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Wie die Stadt Freiberg zu einer neuen Kinderärztin kam

Als 2008 in Freiberg die Oberbürgermeisterwahl anstand, wurden die Kandidaten gefragt, wann denn endlich eine neue Kinderärztin nach Freiberg komme. Der heutige Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm erinnert sich noch genau daran. „Freiberg möchte als kinderfreundliche Stadt gesehen werden“. Er verweist auf den Fachärztlichen Bereitschaftsdienst der Kinderärzte in seiner Stadt, den es seit 30 Jahren gibt. „Wenn dieses Niveau nicht gehalten wird, gibt es unzufriedene Bürger.“ Er nahm Kontakt zur Kassenärztlichen Vereinigung auf und erfuhr, dass seine Stadt als Bestandteil des Planungsbereichs Freiberg kinderärztlich als überversorgt gilt. „Es ist schon eine paradoxe Situation, dass wir einen Versorgungsgrad von über 110 % haben, wenn noch zwei aufhören“, bestätigt ihm der KV-Vorsitzende Dr. Klaus Heckemann.

 

Er verweist auf die umfangreichen Reglementierungen, die 1990 auf der Grundlage der Versorgungsdaten in den alten Bundesländern festgelegt wurden: „Dort werden die meisten Kinder von Hausärzten versorgt.“ Dr. Heckemann kämpft seit Jahren gegen diese veralteten Regelungen. „Auch aus medizinischer Sicht ist der Kinderarzt für Kinder die erste Wahl.“

 

Am 7. April präsentierte der Oberbürgermeister gemeinsam mit Dr. Heckemann auf einer Pressekonferenz die „freudige Botschaft, die in gemeinschaftlicher Aktivität erreicht wurde.“ Ab Juli praktiziert die Kinderärztin Dr. Evelin Rehwald in der Stadt Freiberg, die im Übrigen auch Mitglied des Netzwerks „Ärzte für Sachsen“ ist. Frau Dr. Rehwald hatte die „Notsituation betroffen gemacht“. Sie wollte sich vergrößern und hat einen Bezug zu Freiberg. Für ihre lange gereifte Entscheidung war „letztlich entscheidend, dass ich Hilfe von verschiedenen Seiten bekam: von der KVS und dem Oberbürgermeister der Stadt Freiberg, das Gesamtpaket hat gestimmt.“ Die Versorgungsgrade bestätigen auch ihre Aussage: „Ich hinterlasse in Olbernhau keine Versorgungslücke.“ Die Weiterbehandlung der Olbernhauer Kinder ist mit den benachbarten Praxen abgesprochen.

 

Persönliches Engagement, mehrseitige vertrauensvolle Zusammenarbeit und lösungsorientierte Suche über die formalen Wege hinaus haben in diesem Fall zu einem Erfolg geführt.

 

 

 

– Öffentlichkeitsarbeit/im –

Dr. Evelin Rehwald mit Ulricke Tobisch von der KVS und Steffen Judersleben von der Stadt Freiberg
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