Einigung im Sinne der Patienten und Ärzte
Bewertungsausschuss – Haus- und Heimbesuche werden künftig besser vergütet. Fachärzte der Grundversorgung sollen vor Honorarverlusten geschützt werden.Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich am Dienstag mit den Krankenkassen auf Maßnahmen geeinigt, die sowohl Patienten als auch Haus- und Fachärzten zugute kommen.
Besuche von Ärzten in Alten- und Pflegeheimen sowie Hausbesuche werden ab dem 1. April deutlich besser vergütet. Zudem werden Haus- und Heimbesuche aus den Regelleistungsvolumen heraus genommen und zum vollen Preis der Euro-Gebührenordnung honoriert. Dazu erklärte KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller: „Wir haben erreicht, dass insbesondere die wachsende Zahl älterer Patienten profitiert, aber auch die Ärzte, die diese versorgen. Hiermit unterstützen wir vor allem die Hausärzte, die in der überwiegenden Zahl solche Besuche absolvieren – aber auch die betroffenen Fachärzte gewinnen. Insgesamt bedeutet diese Einigung eine deutliche und zukunftsweisende Verbesserung für die Versorgung, da im Zuge der demografischen Entwicklung immer mehr alte und multimorbide Menschen zu Hause und in entsprechenden Einrichtungen versorgt werden müssen.“ Bereits abgeschlossene regionale Vereinbarungen zur Förderung von Heimbesuchen bleiben von der neuen Regelung unberührt.
Des Weiteren vereinbarten KBV und Kassen, bestimmte Arztgruppen bei überproportionalen Honorarverlusten zu stützen. „Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen dieses Bewertungsausschusses“, betonte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Köhler. Ab sofort können Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen einen Ausgleich vereinbaren, wenn bei bestimmten Facharztgruppen überproportionale Honorarverluste festgestellt werden.
Zu diesen Gruppen der fachärztlichen Grundversorgung gehören unter anderem Orthopäden, Augenärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Pädaudiologen. Für sie können die Vertragspartner auf Landesebene Vorwegabzüge aus dem Honorarzuwachs für 2011 beschließen. „Dies
bedeutet eine Besserstellung der in der Grundversorgung tätigen Fachärzte, ohne dass andere Arztgruppen verlieren“, erklärte Köhler.
(Pressemitteilung der KBV vom 26.01.2011)
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Köhler: Gesellschaft wandelt sich – Ärztemangel ist Realität
Bedarfsplanung – Der KBV-Vorsitzende begrüßt, dass die Politik sich der regionalen Versorgungssteuerung annimmt. Zu dem heute bekannt gewordenen Papier der Arbeitsgruppe Gesundheit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit 14 Vorschlägen für ein Versorgungsgesetz erklärt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler:„Wir finden es für die Patienten in Deutschland richtig, dass die Herausforderung des Ärztemangels inzwischen auch von der Politik als Problem erkannt worden ist. Die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig steigt die Zahl der Patienten mit mehreren Krankheiten. Außerdem verändert sich auch der Arztberuf. Eine Mehrheit der Medizinstudenten ist weiblich. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt eine wichtige Rolle.
