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Das Radio in der Nussschale

Was hat eine Posturkunde aus Papyrus in einer Mumienmaske zu suchen? Warum führten preußische Postkutschen verschlossene Kursuhren mit? Das bibliophil gestaltete Lesebuch in edler Ausstattung in Leinen mit Lesebändchen präsentiert Meilensteine der Kommunikation wie das Reis-Telefon, historische Dokumente wie die Originaltelegramme der Titanic, wertvolle Objekte wie die blaue Mauritius-Briefmarke, aber auch Alltagsgegenstände wie den Commodore 64. Das titelgebende Radio in der Nussschale steht dabei zugleich für das Konzept, die große Welt der Medien und Kommunikation im Kleinen zu komprimieren.

Alle 101 Kapitel, sprich vorgestellten Objekte aus den Sammlungen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, laden zu einer Entdeckungsreise durch 4.000 Jahre Kommunikationsgeschichte ein - von der Keilschrifttafel zur Datenbrille. Der besondere Reiz liegt dabei im Ansatz, verschiedenste Objekte der Post und Telekommunikation zum Sprechen zu bringen. Die kurzweiligen wie geistreichen Geschichten eröffnen einen kulturgeschichtlichen Kosmos, der unsere technologisierte Welt in ein gänzlich neues Licht rückt - faszinierend und voller Überraschungen. Alle Geschichten eint ihr Lesevergnügen – jedes Objekt erschließt ein Stück Weltgeschichte.

Veit Didczuneit (Hrsg.)
Das Radio in der Nussschale
und andere Objektgeschichten
2017.
312 Seiten, 103 Abb. in Farbe
16,5 × 23,6 cm, 26,00 Euro
Leinen, Lesebändchen
HIRMER Verlag
ISBN: 978-3-7774-2876-5

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Die Deutschen und ihre Kolonien

Zwischen 1884 und 1914 besaß Deutschland ein Kolonialreich, das von Togo in Westafrika bis zu den Inseln Samoas im Pazifik reichte. Dieses Buch bietet einen kenntnisreichen und allgemeinverständlichen Überblick über das kurzlebige deutsche Kolonialabenteuer. Es informiert über die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und Folgen, vor allem aber über den „kolonialen Alltag“ und das Zusammenleben von Deutschen und Einheimischen, das keineswegs nur von Widerstand und Gewalt geprägt war. Im Fokus stehen unter anderem das Wirken von Verwaltung, Justiz und Militär, die christliche Mission, die Rolle der Frauen, die Rassenfrage, die Hoffnungen und Träume nach dem Verlust des Kolonialreichs – aber auch das heutige Erinnern an diesen Teil der deutschen Geschichte. Das Buch ist mit zahl-
reichen Abbildungen und Karten ausgestattet.

Der Herausgeber Horst Gründer war Professor für außereuropäische Geschichte an der Universität Münster. Er ist Autor zahlreicher Standardwerke zur Geschichte des Kolonialismus. Hermann Hiery ist Ordinarius für Neueste Geschichte an der Universität Bayreuth mit dem Spezialgebiet deutsche Kolonialgeschichte. Als langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft für Überseegeschichte ist er Herausgeber des „Lexikons zur Überseegeschichte“.

Horst Gründer, Hermann Hiery (Hrsg.)
Die Deutschen und ihre Kolonien
Ein Überblick
2017.
352 Seiten, 83 Abb.
15,3 x 21,5 cm, 24,00 Euro
Gebunden mit Schutzumschlag
be.bra Verlag
ISBN 978-3-89809-137-4

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Winckelmann

Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) gilt als Begründer der Archäologie und Kunstgeschichte. Mit seiner Formel von der „edlen Einfalt und stillen Größe“ antiker Kunst war er ein Wegbereiter der klassizistischen Ästhetik in Europa. Winckelmanns revolutionäres Werk, in dem Antike und Moderne einander begegnen, wird anlässlich seines 300. Geburtstages neu beleuchtet.

Winckelmann wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Weg führte ihn über Halle, Jena und Dresden nach Italien, wo er im päpstlichen Rom zu einer internationalen Berühmtheit wurde. Winckelmann war vieles: ein schwärmerischer Visionär, ein gelehrter Enthusiast und ein geistiger Abenteurer, der für seinen Lebenstraum alles auf eine Karte setzte. Nicht zuletzt sein gewaltsamer Tod, der auf Goethe und andere Zeitgenossen wie ein „Donnerschlag“ wirkte, ließ ihn binnen weniger Jahre zu einem in ganz Europa verehrten Klassiker aufsteigen. Als weit über die Grenzen hinaus einflussreicher Forscher, Schriftsteller und Kritiker hat Winckelmann unseren Blick auf die Antike wesentlich geprägt, wie das vorliegende reich bebilderte Grundlagenwerk anschaulich vor Augen führt.  Der begleitende Bildband zur Ausstellung in Weimar (bis 2. Juli 2017) zeichnet ein Panorama von der Antike bis zur Gegenwart.

Holler, Décultot, Dönike u. a. (Hrsg.)
Winckelmann
Moderne Antike
2017.
376 Seiten, 230 Abbildungen
28 × 22 cm, 45,00 Euro
Halbleinen
HIRMER Verlag
ISBN: 978-3-7774-2756-0

                                                      - Recherchiert und zusammengestellt:  Öffentlichkeitsarbeit/pf –


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