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Buchansicht: "Richelieu. Der Kardinal des Königs"

Uwe Schultz

Richelieu

Der Kardinal des Königs

2009.

350 Seiten mit 22 Abbildungen und

einem Stammbaum.

Format 14,5 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 24,90

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 978-3-406-58358-2

Der Verfasser erzählt in diesem faktenreich, anschaulich und spannend geschriebenen Buch die wechselvolle Lebensgeschichte des Kardinals Richelieu, eines der bedeutendsten Männer in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

Er schildert den eindrucksvollen Aufstieg des Armand-Jean du Plessis, eines jungen Mannes aus einem abgewirschafteten Adelsgeschlecht zum mächtigsten Politiker Europas im frühen 17. Jahrhundert, erhellt, mit wessen Hilfe und mit welchen Methoden dieser von Sprosse zu Sprosse der Karriereleiter emporsteigt: zunächst eher zufällig Priester, dann Bischoff von Luçon, bald darauf durch die Förderung Marias von Medici Staatssekretär, Kardinal und schließlich der einflussreichste Minister Ludwigs XIII.

Richelieus Skrupellosigkeit, verhüllt im Gewande des Geistlichen, sein Aufbau eines Geheimdienstes, seine raffinierte, überraschend modern anmutende Manipulation von Menschen und Medien machten ihn zum Wegbereiter des Absolutismus.

– mpb –

Buchansicht "Der Deich der Witwen"

Denise Affonço

Der Deich der Witwen

Eine Frau in der Hölle der Roten Khmer

Mit einem Nachwort von David Chandler

Aus dem Französischen von Judith Klein

22009.

207 Seiten mit 6 Abbildungen und 1 Karte.

Format 14 x 22 cm.

Gebunden mit Schutzumschlag.

Euro 18,90

Verlag C. H. Beck, München

ISBN 9783-3-406-58077-2

„Einige Überlebende der Roten Khmer haben von Ihren Erfahrungen berichtet. Denise Affonço hat das beste Buch geschrieben.“

Sunday Times

Am 7. Januar 1975 marschierten die Roten Khmer in die kambodschanische Hauptstadt ein; vier Jahre später haben zwei Millionen von sieben Millionen Kambodschanern das wahnsinnige „Experiment“ einer Gesellschaft ohne Bildung, ohne Geld, ohne Religion und ohne Familienbande nicht überlebt!

Die Autorin, eine französische Staatsbürgerin, wird in die Hölle geschickt: zur Zwangsarbeit im Urwald und auf Reisfeldern, täglich kommunistischer „Umerziehung“ ausgesetzt, dem Hungertod immer näher. Der Mann wird ermordet, die Tochter verhungert. Indem sie ihre unerträglichen Leiden in lakonischem Stil schildert, legt sie Zeugnis ab nicht nur für die Zeit des Grauens, sondern auch für unerschütterlichen Willen.

– mpb –

Buchansicht "Genie und Geld. Goethes Finanzen"

Jochen Klauß

Genie und Geld

Goethes Finanzen

2009.

220 Seiten mit 9 Abbildungen.

Format 14 x 21,5 cm.

Leinen mit Schutzumschlag.

Euro 19,90

Artemis & Winkler, Düsseldorf

ISBN 9783-3-538-07254-1

Vier Jahre vor seinem Tod äußerte sich Goethe am 13. Oktober 1828 in einem Gespräch mit Eckermann, Deutschland sei sich endlich darin „eins, dass der deutsche Thaler und Groschen im ganzen Reich gleichen Wert habe“. Ebenso erfreut hätte ihn sicher die europaweite Einführung von Euro und Cent, denn Goethe war ein weitgereister Mann, der sich die längste Zeit seines Lebens mit Umrechnungskursen hat plagen müssen, wie der Verfasser anschaulich darlegt.

Der Autor erzählt aber noch mehr vom Auskommen mit dem Einkommen des Leipziger und Straßburger Studenten, des Frankfurter Rechtsanwalts und Weimarer Geheimrats. Wir lesen von seinen Buch- und Zeitschriftenhonoraren, von den Kosten für Essen und Trinken, für Ärzte und Medikamente, erfahren von Erbschaften ebenso, wie von Immobilien und Baumaßnahmen, vom Aufbau der Kunstsammlung ab 1790, von den Kunsterwerbungen des alten Goethe, die große Summen verschlangen, und von den Vermögensverhältnissen bei seinem Tode im Jahre 1832.

– mpb –