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Verordnung häuslicher Krankenpflege

Grundlagen für die Verordnungsfähigkeit häuslicher Krankenpflege zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung:
  • Paragraphen 37, 92 Sozialgesetzbuch V
  • Häusliche-Krankenpflege-Richtlinien

Ab 1. Oktober 2017 tritt ein aktualisierter Verordnungsvordruck in Kraft. Die alten Formulare sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gültig. Die neuen Formulare können ab 28. August 2017 (KW 35) über die Vordruck Leitverlag GmbH bezogen werden.

Die Änderungen im Detail finden Sie hier.

Die Richtlinien regeln im Einzelnen die Verordnung häuslicher Krankenpflege (hKPfl), deren Dauer, die Genehmigung durch die Krankenkassen sowie die Zusammenarbeit der Vertragsärzte mit den die häusliche Krankenpflege durchführenden ambulanten Pflegediensten und Krankenkassen. Als Anlage enthält die Richtlinie ein "Verzeichnis verordnungsfähiger Maßnahmen der häuslichen Krankenpflege".

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Grundsätze (Auswahl)

Häusliche Krankenpflege wird im Haushalt erbracht und kann Behandlungs-, Grundpflege oder die hauswirtschaftliche Versorgung umfassen.

  • Häusliche Krankenpflege ist als Bestandteil eines ärztlichen Behandlungsplanes, als Krankenhausvermeidungspflege und als Sicherungspflege verordenbar.
  • Vor der Verordnung von häuslicher Krankenpflege hat sich der Arzt persönlich vom Zustand des Kranken zu überzeugen.
  • Die Verordnung häuslicher Krankenpflege erfolgt auf dem Muster 12 gemäß dem Verzeichnis verordnungsfähiger Maßnahmen (Anlage zur Richtlinie).
  • Die Dauer der häuslichen Krankenpflege soll bei Erstverordnungen 14 Tage nicht überschreiten. Folgeverordnungen sind mit Begründung für längere Zeiträume möglich. Anspruch auf Krankenhausvermeidungspflege besteht bis zu vier Wochen.
  • Alle Verordnungen bedürfen der Genehmigung durch die Krankenkassen (z. T. auch des medizinischen Dienstes der Krankenkassen). Die Genehmigung ist durch den Versicherten einzuholen. Bis zur Vorlage der Genehmigung übernimmt die Krankenkasse anfallende verordnete Pflegekosten.
  • Die Koordination der Leistungserbringung zwischen Versicherten, Krankenkasse und Pflegedienst obliegt dem Arzt.

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Leistungsverzeichnis

Das „Verzeichnis verordnungsfähiger Maßnahmen der häuslichen Krankenpflege“ unterliegt stetigen Änderungen bzw. Leistungserweiterungen.

So ist ab 1. Mai 2014 die MRSA-Sanierungsbehandlung für bestimmte Patientengruppen in der häuslichen Krankenpflege künftig möglich.

Die Leistung bezieht sich auf das Durchführen der Sanierung von MRSA-Trägern mit gesicherter Diagnose wie folgt:

Durchführung Sanierung/Eradikation nach ärztlichem Sanierungsplan gemäß Verordnung. Dazu können bei Bedarf insbesondere gehören:

  • Applikation einer antibakteriellen Nasen-salbe oder eines antiseptischen Gels
  • Mund- und Rachenspülung mit einer antiseptischen Lösung
  • Dekontamination von Haut und Haaren mit antiseptischen Substanzen
  • In Verbindung mit den MRSA Sanierungsmaßnahmen als begleitende Maßnahmen Textilien, die mit Haut oder Schleimhaut Kontakt haben, täglich wechseln und Gegenstände, die mit Haut oder Schleimhaut Kontakt haben, täglich desinfizieren in besonders gelagerten Ausnahmefällen, in denen ausnahmsweise der regelhaft gegebene Anspruch auf Erbringung dieser Leistungen nach dem SGB XI nicht gegeben ist.

Die Leistung ist verordnungsfähig im Rahmen der vertragsärztlich abrechenbaren Behandlung und Betreuung von Trägern mit dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Die Dauer nach Maßgabe des ärztlichen Sanierungsplans beträgt 5 bis 7 Tage.

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