I am a rock... and a rock feels no pain... )*

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nein, so soll unser Titelbild nicht verstanden werden, indolent wollen wir nicht erscheinen. Wir dachten dabei mehr an Begriffe wie Solidität und Beständigkeit (ohne uns gleich als „wertkonservativ“ outen zu müssen).
Aber was hat uns das Jahr 2011 alles an Umbrüchen und Katastrophen gebracht?
- Es wechselten Parteivorsitzende und Gesundheitsminister (beinahe auch Bundespräsidenten).
- Solche „Institutionen“ wie Mubarak, Gaddafi und Berlusconi brachen plötzlich zusammen.
- Der Tsunami in Japan mit seinen langfristigen Folgen und die Staatsschuldenkrise der westlichen Welt ließen und lassen immer noch sehr berechtigt existenzielle Sorgen aufkommen.
- Der KBV kam ihr zweiter Vorsitzender abhanden. Hier einmal nicht durch Fakten erzwungen, sondern aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen (sic!).
- Herr Hoppenthaller trat innerhalb eines Jahres erst als Vorsitzender zurück und dann auch noch aus dem Bayerischen Hausärzteverband aus.
- Dann starb auch noch der „Geliebte Führer“ Kim Jong Il (allerdings wohl ohne wesentliche Modernisierungsfolgen für sein Land).
- Und zuletzt wurde uns auch noch die Illusion genommen, zumindest Johannes Heesters sei unsterblich.
Nun, was hat das alles mit der KVS zu tun? Hier Parallelen zu sehen, wäre entweder anmaßend oder andererseits eine Beleidigung für unsere Körperschaft.
Aber vielleicht kann die KVS sich doch durch Beständigkeit auszeichnen, denn Katastrophen und Sensationen gab es in 2011 genug und es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass sich das 2012 ändern sollte.
Die KV ist ja auch kein Wert für sich, sondern hat nur eine Existenzberechtigung, wenn sie von den Mitgliedern als sinnvoll (und möglichst nicht nur als notwendiges Übel) angesehen wird. Ganz wichtig ist da sicher die Verlässlichkeit und Berechenbarkeit.
Die meisten Vertragsärztinnen und -ärzte würden es bestimmt begrüßen, wenn sie einmal ein ganzes Jahr nichts von der KV hören und ganz unbehelligt einfach ihrer Arbeit nachgehen könnten.
Wir beide haben dafür viel Verständnis und haben uns vorgenommen, unsere Arbeit immer unter diesem Blickwinkel zu hinterfragen. Trotzdem müssen wir natürlich aktuelle Entwicklungen und gesetzgeberische Entscheidungen auf Bundesebene akzeptieren und dann auch umsetzen.
Dies hindert uns aber nicht, Unpraktikables notfalls auch nachdrücklich zu hinterfragen, neue Bürokratieauswüchse zu verhindern und bessere Lösungen einzubringen. Daran, wie uns dies gelingt, müssen wir uns messen lassen.
Bitte betrachten Sie Ihre KV weiterhin mit kritischer Distanz. Wir würden uns aber freuen, wenn Sie möglichst nicht zu dem Schluss kämen, man könnte ja doch nichts zum Positiven verändern.
Ihnen und uns wünschen wir viel Glück, Kraft und Ausdauer für 2012 und lassen wir uns auch weiterhin selbst bei stürmischer See nicht beirren das zu tun, was wir für das Richtige halten.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Ihr Vorstand

Heiner Porst
Klaus Heckemann
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)* nach einem Liedtext von Paul Simon
