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Verordnung von Hilfsmitteln

Grundlagen für die Verordnungsfähigkeit von Hilfsmitteln zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung:

  • Paragraphen 33, 34, 36, 126, 127, 128, 139 Sozialgesetzbuch V
  • Hilfsmittel-Richtlinien

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Die Richtlinien regeln im Einzelnen die Vorraussetzungen

  • für die Verordnung von Hilfsmitteln
  • allgemeine Verordnungsgrundsätze
  • den Inhalt der Verordnung
  • die Abgabe von Hilfsmitteln und
  • die Leistungspflicht der Krankenkassen.

Hilfsmittel sind sächliche Mittel oder technische Produkte. Zu ihnen gehören:

  • Sehhilfen
  • Hörhilfen
  • Körperersatzstücke
  • orthopädische und
  • andere Hilfsmittel
  • Zubehörteile, ohne die die Basisprodukte nicht oder nicht zweckentsprechend betrieben werden können
  • die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln sowie Ausbildung in ihrem Gebrauch.

Grundsätze (Auswahl)

Hilfsmittel können nur verordnet werden, sofern sie von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung umfasst sind. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen erstellt gemäß § 139 SGB V ein systematisch strukturiertes Hilfsmittelverzeichnis (siehe www.rehadat.de > Hilfsmittel > Suche im GKV Hilfsmittelverzeichnis). Da in diesem Verzeichnis bisher nicht alle Produktgruppen/Untergruppen aufgeführt sind wird die Verordnungsfähigkeit von Hilfsmitteln nicht von deren Listung im Hilfsmittelverzeichnis abhängig gemacht.

Hilfsmittel können durch die Krankenkasse auch leihweise überlassen werden.

Hilfsmittel sind auf einem gesonderten Rezeptblatt (Muster 16) getrennt von Arznei- und Verbandmitteln zu verordnen und mit der Ziffer 7 im vorgesehenen Statusfeld (Hilfsmittel) zu kennzeichnen. Hilfsmittel belasten nicht die Bruttoverordnungskosten des Arztes und sind somit nicht richtgrößenrelevant.

Auf dem Rezeptblatt Muster 16 müssen nach den Verordnungsgrundsätzen der Richtlinie folgende Angaben gemacht werden:

  • Verordnungsdatum
  • Diagnose
  • die Bezeichnung des Hilfsmittels (Produktart oder 7-stellige Positionsnummer) nach Maßgabe des Hilfsmittelverzeichnisses - soweit dort aufgeführt
  • die Anzahl
  • ggf. Hinweise (z. B. über Zweckbestimmung, Art der Herstellung, Material, Abmessungen), die eine funktionsgerechte Anfertigung, Zurichtung oder Abänderung durch den Lieferanten gewährleisten,
  • die notwendigen Angaben sind ggf. gesondert der Verordnung beizufügen
  • bei Einmalartikeln: Angabe des Tages oder Monatsbedarfs bzw. des Versorgungszeitraumes

Die Gültigkeit einer Hilfsmittelverordnung beträgt 28 Kalendertage. Die Frist gilt als gewahrt, wenn die Hilfsmittelversorgung innerhalb dieses Zeitraumes nach Ausstellung der Verordnung aufgenommen wird.

Das Einzelprodukt wird grundsätzlich vom Leistungserbringer (Fachhandel, Apotheken etc.) nach Maßgabe der mit den Krankenkassen abgeschlossener Verträge zur wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten ausgewählt, wobei die Verantwortung für die Auswahl und Abgabe eines wirtschaftlich günstigen Hilfsmittels beim Leistungserbringer liegt. Im Ausnahmefall kann der Arzt eine Einzelproduktverordnung vornehmen. Eine entsprechende Begründung ist dabei jedoch erforderlich.

Mit der 2007 in Kraft getretenen Fassung des § 127 SGB V ist es möglich, dass aus verschiedenen Produktgruppen des Hilfsmittelverzeichnisses die Versorgung über Leistungserbringer erfolgt, die über ein Ausschreibungsverfahren oder über so genannte Verhandlungsverträge zu Vertragspartnern der Krankenkassen geworden sind. Damit werden Patienten größtenteils nicht mehr über alle Fachhändler bzw. Apotheken versorgt, sondern direkt über die Vertragspartner der jeweiligen Krankenkassen.

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Produktgruppe „Einlagen“ des Hilfsmittelverzeichnisses – Anpassung an aktuelle Versorgungsstandards


Die Produktgruppe 08 „Einlagen“ des Hilfsmittelverzeichnisses wurde an den anerkannten Stand von Medizin und Technik angepasst. Dabei sind Herstellungsverfahren und Abdrucktechniken wie 2D- bzw. 3D-Fußscan berücksichtigt worden sowie Qualitätsanforderungen an die Verfahren neu formuliert.

Die vom GKV Spitzenverband zum 1. April 2017 neu festgesetzten Festbeträge einschl. aktueller Gliederung der Produktgruppe 08 „Einlagen sowie ein von der AOK PLUS bereitgestelltes Übersichtsblatt finden Sie unter Dokumente und Links im rechter Rand.


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