Überdurchschnittlicher Anstieg der Verordnungskosten für innovative bzw. unverzichtbare Therapien in Hessen – und in Sachsen?
Die KV Hessen hat aufgrund der ihr vorliegenden Verordnungsdaten ermittelt, dass der dortige Kostenzuwachs im Arzneimittelbereich in Höhe von 7,5% im Jahr 2009 (gegenüber 5,9% deutschlandweit) wesentlich von dem Ausgabenanstieg für innovative bzw. unverzichtbare Therapien bestimmt wurde (siehe Editorial der diesem Heft beiliegenden Ausgabe der KVH aktuell Nr. 1/2010).Gern würden wir Sie an dieser Stelle ebenso detailliert über die hiesige Ausgabenentwicklung informieren. Bislang waren die vom GKV-Spitzenverband in Zusammenarbeit mit dem AOK-Bundesverband herausgegebenen Arzneimittel- Schnellinformationen (GamSi) unsere einzige Quelle für relativ zeitnahe Auswertungen.
Leider beleuchten die zuletzt herausgegebenen KV-bezogenen Berichte lediglich den Zeitraum Januar bis August 2009. Arztbezogene Berichte wurden bislang nur für das erste Halbjahr 2009 geliefert und beinhalteten gravierende Fehler in der Arzt-Betriebsstätten- Zuordnung, weshalb wir die Berichte für das zweite Quartal auch nicht an Sie weitergereicht haben. An der Beseitigung soll nach Auskunft des GKV-Spitzenverbandes (fieberhaft?) gearbeitet werden.
Die KV Sachsen hat sich auch aus diesem Grund dazu entschlossen, die seit Anfang des Jahres durch das Zentralinstitut für die vertragsärztliche Versorgung (ZI) bereitgestellten Verordnungsdaten der Apothekenrechenzentren zu beziehen.
Auf dieser Basis wollen wir zukünftig sehr zeitnah sowohl aggregierte Daten ähnlich der Information der KV Hessen als auch regelmäßige arzt- bzw. betriebsstättenbezogene Berichte veröffentlichen. Die Arbeiten zur Einbindung dieser Daten in eine entsprechende Software sind in vollem Gange. Wir hoffen, Ihnen in einer der nächsten Ausgaben der KVS-Mitteilungen entsprechende Informationen geben zu können.
– Öffentlichkeitsarbeit/mae –
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