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Arzneimittelinitiative

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Herzschrittmacher-Kontrolle

Rechtsgrundlage

  • Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers
  • Verfahrensordnung zur Umsetzung von Qualitätssicherungsrichtlinien und -vereinbarungen im QS-Leistungsbereich der Herzschrittmacher-Kontrolle

Abrechnungsfähige Leistungen nach EBM

GOP 13552, 04418 (Kinderkardiologen)

Antragsberechtigung

  • FÄ für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung „Kardiologie“
  • FÄ für Kinder- und Jugendmedizin mit der Schwerpunktbezeichnung „Kinderkardiologie“
  • FÄ für Innere Medizin ohne Schwerpunktbezeichnung im Rahmen der fachärztlichen Versorgung
  • FÄ für Allgemeinmedizin, praktische Ärzte oder Ärzte ohne Gebietsbezeichnung, die im Wesentlichen internistische Leistungen im Rahmen der fachärztlichen Versorgung erbringen

Anforderungen

Fachliche Anforderungen

Vorlage eines differenzierten Zeugnisses nach § 3 i.V.m. § 5 der Qualitätssicherungs-Vereinbarung, welches von einem von der Landesärztekammer zur Weiterbildung „Kardiologie“ ermächtigten Arztes unterzeichnet ist und u.a. mindestens folgende Angaben enthält:

  • selbständige Indikationsstellung bzw. Sicherung der Indikation, Durchführung und Dokumentation von 200 Funktionsanalysen eines Herzschrittmachers oder implantierten Defibrillators unter Anleitung
  • davon mindestes 20 Funktionsanalysen eines implantierten Defibrillators, einschl. telemetrischer Abfrage und ggf. Umprogrammierung,
  • innerhalb eines Zeitraumes von 36 Monaten vor Antragstellung auf Genehmigung,
  • jeweils mindestens die Hälfte der geforderten Funktionsanalysen bei Zweikammer- bzw. frequenzadaptierenden Systemen.

Räumliche und apparative Voraussetzungen

  • <p>EKG-Schreiber mit mind. 3 Kanälen
  • Notfallausrüstung zur kardio-pulmonalen Wiederbelebung, einschl. Defibrillator
  • Programmiergerät(e) zur Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers
  • </p>

Dokumentationsvorgaben

Die Dokumentation muss alle zum Patienten relevanten Daten und alle bei der Nachsorge durchgeführten Maßnahmen und Messungen enthalten. In der Regel sind dies Patienten-/Praxisidentifikation, Schrittmachertyp (oder Kopie des Schrittmacherausweises), Anamnese, EKG (mind. 3-kanalig), ggf. Magnet-EKG, Überprüfung des Eigenrhythmus / EKG, Batteriezustand, Elektrodenimpedanz, Bestimmung der Reizschwelle(n), Bestimmung der Wahrnehmungsschwelle(n), Prüfung der Individuellen Programmierung (hier Original-Dokumente!), Lokaler Taschenbefund, Einstellung Amplitude, Befundung, Therapeutische Empfehlung.

Grundsätzliche Einschränkungen

  • Genehmigung nur für Fachärzte
  • keine rückwirkende Genehmigung möglich

Besondere Informationen

  • Die geforderten Untersuchungszahlen gelten nicht für Kinderkardiologen
  • ggf. Durchführung eines Kolloquiums, wenn begründete Zweifel an der fachlichen Befähigung bestehen
  • Antragsprüfung durch ärztliche QS-Kommission

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Schlagworte:

Herzschrittmacher-Kontrolle