Letztlich geht es um die Bewahrung einer flächendeckenden Versorgung für die Menschen in Deutschland auch in der Zukunft. Die jetzige Bedarfsplanung ist zu starr. Statt ihrer bedarf es einer intelligenten, ganzheitlichen Versorgungssteuerung. Um Unterversorgung zu vermeiden, muss frühzeitig erkennbar sein, wo welche Ärzte gebraucht werden. Die Versorgungsplanung muss folglich flexibler werden und die besonderen Bedürfnisse von Dörfern, Klein-, Mittel- sowie Großstädten berücksichtigen. Außerdem sollte die Versorgungssteuerung sektorenübergreifend angelegt werden.“
(Pressemitteilung der KBV vom 17.01.2011)
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Jonitz und Montgomery wollen Präsident der Bundesärztekammer werden
Dr. Günther Jonitz will für das Amt des Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK) kandidieren. Damit tritt er gegen Dr. Frank Ulrich Montgomery, derzeit Vizepräsident der BÄK, an. Der Chirurg Jonitz wurde vor kurzem erneut zum Präsidenten der Ärztekammer Berlin gewählt. Montgomery hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, für das Amt des Präsidenten kandidieren zu wollen, nachdem der derzeitige Präsident der BÄK, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, erklärt hatte, dass er für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehen werde.(änd vom 20.01.2011)
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Konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung der KV Thüringen
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen hat ihr höchstes Selbstverwaltungsorgan, die Vertreterversammlung, für die Jahre 2011 bis 2016 gewählt. Es besteht aus 13 Hausärzten, 15 Fachärzten und zwei Psychotherapeuten. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Andreas Jordan wiedergewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde erneut Dr. Michael Sakriß bestimmt. Die Vertreterversammlung wählte außerdem Regina Feldmann wieder zur 1. Vorsitzenden. Dr. Thomas Schröter wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand tritt sein Amt am 1. Februar an.(Pressemitteilung der KV Thüringen vom 05.01.2011)
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GBA regelt Verfahrensordnung für frühe Arzneimittel-Nutzenbewertung
Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat seine Verfahrensordnung erweitert und damit die Voraussetzungen für eine frühe Arzneimittel-Nutzenbewertung geschaffen. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Verfahrensordnung genehmigt.Darin hat der GBA die Schritte der Nutzenbewertung detailliert festgelegt – insbesondere, welchen Anforderungen der Nachweis des Zusatznutzens, die Bestimmung der Vergleichstherapie und das vom pharmazeutischen Unternehmen einzureichende Dossier genügen müssen.
Seit dem 1. Januar 2011 müssen sich in Deutschland neu zugelassene Arzneimittel einer frühen Nutzenbewertung unterziehen. Hersteller sind verpflichtet, dem GBA Dossiers auf Grundlage der Zulassungsunterlagen sowie aller Studien zu den Arzneimitteln vorzulegen, die einen Zusatznutzen des Medikaments im Vergleich zu einer vom GBA bestimmten zweckmäßigen Vergleichstherapie belegen müssen.
(Pressemitteilung des GBA vom 20.01.2011)
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Sächsischer Landesvorstand im Amt bestätigt
Der Vorstand der Landesgruppe Sachsen des NAV-Virchow-Bundes ist im Amt bestätigt worden. Bei der turnusgemäßen Wahl votierten die Delegierten der Landeshauptversammlung mehrheitlich für eine weitere Amtsperiode der Landesvorsitzenden, Dr. Sibylle Berndt. Die Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde steht seit 2006 an der Spitze der sächsischen Landesgruppe. Ebenfalls wiedergewählt wurde der stellvertretende Landesgruppenvorsitzende, Dr. Christian Müller.In Ihrer Funktion als Landesvorsitzende engagiert sich Dr. Berndt im Netzwerk „Ärzte für Sachsen“ für die Förderung junger Mediziner in Ausbildung. Außerdem vertritt sie den Verband der niedergelassenen Ärzte im Bündnis „Gesundheit 2000“, das sich verbands- und organisationsübergreifend für eine patientengerechte Gesundheitspolitik einsetzt. Die wiedergewählte Landesvorsitzende betonte zu Beginn ihrer zweiten Amtsperiode die Notwendigkeit einer fachübergreifenden Berufspolitik:
„Die Berufsverbände, die in Zeiten der boomenden Selektivverträge sehr engagiert die einzelnen Fachinteressen vertreten, können jedoch nie die Interessen der gesamten Ärzteschaft darstellen.“ Ziel sei es deshalb weiterhin, die Ärzteschaft zu vereinen und gemeinsame Arbeitsstrukturen zu schaffen, sagte Dr. Berndt.
(Informationen der Landegruppe Sachsen im NAV-Virchow-Bund vom 24.01.2011)
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Web-TV: KV-on
Video-Podcast: Impfen lohnt sich noch – Grippewelle steht erst noch bevorEine Impfung schützt, und zwar nicht nur den Geimpften selbst, sondern auch die Familie, die Patienten und die Kollegen. Das betont KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller in der aktuellen Ausgabe vom „Thema der Woche“ bei KV-on. In diesem Jahr gelte der Impfschutz zudem nicht nur gegen die gewöhnliche Virusgrippe, sondern auch gegen die Schweinegrippe. Für wen sich die Impfung besonders lohnt und wer die Kosten übernimmt: www.kv-on.de
(Information der KBVvom 28.01.2011)
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