Sie befinden sich hier: Startseite » Mitglieder » KVS-Mitteilungen » 2010 » 01/2010 » Wir stellen vor

Axel Stelzner: Man muss etwas wirklich Neues machen, um Neues zu sehen

Als sich am 25. November 2005 zum 47. Mal die Vertreterversammlung der KV Sachsen traf, war auch Herr Dipl.-Med. Axel Stelzner dabei. Es ist die erste Legislaturperiode des 45-jährigen Allgemeinmediziners aus Lichtentanne bei Zwickau im „KV-Parlament“. Bei seiner damaligen Vorstellung nannte er als Motto: „Man muss etwas wirklich Neues machen, um Neues zu sehen.“ Heute darauf angesprochen, plädiert er weiterhin uneingeschränkt für den Erhalt einer geschlossenen Vertretung der niedergelassenen Ärzte.

 

Er sieht aber aktuell die Gefahr, dass „stückweise Gruppen herausbrechen und die Ärzteschaft so geschwächt wird“. Axel Stelzners wichtigstes Ziel ist es deshalb zu helfen, faire Kompromisse zwischen unterschiedlichen Interessen niedergelassener Kollegen zu suchen, denn fehlendes Zusammengehörig-

keitsbewusstsein ist Nährboden für Spaltung. Im Sinne seines Mottos sollte es auch bei der Selbstverwaltung keinen Stillstand geben. Deren Möglichkeiten, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, sieht er durch den Status „Körperschaft öffentlichen Rechts“ (KdöR) begrenzt. Im Hinblick auf die vertragsärztliche Versorgung in fünf oder zehn Jahren kann er sich die KV auch als Genossenschaft vorstellen, welche die Interessen ALLER Fachgruppen noch besser wahrnehmen könnte.

 

Eine große Befürchtung von ihm ist, dass der Arzt als Freiberufler verloren gehen könnte. Er hat dazu einen ganz persönlichen Bezug. Seine Eltern waren bzw. sind beide Ärzte. Ihr Vorbild gab den Ausschlag für seinen Entschluss zum Medizinstudium. Zunächst begann er die Facharztausbildung im Fach Chirurgie. Um in die Hausarztpraxis seiner Mutter eintreten zu können, wechselte er zur Allgemeinmedizin. Leider verstarb Frau Dr. med. Karin Stelzner drei Jahre nach dem Start der Gemeinschaftspraxis. Seit 2004 ist Axel Stelzners Bruder, Dr. med. Frank Stelzner, Internist und Kardiologe, sein Praxispartner.

 

Während viele Praxen besonders auf dem Lande bekanntermaßen auf der Liste der bedrohten Arten stehen, gibt es im Hause Stelzner Hoffnung. Ohne den jungen Mann in eine bestimmte Richtung drängen zu wollen, sei angemerkt, dass Axel Stelzners ältester von drei Söhnen (21, 19 und 6 Jahre) Medizin studiert. „Wir helfen dir so gut wir können, aber wollen musst du es selbst“, wurde ihm von seinen Eltern mit auf den Weg gegeben. Dass seine Kinder ihren Lebensweg erfolgreich gehen, ist Axel Stelzners größter Wunsch.

 

 

 

– Öffentlichkeitsarbeit/im –

Axel Stelzner (vorn) in der Vertreterverammlung, neben ihm Frau Dr. Raglind Matz, langjähriges Mitglied der Vertreterversammlung. Sie unterstützte ihn sehr bei seinem Start in die Praxis.
--------------------