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KVS-Mitteilungen

KVS Mitteilungen - Ausgabe 02/2010

KV Sachsen entwickelt neues Modell für Bedarfsplanung

Bei der Bedarfsplanung könnte künftig die Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen. So zumindest sieht es ein Modell der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsens (KVS) vor, über das am Mittwoch in Berlin der Unterausschuss Bedarfsplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses diskutiert hat. Sollte der Bundesausschuss dem Vorschlag der KVS im Mai zustimmen, so wären zusätzliche Arztstellen auch in solchen Gebieten zulässig, die nach aktueller Bedarfsplanung zwar als überversorgt gelten, in denen praktisch aber Ärztemangel herrscht.

„Es ist sinnvoll, auch das Altern der Bevölkerung in die Bedarfsplanung mit einzubinden. Denn wenn es immer mehr ältere Menschen gibt, die häufiger krank sind, brauche ich auch mehr Ärzte“, sagt KVS-Vorstandschef Dr. Klaus Heckemann dem änd. Er hat das neue Planungsmodell entwickelt. Danach bekommen die verschiedenen Ärztegruppen Faktoren zugewiesen, bei deren Berechnung die demographische Struktur im jeweiligen Planungsbereich mit einfließt und auf die sich dann die Bedarfsplanung stützt. „Bis heute errechnet sich der Bedarf an Ärzten auf Grundlage der Bevölkerungsstruktur von 1990“, erklärt Heckemann. Bereits seit längerem setze er sich für das neue Modell der Bedarfsplanung ein – vor allem, weil der Altersdurchschnitt der Bevölkerung in Sachsen bundesweit am höchsten sei.

Mehrfach habe man seinen Vorschlag im Unterausschuss Bedarfsplanung, dem neben Vertretern der Kven auch Vertreter der Krankenkassen, der Krankenhausgesellschaft, der Ärzte und der Patienten angehören, schon diskutiert, sagt Heckemann. „Aber von den Kassen wurde das Modell immer abgelehnt.“ Dennoch wurde gestern beschlossen, dass der Vorschlag zur Abstimmung an den Gemeinsamen Bundesausschuss geht. Und Heckemann ist optimistisch, dass das neue Modell der Bedarfsplanung bald angewendet werden kann.


änd vom 28.01.2010

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Sachsen übernimmt Vorsitz der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK)

Zum Januar 2010 hat Sachsens Staatsministerin Christine Clauß den Vorsitz über die 20. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen- und -minister, -senatorinnen und -senatoren (GFMK) übernommen. Im Mittelpunkt der Konferenz werden geschlechtsspezifische Aspekte der medizinischen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention stehen. „Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sehe ich zur Entlastung unseres Sozial- und auch Gesundheitssystems hier neue Ansätze. Wir wissen, dass Geschlechteraspekte im Gesundheitsbereich ebenso wichtig sein können wie die Berücksichtigung des Alters, der Größe und des Gewichts der Patienten. Wir kennen als entscheidende Faktoren für die Gesundheit von Frauen und Männern ihre Lebensstile und Lebensbedingungen.

Aber Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur ebenso deutlich in Fragen biologischer Faktoren oder ihren Krankheitsverläufen, sondern auch in ihrem Gesundheitsverhalten. Das wird medizinisch noch nicht genügend beachtet“, sagte die Vorsitzende Christine Clauß in Dresden.

„Die Kenntnisse über die Unterschiede in den Gesundheitsproblemen und im Gesundheitsverhalten von Frauen und Männern können zu neuen politischen Impulsen führen. Ich bin mir sicher, dass die Sensibilisierung für Geschlechteraspekte ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen ist und Signale von unserer Fachministerinnen- und
-ministerkonferenz ausgehen werden“, so Clauß.

Die GFMK ist die Fachministerkonferenz der für Gleichstellungs- und Frauenpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister. Hauptaufgabe ist es, Grundlinien für eine gemeinsame Gleichstellungs- und Frauenpolitik in der Bundesrepublik Deutschland festzulegen und Maßnahmen zu beschließen, die die Chancengleichheit von Frauen und Männern fördern. Der Vorsitz und die Geschäftsführung der GFMK wechseln seit dem Gründungsjahr 1991 turnusmäßig unter den deutschen Ländern.


(Pressemitteilung des SMS vom 08.01.2010)

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EU-Kommission überprüft Absprachen unter Arzneimittelherstellern

Die Europäische Kommission prüft derzeit Vereinbarungen, in denen Hersteller patentgeschützter Arzneimittel konkurrierenden Unternehmen eine Entschädigung für die spätere Markteinführung eines Generikums zugesagt haben. Betroffen sind davon Absprachen, die zwischen dem 1. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2009 getroffen wurden.

Die EU möchte mit den Überprüfungen den fairen Wettbewerb im Arzneimittelmarkt stärken. Dieser werde laut einem Bericht der Kommission durch Regelungslücken verhindert. Demnach verzögern oder verhindern einige Originalpräparatehersteller durch illegale Absprachen den Zugang von günstigen Generika zum europäischen Markt – zulasten von Patienten und Kostenträgern.

Die Kommission hat Kartellverfahren unter anderem gegen den französischen Pharmakonzern Les Laboratoires Servier und eine Reihe von Generikaherstellern gestartet und behält sich vor, im Bedarfsfall weitere gezielte Auskünfte von einzelnen Unternehmen zu verlangen.



(Deutsches Ärzteblatt vom 12.01.2010)

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Gemeinsamer Bundesausschuss bezieht neue Geschäftsstelle in Berlin

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat seine Geschäftsstelle von Siegburg nach Berlin verlegt.

Seit Januar arbeiten die rund 80 Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wegelystraße 8 und damit in unmittelbarer Nähe von Kassenärztlicher Bundesvereinigung, Bundesärztekammer und Deutscher Krankenhausgesellschaft.

Der Neubau bietet neben Büros auch Räumlichkeiten für sämtliche Gremiensitzungen und die monatlich stattfindenden Sitzungen des Plenums. „Nachdem die Trägerorganisationen des GBA bereits ganz überwiegend ihren Sitz in Berlin haben, ist nun auch der GBA räumlich in der Bundeshauptstadt angekommen“, sagte Dr. Rainer Hess, unparteiischer Vorsitzender der Institution.

„Als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung setzen wir auch künftig auf den intensiven Austausch und auf eine konstruktive Zusammenarbeit der kurzen Wege mit unseren Trägern, mit der Politik und den Patientenvertretern“, so Hess.



(Pressemitteilung des GBA vom 04.01.2010)

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