feld zu begründen (z.B. Überwachung Vitalfunktionen; notfallmedizinische Versorgung ect.).

Die von uns erstellte Übersicht soll Ihnen einen Überblick bei der Auswahl des Transportmittels und Hinweise zur korrekten Kennzeichnung des Musters 4 geben. Sie finden die Übersicht unter Dokumente und Links (rechter Rand).

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Krankenbeförderung zum Vertragszahnarzt


Eine Fahrt von/zu einer ambulanten zahnmedizinischen Behandlung kann bei medizinischer Notwendigkeit sowohl vom Vertragsarzt als auch vom Vertragszahnarzt verordnet und durch die Krankenkassen genehmigt werden, wenn die Versicherten:

  • einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen
    „aG“ = außergewöhnlich gehbehindert,
    „BI“ = blind oder
    „H“ = besonders hilfsbedürftig besitzen,
  • einen Einstufungsbescheid in die Pflegegrade 3, 4 oder 5 vorlegen > weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel vom 28.12.2016 unter „Aktuelles“ oder der KBV-Information im rechten Seitenrand
  • von vergleichbarer Beeinträchtigung der Mobilität betroffen sind und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum bedürfen

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