Dr. med. habil. Hans-Jürgen Hommel zum 75. Geburtstag

- Dr. Hommel
Lieber Kollege Hommel,
am 20. Dezember 2011 feiern Sie Ihren 75. Geburtstag. Es ist uns eine besondere Freude, Ihnen zu Ihrem Ehrentag auf das Allerherzlichste zu gratulieren und Ihnen vor allem Dank zu sagen für viele Jahre unermüdlicher Arbeit im Dienste der sächsischen Ärzteschaft und für Ihre Patienten.
Sie haben die Selbstverwaltung der sächsischen „Niedergelassenen“ maßgeblich mit aufgebaut, von Beginn an bis 2004 als Vorsitzender die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen geleitet und geprägt wie kein Anderer. Im Jahr 2004 wurden Sie zum Ehrenvorsitzenden der KV Sachsen gewählt. Da Sie bekanntlich kein Freund von allzu ausufernden Lobeshymnen sind, gestatten Sie uns an dieser Stelle eine Replik auf Ihr Lebenswerk in gebotener Kürze.
1936 im sächsischen Burgstädt als Sohn einer Arztfamilie geboren, studierten Sie Humanmedizin in Leipzig, verteidigten 1959 die Promotion zum Dr. med. und erwarben 1960 die Approbation. Weitere Stationen Ihrer medizinischen Laufbahn waren: Pflichtassistent (1960), Assistent an der Neurochirurgischen Universitätsklinik in Leipzig (1961 – 1963), Assistent an der Orthopädischen Universitätsklinik in Leipzig (1963 – 1970). Im Jahr 1966 erfolgte die Anerkennung als Facharzt für Orthopädie und 1969 die Habilitation.
Mit der Ihnen, lieber Kollege Hommel, eigenen Tatkraft und Entschlussfreude wagten Sie 1971, noch zu „tiefsten“ DDR-Zeiten, den Sprung in die eigene Niederlassung und übernahmen in Leipzig die orthopädische Praxis Ihres Vaters. Bis 2010 haben Sie dort viele dankbare Patienten medizinisch bestens versorgt und sich über die Jahre den Ruf eines exzellenten Orthopäden erarbeitet.
Mit der politischen Wende 1989 und 1990 sahen Sie dann die Chance, den Beruf des niedergelassenen Arztes endlich zu der Entfaltung kommen zu lassen, die unter den Zwängen des DDR-Regimes unmöglich war. Überzeugt von der Sache und mit großer Einsatzbereitschaft entwickelten Sie ein beispielhaftes berufspolitisches Engagement, und das auf ehrenamtlicher Basis.
Gemeinsam mit Ihrem späteren Vorstandskollegen Dr. Ralf-Rainer Schmidt bauten Sie nach der Wende die KV Leipzig auf und gründeten dann mit einer Handvoll weiterer Enthusiasten die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen. 1990 wählten die Delegierten der 1. Vertreterversammlung der KV Sachsen Sie zum 1. Vorsitzenden der KV Sachsen. Sie bekleideten dieses Amt fast 15 Jahre. Gemeinsam mit den „Geburtshelfern der KV Bayerns“ haben Sie die KV Sachsen als Selbstverwaltung etabliert und unter Ihrer Führung zu einem leistungsfähigen Dienstleister für die sächsischen Vertragsärzte entwickelt.
Gegenüber den Krankenkassen, den Vertretern der Politik und auch sonst in der Öffentlichkeit haben Sie vertragsärztliche Positionen stets standhaft und gradlinig vertreten und dabei auch immer das Wohl der Patienten im Auge behalten. So haben Sie maßgeblich zu der hohen Reputation beigetragen, auf die wir Niedergelassenen in Sachsen heute stolz sein können.
An dieser Stelle wird es nicht möglich sein, all Ihre Funktionen und berufspolitischen Aktivitäten über die lange Zeit Ihres Wirkens einzeln aufzulisten. Stellvertretend sei deshalb hier nur erwähnt, dass Sie viele Jahre der Vertreterversammlung der KV Sachsen angehörten, in zahlreichen Funktionen in der KV Sachsen und in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (dort z. B. im Satzungsausschuss) aktiv tätig waren. Ferner haben Sie die Sächsische Akademie für Sozial- und Rehabilitationsmedizin mitbegründet und waren lange deren Vorsitzender. Für Ihre Verdienste wurden Sie im Jahr 1996 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Lieber Kollege Hommel,
nun ist der Beitrag doch etwas länger geworden und trotzdem musste vieles unerwähnt bleiben. Betonen möchten wir aber auf jeden Fall, dass wir uns sehr gern an die Zusammenarbeit mit Ihnen erinnern und wir werden nicht die Einzigen sein. Zum Glück bleiben Sie uns ja weiterhin erhalten, denn als Ehrenvorsitzender nehmen Sie auch in der aktuellen Wahlperiode aufmerksam und nach wie vor auch mit deutlichen treffenden Kommentaren an wichtigen Beratungen teil. Ist ab und an ein gordischer Knoten zu zerschneiden, sind Sie immer wieder sofort präsent.
Auch dafür: Dankeschön und weiter alles Gute! Besonders wünschen wir Ihnen noch viele schöne Stunden im Kreis Ihrer Lieben. Sie sind seit vielen Jahren glücklich verheiratet und stolzer Vater zweier Söhne. Dem leidenschaftlichen Wanderer wünschen wir noch zahlreiche schöne Erlebnisse in der Natur.
Ihre Nachfolger im Vorstand,
auch im Namen der Geschäftsführung
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