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Erste Nationale Versorgungsleitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz

Das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien hat die erste Versorgungsleitlinie für chronische Herzinsuffizienz vorgestellt. Sie umfasst das gesamte Krankheitsspektrum. Neben Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie finden auch Bereiche wie Komorbidität, multimorbide und geriatrische Patienten oder psychosoziale Aspekte ihre Berücksichtigung.

Weiterhin gibt es einen Abschnitt zur Versorgungskoordination, in dem Nahtstellen der Versorgung identifiziert und definiert werden. Herzinsuffizienz (Herzschwäche) gehört in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes steht die Diagnose bei Frauen an erster und bei Männern an vierter Stelle als Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Die Nationalen Versorgungsleitlinien werden seit 2006 von der KBV, der Bundesärztekammer und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften getragen. Seit 2006 haben die Experten zu 16 Themenbereichen das aktuelle medizinische Wissen systematisch aufbereitet. 127 Empfehlungen und Statements wurden auf dieser Grundlage ausgesprochen.


(Pressemitteilung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin,
17. Dezember 09)
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Sächsische Ideen für die Gesundheitswirtschaft!

Die Gesundheitswirtschaft hat sich bundesweit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Sie ist mittlerweile nach dem Staat zum zweitgrößten Arbeitgeber angewachsen. Sowohl der Anteil an der Bruttowertschöpfung des Landes mit über 150 Millionen Euro als auch die Millionen von Beschäftigten sprechen hier eine deutliche Sprache. Dieses beachtliche Potenzial soll auch in Sachsen weiter aktiviert werden, denn dieser Sektor bietet vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht nur Chancen für mehr Gesundheit, sondern auch Chancen für mehr Beschäftigung.

Deshalb hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz im Mai dieses Jahres den Ideenwettbewerb „Demografie und Gesundheit – Ideen für die Zukunft“ ausgelobt. Gesucht waren innovative Ideen, mit denen die Gesundheitswirtschaft aktiv auf die demografische Entwicklung reagieren kann. Aus über 50 eingereichten Projektvorschlägen hat die Jury nun acht Projekte zur Umsetzung ausgewählt.

„Die Projekte sind wichtige Impulse für die Stärkung der sächsischen Gesundheitswirtschaft, und sie zeigen, dass es im gemeinsamen Dialog aller Akteure möglich ist, diesen Bereich zukunftsfest zu gestalten“, sagte die Gesundheitsministerin Christine Clauß.

Die Umsetzung der ausgewählten Projekte wird im Frühjahr beginnen. Näheres über den Ideenwettbewerb und seine Gewinner finden Sie unter www.gesunde.sachsen.de.



(Presseinfo des SMS, 28.12.09)
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Leipziger Ärzte gründen Gesundheitsnetz

Um die Versorgung optimieren zu können, haben Leipziger Ärzte ein Gesundheitsnetzwerk gegründet. Ziel sei es, unnötige Kosten, Wartezeiten und Doppeluntersuchungen zu vermeiden, sagte Gesundheitsnetz-Vorsitzender Jürgen Flohr der „Leipziger Volkszeitung“.

Mit einem System zum Datenaustausch sollen die Netzwerk-Ärzte auf Informationen zu Krankheitsverläufen und Medikationsplänen zugreifen können. An dem Netzwerk beteiligen sich sowohl Haus- als auch Fachärzte, bislang sind es 32. Start soll im ersten Halbjahr 2010 sein. Die Liste der teilnehmenden Mediziner wird in Kürze auf der Internetseite www.gesundheitsnetz- leipzig.de einsehbar sein.


(Meldung des änd, 7. Dezember 09)
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Köhler: 3.600 Vertragsarztstellen nicht zu besetzen

Angesichts tausender fehlender Ärzte in Deutschland fordert die KBV einen Kurswechsel. „Wir müssen den drohenden Ärztemangel als gesellschaftliche Herausforderung begreifen“, sagte der Vorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Insgesamt fehlen laut KBV derzeit 3620 niedergelassene Ärzte – darunter 2026 Hausärzte, 1260 Psychotherapeuten und 334 Fach- und Kinderärzte.

Die meisten unbesetzten Arztsitze gibt es in Niedersachsen (678). In Nordrhein-Westfalen könnten 493 Ärzte aus dem Stand neu zugelassen werden – gefolgt von Sachsen-Anhalt (379), Bayern (360), Sachsen (357), Baden-Württemberg (282), Thüringen (222) und Brandenburg (211). Vor allem Hausärzte auf dem Land finden oft keine Nachfolger, während es an Fachärzten in den Ballungsräumen in der Regel nicht mangelt. Vor Beginn der Verhandlungen über eine neue Gesundheitsreform Anfang des Jahres machte Köhler Druck für seine Forderungen nach attraktiven Bedingungen und Änderungen der Zulassungsregeln. Ärzte- und Klinikorganisationen sollten zusammen mit den Ländern, den Krankenkassen und Patientenvertretern den Ärztebedarf in neuen Regionalverbünden planen, sagte er. „Regionalverbünde in jedem Bundesland koordinieren die Versorgungsplanung.“ Der Bedarf an niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten solle so besser aufeinander abgestimmt werden. Auch nach Ansicht von dpa nicht näher benannten „unabhängigen Experten“ drohen immer stärkere Engpässe bei der Grundversorgung.

Köhler forderte: „Länder, Städte und Kommunen sind genauso wie Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen aufgefordert, Ärzten attraktive Rahmenbedingungen zu bieten.“ Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will die Gesundheitsreform zu Beginn des Jahres mit einer Regierungskommission auf den Weg bringen. Der regional immer stärker drohende Medizinermangel zählt zu den zentralen Punkten. Insgesamt gibt es rund 150 000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland.



(Meldung des änd, 03. Januar 09)
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DAV: Kassen sparen durch Rabattverträge mehr als eine Milliarde Euro jährlich

Die Rabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen reduzieren die Arzneimittelausgaben um mehr als eine Milliarde Euro jährlich. Das ergaben Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis vorliegender Informationen. Details veröffentlichen bislang aber nur wenige Kassen, berichtet der DAV in einer Pressemitteilung.

„Die Apotheken setzen die Rabattverträge mit großem Aufwand in die Praxis um, werden jedoch ebenso wie die Versicherten über die tatsächlichen Einsparungen und den Erfolg einzelner Kassen im Unklaren gelassen“, kritisiert DAV-Vorsitzender Fritz Becker.

„Das Bundesgesundheitsministerium hatte für die zweite Jahreshälfte 2008 bereits ein Einsparvolumen von 310 Millionen Euro ausgewiesen. Für 2009 und die kommenden Jahre ist von weitaus höheren Einsparungen auszugehen, da inzwischen viele juristische Unsicherheiten bei den Ausschreibungen beseitigt sind und die Krankenkassen deshalb immer mehr Verträge abschließen“, berichtet der DAV weiter. Allein die AOK beziffere ihr jährliches Einsparpotenzial durch Rabattverträge auf 512 Millionen Euro. „Das war, bevor sie eine weitere Ausschreibungstranche für 87 Wirkstoffe mit 435 Einzelverträgen ankündigte“, heißt es weiter.


(Meldung des änd, 22. Dezember 09)
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