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Honorarverhandlungen für 2011

Köhler: bestmögliches Ergebnis unter schwierigen Bedingungen
„Unter den gegebenen schwierigen Umständen spiegelt der Schlichterspruch das maximal erreichbare Ergebnis wider“ So hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, das Ergebnis der heutigen Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses von Krankenkassen und KBV kommentiert. Das Schlichtungsergebnis sieht vor, dass im kommenden Jahr 500 Millionen Euro asymmetrisch auf die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) verteilt werden.

Der KBV-Chef appellierte an die Politik, die noch festzulegende zweite Komponente der bereits zugesagten Erhöhung, nämlich die lineare Anpassung der vertragsärztlichen Vergütung, um mehr als die im aktuellen Kabinettsentwurf anvisierten 0,75 Prozent zu erhöhen.

„Dafür sprechen zwei Gründe: Zum einen ist dieser dringend notwendige Zuwachs durch die höheren Kassenbeiträge im nächsten Jahr bereits eingepreist. Die Politik sollte dafür sorgen, dass die höheren Beiträge der Versicherten auch komplett ihrer ambulanten Versorgung zugute kommen. Zum anderen ist schon jetzt klar, dass auch die Grundlohnsumme 2011 über den im Gesetz festgelegten Prozentsatz von 0,75 Prozent steigen wird. Damit können auch die Kostensteigerungen in denjenigen Regionen aufgefangen werden, die nicht von der asymmetrischen Verteilung profitieren“, erklärte Köhler.

Ziel der asymmetrischen Honorarverteilung ist, denjenigen KVen, die 2009 weniger vom Vergütungszuwachs profitiert haben als andere, 2011 einen Ausgleich zu gewähren.

„Diesem Ziel sind wir nun ein Stück näher gekommen, indem wir das Verfahren und die Summe beschlossen haben“, sagte Köhler. Letzte Details wollen Kassen und KBV am 11. Oktober klären.



(Pressemitteilung der KBV vom 05.10.2010)
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KV Sachsen zu den Ergebnissen der gestrigen Honorarverhandlungen für 2011 in Berlin

Große Zahlen und was dahinter steht

„Wir begrüßen diese Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses, da sie sichert, dass sich die Vergütungsschere zwischen den neuen und alten Bundesländer nicht wieder öffnet“, freut sich die Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Dr. Ulrike Schwäblein-Sprafke. „Gleichzeitig werden durch diesen Beschluss auch für Sachsen zusätzliche Honorarmittel, wir schätzen ca. + 50 Mio. Euro, bereitgestellt, die zumindest einen Teil des in 2011 erwarteten zusätzlichen Behandlungsbedarfs finanziell ausgleichen.“

Bei der KV Sachsen werden jährlich etwa 30 Millionen Behandlungsfälle abgerechnet.

Noch immer beträgt der Vergütungsabstand zu den alten Bundesländern ca. 10 Prozent. Durch das Budget bedingt, können ca. 15 Prozent der für die ambulante Behandlung von Patienten erbrachten Leistungen nicht mit den Preisen der Gebührenordnung bezahlt werden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Gesetzgeber schnellstmöglich wieder zur Berücksichtigung von Morbiditätsänderungen zurückkehrt und vor allem die Festlegung der Honorarmittel am Behandlungsbedarf der Patienten gesetzlich vorschreibt.
Frau Dr. Schwäblein-Sprafke verweist hier auf einen wichtigen Zusammenhang: „Das wäre ein sehr wichtiges Signal an den ärztlichen Nachwuchs, die zahlreichen in den kommenden Jahren in Sachsen frei werdenden Arztsitze zu übernehmen, wenn er davon ausgehen könnte, dass der Behandlungsbedarf der Patienten adäquat honoriert würde.“ Bereits jetzt sind nach dem noch gültigen Bedarfsplan etwa 120 Praxen nicht besetzt.



(Pressemitteilung der KV Sachsen vom 06.10.2010)




Arzt in Sachsen – Chancen und Perspektiven im sächsischen Gesundheitswesen


Auch im Jahr 2011 findet – nunmehr zum dritten Mal – eine Informationsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung statt.

Am 22. Januar 2011, von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr laden die Sächsische Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen sowie die Krankenhausgesellschaft Sachsen zur Informationsveranstaltung „Arzt in Sachsen – Chancen und Perspektiven im sächsischen Gesundheitswesen“ in das Gebäude der Sächsischen Landesärztekammer (Schützenhöhe 16, 01099 Dresden) ein.

Im Vordergrund sollen dabei eine individuelle Beratung und der Erfahrungsaustausch zur ärztlichen Tätigkeit in Sachsen stehen. Vertreter ärztlicher Standesorganisationen in Sachsen sowie erfahrene Ärzte und Geschäftsführer sächsischer Krankenhäuser informieren und beraten zu Chancen, Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten im ambulanten und stationären Bereich sowie im öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Veranstalter bieten Praxiskurse und Workshops zu medizinisch-fachlichen Themen und zu Fragen der ärztlichen Berufsausübung sowie deren Rahmenbedingungen an.

Weitere Informationen finden Sie unter www.slaek.de unter dem Menüpunkt „Weiterbildung“ bzw. können unter
Arzt-in-Sachsen@ slaek.de erfragt werden.


– Sicherstellung/Re –
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