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MRSA – Methicillin-resistente Staphylococcus aureus

Stand 

1. April 2014

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben vereinbart, den Anhang zur Vergütungsvereinbarung für ärztliche Leistungen zur Diagnostik und ambulanten Eradikationstherapie von Trägern mit dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) in der vertragsärztlichen Versorgung gemäß § 87 Abs. 2a SGB V, der bislang die fachliche Befähigung, die Zertifizierung, die Anforderungen an die Durchführung sowie die Berichterstattung an das Bundesministerium für Gesundheit regelt, in eine Qualitätssicherungsvereinbarung MRSA gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zu überführen. Bis zur Inkraftsetzung der Qualitätssicherungsvereinbarung gelten weiterhin die Anforderungen gemäß dem Anhang zur Vergütungsvereinbarung, der aufgrund des Auslaufens der MRSA-Vergütungsvereinbarung formal als Anhang zum Abschnitt 30.12 „Spezielle Diagnostik und Eradikationstherapie im Rahmen von MRSA“ des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes umgewidmet wurde.

Abrechnungsfähige Leistungen nach EBM

30.12.1   Diagnostik und ambulante Eradikationstherapie bei Trägern mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA)

  • GOP 30940: Erhebung des MRSA-Status eines Risikopatienten  -  35 Punkte
  • GOP 30942: Behandlung und Betreuung eines Risikopatienten oder einer positiv nachgewiesenen MRSA-Kontaktperson  -  133 Punkte
  • GOP 30944: Aufklärung und Beratung eines Risikopatienten oder einer positiv nachgewiesenen MRSA-Kontaktperson  -  90 Punkte
  • GOP 30946: Abklärungs-Diagnostik einer Kontaktperson  -  32 Punkte
  • GOP 30948: Teilnahme an einer MRSA-Fall- und/oder regionalen Netzwerkkonferenz  -  46 Punkte
  • GOP 30950: Bestätigung einer MRSA-Besiedlung durch Abstrich(e)  -  19 Punkte
  • GOP 30952: Ausschluss einer MRSA-Besiedelung durch Abstrich(e)  -  19 Punkte

30.12.2   Labormedizinischer Nachweis von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA)

  • GOP 30954: Gezielter MRSA-Nachweis auf chromogenem Selektivnährboden  -  51 Punkte
  • GOP 30956: Nachweis der Koagulase und/oder des Clumpingfaktors zur Erregeridentifikation nur bei positivem Nachweis gemäß GOP 30954  -  25 Punkte

Antragsberechtigung 

niedergelassene und ermächtigte Fachärzte

Anforderungen

Fachliche Anforderungen 

  • Fachärzte mit der Zusatzweiterbildung „Infektiologie“

und/oder

  • MRSA-Zertifizierung durch die KV 

und/oder

  • Online-Fortbildung

Die Zertifizierung für die Abrechnung der Leistungen des Abschnittes 30.12 EBM ist über die Fortbildung "Diagnostik und ambulante Eradikationstherapie von Risikopatienten, MRSA-besiedelten und MRSA-infizierten Patienten" zu erwerben. Das diesbezügliche Fortbildungsportal ist ausschließlich im sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) zu finden. Über einen KV-SafeNet-Anschluss http://www.kvs-sachsen.de/aktuell/online-initiative/kv-safenet/ gelangen Sie direkt in das SNK bzw. zum Mitgliederportal der KV Sachsen. Die Fortbildung ist über einen entsprechenden Link im Mitgliederportal der KV Sachsen erreichbar. Falls Sie noch keinen Zugang zum Mitgliederportal besitzen, können Sie diesen hier beantragen.  http://www.kvs-sachsen.de/aktuell/online-initiative/online-abrechnung/antragsformulare/

Räumliche und apparative Voraussetzungen 

  • keine gesonderten Vorgaben 

Dokumentationsvorgaben 

  • elektronische Dokumentation, in Einführungsphase bis zum 31. März 2014 erfolgt Dokumentation auf Basis von patientenbezogenen pseudonymisierten Daten 

Grundsätzliche Einschränkungen 

  • keine rückwirkende Genehmigung möglich

Besondere Informationen 

  • neben dem Nachweis der fachlichen Qualifikation

ist die 

  • Teilnahme an MRSA-Fallkonferenzen  und/oder regionalen Netzwerkkonferenzen erforderlich 
  • Bitte beachten Sie auch die Hinweise auf der MRE-Website des SMS (regionale Netzwerke, Überleitungsbogen)
Schlagworte:

MRSA