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Die Rahmenbedingungen müssen stimmen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

 

es ist in letzter Zeit viel zur Vergütungsreform 2009 geredet und geschrieben worden. Was ist denn im Kern eigentlich passiert?

  • Wir haben jetzt keine Kopfpauschalen mehr.
  • Wir haben einen großen Schritt Richtung Ost-West-Angleichung gemacht.
  • Wir sind nicht mehr von der Grundlohnsummenentwicklung abhängig.
  • Wir haben mehr Geld im System.

Wenn wir jetzt, wie einige Kollegen fordern, zum Status Quo 2008 zurückkehren, verlieren wir das wieder. Die Reform ist NICHT gescheitert, sie hat aber einige „Webfehler“. Zu seinen Fehlern kann und muss man stehen. Von der KBV-Vertreterversammlung am 26. März sind die richtigen Signale dazu ausgegangen (Infos zur Sonder-VV auf den S.8–9).

 

Klar ist, die RLV-Systematik muss geändert werden, das zusätzliche Geld muss vor allem auch für die Basisversorgung ankommen. Die regionalen Gestaltungsmöglichkeiten müssen kurzfristig vom Erweiterten Bewertungsausschuss (KBV und Kassen) beschlossen werden.

 

Vielleicht sind Sie beim Lesen dann schon schlauer als ich jetzt beim Schreiben. Erste Verbesserungen haben wir zusammen mit unserer sächsischen Ministerin erreicht. Wie sagte Kollege Windau (s. Seite 4) „kurzfristig lindern, mittelfristig ändern“. Unser Forderungskatalog geht jetzt an die Politik und jeder Wähler ist angehalten genau hinzuhören, wie die Parteien die Gretchenfrage zur ambulanten Medizin beantworten: Wie hältst du es mit der Sicherstellung der flächendeckenden wohnortnahen ambulanten medizinischen Versorgung?

 

Es sind in einem komplizierten System von allen Seiten Fehler gemacht worden. Diese müssen korrigiert werden. Das geht aber nur, wenn die Politik auch die Rahmenbedingungen dafür schafft. Wer Pflichten hat, muss auch Gestaltungs-

spielräume haben. Selbst Ulla Schmidt gibt sich im Wahljahr plötzlich handzahm. Schmieden wir in diesen Zeiten gemeinsam das Eisen, solange es im Wahlkampf glüht.

 

Die KVen werden aus den Angriffen gestärkt hervorgehen. Wir haben verstanden und erneuern uns, bleiben uns durch Änderung treu. Der Knieps-Salto zum §73b zeigt, so ganz ohne KVen funktioniert es nicht (siehe S.12).

 

Wir vertreten alle Fachgruppen und wir brauchen auch alle Kolleginnen und Kollegen, nur gemeinsam sind wir stark. In diesem Heft finden Sie einige schöne Beispiele dafür.

 

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Foto der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrike Schwäblein-Sprakfe

Sig. Dr. Klaus Heckemann

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Stellv. Vorstandsvorsitzende
Ulrike Schwäblein-Sprafke

 

 

 

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