In Trauer um unsere Kollegin und unsere Kollegen
Herr Dr. med. Dietmar Beuthner
geb. 30.09.1941 gest. 01.05.2010
bis 03.05.2005 niedergelassener Facharzt für HNO-Heilkunde in Zwickau
Herr MR Dr. med. Gerald Meinig
geb. 30.09.1949 gest. 03.05.2010
bis 03.05.2010 niedergelassener Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Mittweida
Frau Eva-Maria Schlinzig
geb. 10.10.1944 gest. 23.05.2010
niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin in Dresden
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Professor Hans Joachim Sewering tot
Am 18. Juni 2010 verstarb der langjährige Vorstandsvorsitzende der KV Bayerns, Professor Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Sewering, im Alter von 94 Jahren in Dachau. Herr Kollege Sewering hat sich u.a. nach der Wende bleibende Verdienste beim Aufbau tragfähiger neuer Strukturen der ambulanten Versorgung in Sachsen erworben. Seitens der KV Sachsen haben wir Prof. Sewering als überaus tatkräftigen, kompetenten wie herzlichen Mitstreiter bei der Durchsetzung ärztlicher Interessen kennen gelernt und
werden ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren.
Vorstand und Hauptgeschäftsführung der KV Sachsen
In einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 22. Juni 2010 würdigten die Bayerische Ärztekammer und die KV Bayerns die Verdienste von Hans-Joachim Sewering. Darin heißt es u.a.:
Sewering wurde 1951 in den Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) gewählt, deren Vorstandsvorsitzender er von 1972 bis 1992 war. In dieser Funktion sowie als Mitglied der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) von 1982 bis 1992 und als Mitglied des Länderausschusses der KBV hat er das Kassenarztrecht richtungsweisend mitgestaltet und fortentwickelt. Von 1955 bis 1991 war Sewering Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und Mitglied des Vorstands der Bundesärztekammer (BÄK). Von 1959 bis 1973 war er Vizepräsident der BÄK, von 1973 bis 1978 Präsident der BÄK und des Deutschen Ärztetags. Hier brachte er maßgebliche Reformvorstellungen in die Approbationsordnung für Ärzte ein. Von 1957 bis 1991 hat er als Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der BÄK die Gestaltung der ärztlichen Weiterbildung in der Bundesrepublik Deutschland wesentlich mitverantwortet.
Sewering erwarb sich Verdienste um die berufliche Unabhängigkeit und die Freiberuflichkeit des Arztes sowie um die Sicherung der ärztlichen Versorgungswerke, den Ausbau der Vorsorgemedizin und der programmierten Nachsorge, des Notarztwesens und der Qualitätssicherung, unter anderem im Rahmen der Peri- und Neonatologie-Erhebungen. Die erste Gutachterstelle in Deutschland bei Verdacht auf ärztliche Behandlungsfehler geht auf seine Initiative zurück. Auch auf europäischer Ebene und im Weltärztebund hat sich Sewering engagiert eingesetzt, ebenso als Vertreter der Freien Berufe im Bayerischen Senat. „Hans Joachim Sewering war einer der einflussreichsten und bedeutendsten ärztlichen Standesvertreter der Nachkriegszeit. Mehr als 40 Jahre hat er die ärztliche Berufspolitik in Bund und Land maßgeblich geprägt“, würdigte BLÄK-Präsident Dr. H. Hellmut Koch seine Verdienste. Immer wieder wurde jedoch auch seine Rolle während der NS-Zeit kritisch hinterfragt. Für seine Verdienste um die Ärzteschaft und die medizinische Versorgung in Deutschland erhielt Sewering zahlreiche Auszeichnungen.
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