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Nachruf für Dr. Norbert Adam

Voller Vorfreude auf sein erweitertes ehrenamtliches Engagement im Schloss Schönfeld wollte er am 1. April 2009 in den Ruhestand gehen. Anfang November 2008 erkrankte Herr Dr. Adam plötzlich schwer und wachte aus dem Koma nicht mehr auf. Am 18. März 2009 verloren wir den langjährigen Geschäftsführer der Bezirksgeschäftsstelle Dresden.

Dr. Norbert Adam, geboren 1944, studierte an der TU Dresden Informationstechnik. Er arbeitete in den 70er und 80er Jahren in leitenden Funktionen am Forschungsinstitut für Medizinische Diagnostik in Dresden. Seit 1987 auch Fachingenieur der Medizin, konsultierte Herr Dr. Adam bereits mit Vorstellungen für ein neues ambulantes Gesundheitssystem unmittelbar nach der politischen Wende Herrn Dr. Heß am damaligen KBV-Sitz in Köln. Mit dabei war auch Herr Dr. Bernd Irrgang, der erste Geschäftsführer der Bezirksstelle Dresden, dessen Stellvertreter und ab 2005 Nachfolger Dr. Adam wurde.

Seine Arbeit als Geschäftsführer leistete er mit herausragendem Engagement, Sachverstand und mit großer Umsicht. Darüber hinaus ist sein großer persönlicher Einsatz für die Sicherstellung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung hervorzuheben. Hier engagierte er sich besonders bei der Nachwuchsgewinnung für die sächsischen Arztpraxen. Die Bemühungen der KV Sachsen, österreichische Ärzte für eine Tätigkeit in Sachsen zu begeistern, sind eng mit seinem Namen verbunden. Das letzte dienstliche Foto entstand nicht zufällig bei der jährlichen Infoveranstaltung für Medizinstudenten am 25. Juni 2008 im Uniklinikum Dresden.

So engagiert er arbeitete, so wurde er im berufspolitischen und privaten Umfeld wegen seines ruhigen und ausgleichenden Wesens, seiner Menschlichkeit und vor allem seines Humors auch als Freund und Kollege geschätzt. Nur wenigen war er als Kunstkenner der Malerei und der klassischen Musik bekannt. Seine besondere Liebe galt dem Kabarett, war er doch viele Jahre Mitglied der „Lachkarte“.

Wir danken ihm und seiner Familie von Herzen, dass wir mit ihm all die Jahre zusammenarbeiten und an seiner großen fachlichen und menschlichen Kompetenz teilhaben durften.



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