Tom Standage
Der Mensch ist, was er isst
Wie unser Essen die Welt veränderte
2010.
280 Seiten mit 10 Abbildungen.
Format 14 x 21 cm.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Euro 19,90
Artemis & Winkler Verlag, Mannheim
ISBN 978-3-538-07290-9
Wieso ermöglichte die Kartoffel die industrielle Revolution? Warum führten Gewürze zur Entdeckung Amerikas?
Nahrungsmittel haben einen großen Einfluss auf unsere Geschichte – mehr, als wir uns bisher vorstellen konnten. Mais stillte nicht nur den Hunger, und Gewürze verbesserten nicht nur den Geschmack. Sie waren Auslöser von sozialen und politischen Veränderungen und Kriegen und fungierten als Treibstoff für den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt.
Der Autor erzählt, was Zimt, Nelken und Muskatnuss mit der Ausbreitung des römischen Weltreiches zu tun hatten, warum die Industrialisierung ohne die Kartoffel undenkbar wäre oder wie die Nahrung im 20. Jahrhundert zur ideologischen Waffe wurde. Darüber hinaus knüpft er an aktuelle Debatten zu Themen wie Gentechnologie, Biotreibstoffe und Local-Food-Bewegungen an.
Standage verknüpft im Plauderton Hintergrundwissen über Landwirtschaft und Philosophie, über Handelswege und Medizin.
– mpb –

Robert Zapperi
Abschied von Mona Lisa
Das berühmteste Gemälde der Welt wird entziffert
2010.
160 Seiten mit 12 schwarz/weißen und 16 farbigen Abbildungen.
Format 12 x 21,5 cm.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Euro 19,95
Verlag C. H. Beck, München
ISBN 979-3-406-59781-7
Die Frage, wer die Frau mit dem berühmtesten Lächeln der Welt war, bewegt seit fast 500 Jahren die Betrachter der Mona Lisa und hat zu ganzen Bibliotheken und noch mehr Vermutungen Anlass gegeben.
Der Autor entschlüsselt in diesem Buch, für wen Leonardo da Vinci die Mona Lisa malte, wen er darstellte und warum sich so viele Legenden um das Bild rankten. Er erzählt eine abenteuerliche Geschichte aus den Anfängen des 16. Jahrhunderts: vom Hofleben in Urbino mit seinen galanten Amouren, von Kardinälen und Dichtern, von einem unehelichen Kind an der päpstlichen Kurie, von Leonardo da Vincis Tätigkeit in Rom.
Und schließlich erfahren wir auch, wie und für wen das Gemälde entstand, das Leonardo nach dem Tod des Auftraggebers zu seinem neuen Gönner nach Frankreich mitnahm und das nun die Hauptattraktion des Louvre in Paris ist. – Dem Verfasser gelingt es in diesem Buch, die wahre Geschichte der Mona Lisa zu rekonstruieren
– mpb –

Bernhard Viel
Johann Peter Hebel
oder das Glück der Vergänglichkeit
Eine Biographie
2010.
296 Seiten mit 26 Abbildungen.
Format 14 x 22 cm.
Gebunden mit Schutzumschlag.
Euro 22,95
Verlag C. H. Beck, München
ISBN 978-3-406-59836-4
250. Geburtstag am 10. Mai 2010
Johann Peter Hebel gehört zum Erbe klassischer deutscher Bildung. „Kannitverstan“ und „Unverhofftes Wiedersehen“ stehen als Meisterstücke seiner „Kalendergeschichten“ in jedem Lesebuch; Muster einer sowohl kunstvollen als auch volksnahen Literatur.
Goethes Urteil hatte Hebels Ruhm bereits zu dessen Lebzeiten befördert: ihm sei es als Erstem gelungen, „auf die naivste, anmutigste Weise“ im bäuerlich-kleinbürgerlichen Milieu den Weltentwurf der Aufklärung zu vermitteln – wie umgekehrt die bahnbrechend neue Qualität der Hebelschen Dichtung ebenso darin bestand, den als sinnvoll erkannten „Bau der Welt“ in den Grenzen bäuerlichen Lebens zu spiegeln. In seinem Innersten allerdings war Hebel ein gebrochener Charakter, der zeitlebens unter dem frühen Tod seiner Mutter litt. Der Autor zeigt, dass dieses Lebenstrauma Kräfte freisetzte, die Hebel zum Schöpfer staunenswert kühner Verse und zum Erfinder der modernen Kurzgeschichte machten.
– mpb –

